"Sind profitabler"Autozulieferer Mahle schreibt wieder schwarze Zahlen

Der Stuttgarter Autozulieferer mit Produktionsstandort auch in Kärnten konzentriert sich verstärkt auf E-Mobilität – von der Ladetechnik über Batteriesysteme bis zum magnetfreien Elektromotor. Sein Umsatz wuchs im ersten Halbjahr 2021 mit 32 Prozent stärker als der Markt.

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Mahle-Produktinshalle in St. Michael ob Bleiburg © Markus Traussnig
 

Der in Stuttgart ansässige Autozulieferer Mahle, der auch mit einem Werk in St. Michael ob Bleiburg vertreten ist, hat im ersten Halbjahr 2021 Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert. Von Jänner bis Juni erhöhte sich der Konzernumsatz um 32 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Mahle wuchs damit schneller als der globale Automobilmarkt. Die höchsten Zuwächse verzeichnete der Bereich Elektronik und Mechatronik. Der Gewinn (Ebit) lag im ersten Halbjahr bei 201 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Mahle Corona-bedingt noch ein Minus verbucht.

Finanzvorstand Michael Frick: "Positive Zahlen" Foto © Mahle/KK

Auch das Konzernergebnis nach Steuern ist mit 55 Millionen wieder positiv. „Wir haben damit den angestrebten Turnaround erreicht. Die positiven Zahlen belegen, dass wir profitabler geworden sind“, sagt Michael Frick, Vorsitzender der Konzern-Geschäftsführung und Finanzvorstand. Für das zweite Halbjahr geben sich die Stuttgarter vorsichtiger - angesichts hoher Rohstoffpreise und Halbleiter-Engpässen.

Mehr zu Mahle

Mahle ist ein international führender Entwicklungspartner und Zulieferer der Automobilindustrie in den Bereichen Antriebstechnologie und Thermomanagement.

Das Produktportfolio des 1920 gegründeten
Unternehmens deckt alle wichtigen Bereiche entlang des Antriebsstrangs und der Klimatechnik ab.

Jedes zweite Fahrzeug weltweit ist mit Mahle-Komponenten ausgestattet.

Im Jahr 2020 hat Mahle einen Umsatz von 9,8 Milliarden Euro erwirtschaftet und ist mit 72.000 Beschäftigten an 160 Produktionsstandorten und zwölf Forschungs- und Entwicklungszentren in mehr als 30 Ländern vertreten.

Heizen und Kühlen

Mahle gibt sechs Prozent vom Umsatz für Forschung und Entwicklung aus. Vor allem für die Entwicklung rund um klimaneutrale Antriebe, also intelligente Ladetechnik, Batteriesysteme, E-Motoren. Um schnell laden zu können, muss die Temperatur in der Batteriezelle gleichmäßig verteilt sein und sie darf nicht zu hoch steigen. Mahle arbeitet hier mit der so genannten Immersionskühlung, dabei umströmt eine nichtleitende Kühlflüssigkeit die Zelle. Mit der Markteinführung für
batterieelektrische Fahrzeuge rechnet Mahle ab 2025. Der magnetfreie Elektromotor von Mahle ist ein Novum in der Elektromotorenentwicklung, er kommt ohne seltene Erden aus. Das macht die Herstellung umweltverträglicher und bringt Vorteile bei Kosten und Rohstoffsicherheit.

Das Thermomanagement, also Heizen und Kühlen, bildet den mit Abstand umsatzstärksten Geschäftsbereich von Mahle. Bis 2030 will das Unternehmen den Umsatzanteil, der unabhängig von Pkw-Verbrennern ist, von aktuell 60 Prozent auf 75 Prozent steigern.

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