Alapcem aus Klagenfurt Warum ein Zementerzeuger Drohnen und Datenbrillen nutzt

Die Zementsparte von Wietersdorfer, Alpacem, kann dank Drohnenflügen im Steinbruch und Datenbrillen für Ingeniere ihre Marktführerschaft im Alpe-Adria Raum weiter ausbauen - und spart ganz nebenbei auch CO2.

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Alpacem-Geschäftsführer Weber, Auer: "Technische Probleme in Rekordzeit lösen." © Alpacem/KK
 

Die Erzeugung von Zement und Beton ist die älteste Sparte des 125 Jahre alten Kärntner Familienunternehmens Wietersdorfer, zusammengefasst unter der Marke Alapcem mit Hauptsitz in Klagenfurt.

Alpacem stellt alleine 40 verschiedene Zementsorten her, ist Marktführer um Alpe Adria Raum. Und: wächst. In den vergangenen fünf Jahren haben die Geschäftsführer Bernhard Auer und Lutz Weber fünf Millionen Euro investiert, in Anlagen, Umweltttechnik und Digitalisierung.

Zement und Beton

Die Dachmarke Alpacem umfasst das Geschäftsfeld Zement & Beton und ist damit eines von fünf Geschäftsfeldern der Wietersdorfer Gruppe.
Die sechs Unternehmen in Österreich, Slowenien und Oberitalien beschäftigen an ihren 21 Standorten 650 Mitarbeiter. Bei einem Umsatz von 177 Millionen Euro (2020) liegen die  jährlichen Kapazitäten bei mehr als zwei Millionen Tonnen Zement & Bindemittel bzw. mehr als 350.000 Kubikmeter Transportbeton.

Um die Effizienz des Unternehmens weiter zu steigern, schwirren seit kurzem Drohnen in den Steinbrüchen durch die Luft. Wo bisher vorwiegend so genannte Tachymeter und Lasergeräte bei der Vermessung zum Einsatz kamen, setzt Alpacem nun in den Steinbrüchen in Wietersdorf und Peggau sowie im slowenischen Anhovo Drohnen ein, damit eine noch exaktere Sprengplanung möglich ist.

Alpacem-Zementterminal in Triest Foto © Alpacem/KK

Weil Alpacem auf die länderübergreifende Verfügbarkeit von Know-how angewiesen ist, nutzt das Unternehmen nun auch auf Datenbrillen, etwa für Wartungen und andere technische Eingriffe. Unter der Zuhilfenahme einer neuen Technologie von Ubimax können Spezialisten auch aus der Distanz wie mit eigenen Augen sehen, welche Handgriffe der Techniker vor Ort macht. „Der Einsatz von Datenbrillen ermöglicht es uns, technische Probleme in Rekordzeit zu lösen und bringt zudem CO2-Einsparungen durch reduzierte Reisetätigkeiten von Spezialisten“, erklärt Weber.

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