Der in London an der Börse notierte Feuerfest-Konzern RHI Magnesita hat für das erste Quartal positive Zahlen vorgelegt. Der Umsatz lag bei 745 Millionen Euro, das operative EBITA bei 113 Millionen Euro. Im Vergleich zu Pro-Forma-Zahlen des 1. Quartals 2017 (der Konzern ist erst im Herbst 2017 aus RHI und Magnesita entstanden) sei das ein deutliches Plus, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Preiserhöhungen hätten die höheren Rohstoffkosten "mehr als kompensiert". Bereinigt um Währungsschwankungen sei der Umsatz im Jahresabstand um 23 Prozent gestiegen, ohne diese Bereinigung um 14 Prozent. Das operative EBITA sei währungsbereinigt um fast 70 Prozent gestiegen. Im ersten Quartal seien Synergieeffekte von 10 Millionen Euro berücksichtigt.

"Führende Rolle der österreichischen Standorte"

Mit den "Schlüsselrohstoffen" Magnesit und Dolomit gebe es inzwischen eine Eigenversorgung von über 70 Prozent. Die Standorte in Österreich mit dem Headquarter in Wien, dem Forschungshub in Leoben und den Rohstoff- und Produktionswerken in der Breitenau, Hochfilzen, Radenthein, Trieben und der Veitsch "laufen derzeit auf Vollauslastung", erklärte Stefan Borgas, CEO von RHI Magnesita, in der Aussendung. Das Produktionsvolumen in Österreich sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überproportional gestiegen und "spiegelt diese führende Rolle der österreichischen Standorte wider".

Die Stahlproduktion laufe gut, doch seien die Auswirkungen einer Verhängung von Handelszöllen noch nicht abschätzbar. RHI Magnesita baut aber darauf, dass "die diversifizierte Produktionsbasis (in 16 Ländern auf 4 Kontinenten) und Kundenstruktur (10.000 Kundenwerke in mehr als 180 Ländern) etwaige signifikante Auswirkungen dieser Entwicklungen abfedern könne, solange die industrielle Produktion auf globaler Basis nicht beeinträchtigt wird".

Für das Gesamtjahr geht RHI Magnesita davon aus, "dass sich das Geschäft sehr positiv entwickeln" wird. Operativ werde man "trotz Währungseinflüssen weiterhin von den Vorteilen der Preisgestaltung, zusätzlichen Synergien und Netzwerkoptimierung profitieren". Das Umsatzwachstum des ersten Quartals dürfte sich aber nicht über das gesamte Jahr fortsetzen.