Ab 2030Slowenien will Benzin- und Dieselautos verbieten

Österreichs Nachbar möchte ab 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr neu zulassen. Das hielt die Regierung zumindest in einem Strategiepapier fest.

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Wird in Slowenien bald nur noch Strom getankt?
Wird in Slowenien bald nur noch Strom getankt? © AP
 

Slowenien schließt sich jenen Ländern an, die künftig Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren verbieten wollen. Ab 2030 werden keine Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren mehr neu zugelassen, heißt es in einer Strategie der slowenischen Regierung, die am Donnerstag verabschiedet wurde.

Die slowenische Regierung hat sich nicht für ein explizites Verbot entschieden, stattdessen wird der Grenzwert für CO2-Ausstoße mit 50 g CO2/km festgelegt. Diesen Vorgaben entsprechen heute nur Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.

Die Strategie sei ehrgeizig aber nicht zu ambitiös, denn die Regierung wünsche sich, Slowenien zu einem Land mit umweltfreundlichen Verkehr zu machen, mit Carsharing-Anbietern und möglicherweise autonomen Fahrzeugen, sagte Bojan Zlender vom Verkehrsministerium laut Nachrichtenagentur STA.

200.000 Elektro- oder Hybridautos im Jahr 2030?

Ljubljana erwartet, dass bis 2030 17 Prozent aller Pkw, das sind rund 200.000 Fahrzeuge, Elektro- oder Hybridautos sein werden. Die Strategie gilt auch für Transportfahrzeuge und Busse, jedoch mit bescheideneren Zielen. Demnach sollen bis 2030 zwölf Prozent aller Kombiwagen und Kleintransporter elektrisch betrieben werden, ein Drittel der Bussen soll Erdgas und zwölf Prozent der schweren Lkw sollen Flüssiggas nützen.

In Slowenien wurden im Vorjahr laut statistischen Daten 1,47 Millionen Fahrzeuge zugelassen, davon 1,1 Millionen Pkw. Die Zahl der verkauften Neuwagen habe mit 74.000 einen Rekord erreicht, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA. Der Verkauf von Elektro- und Hybridautos macht nur einen geringen Anteil am gesamten Absatzvolumen aus, die Tendenz ist aber steigend. Laut Daten der Autohändler wurden heuer in den ersten acht Monaten 900 derartige Fahrzeuge verkauft, fast dreimal so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Kommentare (4)
0MQVAP1YLEJNEV88
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2030 wir hoffentlich sowieso keine mehr neue Verbrenner wollen

Österreich hinkt natürlich im Fahrtwasser der Deutschen Automobilindustrie mit Abasbetrügern einem frühzeitigen Verbot hinterher.

"Das Laufenlassen von Verbrennungsmotoren ist Verboten" steht in jeder Garage und warum? Weil es tötet.

20I3NI2UKK3ZSZI2
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Zuerst muss einmal

bewiesen werden, was gesünder ist. Nicht das eppa die Entsorgung der Batterien dann unser Trinkwasser so beeinflusst, dass wir langsam vergiftet werden. (Nur ein Beispiel) Und die Aussicht russischen Atomstrom zu kaufen, um die E-Autos laufen lassen zu können ist halt auch nicht so prickelnd. Besser in die Öffentlichen investieren und das Zugfahren (nicht nur für Senioren) billiger machen. Wenn es vernünftige Technologien gibt, werden sich Verbrennungsmotoren genauso überleben, wie die Pferdekutsche.
Gscheit dahergred is leicht.

Kristianjarnig
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Und wieder ein EU Nettozahlungsempfänger mit hochtrabenden Ideen.

Bringt mal euer Budget da unten unter Kontrolle, werdet endlich "Mitglied" im "Club" der Nettozahler und danach dann all die tollen Ideen die den Mitbürgern sehr viel Geld kosten werden.

Wobei die Idee an sich sicher nicht verkehrt ist. Aber es macht einen Unterschied ob das schwerreiche Norwegen sowas durchdrücken will oder das bis über beide Ohren in Schwierigkeiten steckende Slovenien...

cindymax1
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Herr Bojan Zlender

weiß natürlich schon, woher die notwendigen Energieresourcen kommen werden.
Slowenien leidet doch schon jetzt an einer Strom-Unterversorgung.
Baut er dann ein zweites Krsko? Wird uns freuen.

Die Länder, die solche Forderungen aufstellen, sollten verpflichtet werden, ihre notwendigen Energiepläne verbindlich darzustellen.