Trotz Milliarden-SchuldenWarum Evergrande nicht Lehman II ist

Die Schieflage des chinesischen Immobilien-Riesen Evergrande macht zwar die Börsen nervös, sie ist aber nicht ansatzweise so fatal wie 2008 die Pleite der US-Investmentbank Lehman. China nutzt die Krise für seine Politik der harten Hand.

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Der chinesische Baukonzern Evergrande will Anlager beruhigen. Nun hängt alles von der Entscheidung der Zentralregierung in Peking ab
Der chinesische Baukonzern Evergrande will Anlager beruhigen. Nun hängt alles von der Entscheidung der Zentralregierung in Peking ab © AFP
 

Es ist noch nicht lange her, dass der Name Evergrande kaum jemandem außerhalb Chinas etwas gesagt haben dürfte. Heute beschäftigt die Schieflage des riesigen Immobilien-Konzerns weltweit die Notenbanker. Nicht ganz ohne Grund. Unabhängig von einer möglichen, vielleicht nicht mehr allzu wahrscheinlichen Pleite des verschachtelten Imperiums geht es in China derzeit um mehr: Den Umbau der chinesischen Wirtschaft, das staatlich forcierte Ablassen von Luft aus der Immobilienblase und ein massives Einbremsen des Baubooms, der bisher wichtigster Träger des exorbitanten Wirtschaftswachstums war. Künftig soll die Hightech-Industrie und grüne Industrie die Rolle der Wachstumslokomotive übernehmen. Wie schnell das passiert, ob dadurch das weltweite Wachstum deutlich schwächer wird, das sind die Fragen, die die Experten derzeit überall beschäftigen.

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