Sorge vor neuem Lockdown2G-Pflicht für Gastro dämpft auch Stimmung im Kärntner Handel

Die FFP2-Maskenpflicht in der Gastronomie bedeutet auch für den Handel einen Dämpfer. Der nahende „Black Friday“ könnte heuer der beste „Weihnachtseinkaufstag“ werden.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Reportage Oeffnung Handel - Shopping nach dem Lockdown Klagenfurt Februar 2021
© Markus Traussnig
 

"Es ist ein Stimmungsdämpfer“, sagt Raimund Haberl, Spartenobmann der Kärntner Händler in der Wirtschaftskammer. Haberl, der in Villach einen Farbenhandel betreibt, erwartet, dass sich die 2G-Regel in der Gastronomie auch auf den stationären Handel auswirken wird. „Das wird, wie schon im Frühling, als der Handel offen, die Gastronomie aber geschlossen hatte, dazu führen, dass man nur das Notwendigste kauft. Der Einkaufsbummel fällt aus. Etwas Schlimmeres kann den 10.000 Kärntner Handelsbetrieben beinahe nicht passieren. Noch schlimmer wäre nur ein Lockdown“, so Haberl. Im Handel selbst gilt nun flächendeckend die FFP2-Maskenpflicht. „Angesichts der Alternativen verkraftbar“, sagt Haberl. „Aber auch das wird manche Menschen vom Einkaufen im stationären Handel abhalten. Es hemmt Spontanität. Wer die Maske vergisst, kann heimgehen.“
Die Corona-Regeln sind bei weitem nicht die einzige Herausforderung, die der Kärntner Einzelhandel mit seinen 20.300 Beschäftigten derzeit zu bewältigen hat. Zwar lief das Geschäft zuletzt nicht schlecht, das Geld saß locker, die Reisefreiheit war eingeschränkt. Und die Weihnachtseinkäufe stehen an. 1,5 Milliarden Euro wurden in Österreich rund um dieses Fest ausgegeben (es waren durch Corona um 100 Millionen weniger als 2019), 90 Millionen davon in Kärnten. Ob das dieses Jahr wieder erreicht werden kann, wagt Haberl nicht zu prophezeien. Nur: „Ein Rekordjahr dürfen wir jedenfalls nicht erwarten.“

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!