Arbeiterkammer warntAnderl: "Immer weniger Frauen schaffen es gesund in die Pension"

Ab 2024 wird das Pensionsantrittsalter der Frauen schrittweise auf jenes der Männer angeglichen: von 60 auf 65 Jahre. Die Arbeiterkammer fordert Begleitmaßnahmen für erwerbstätige Frauen. Sonst drohe vielen eine Pensionslücke.

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Derzeit treten in Österreich weniger als die Hälfte der Frauen ihre Pension direkt aus der Erwerbstätigkeit an. © Gina Sanders - stock.adobe.com
 

Das gesetzliche Pensionsantrittsalter beträgt in Österreich für Frauen 60 Jahre, für Männer 65 Jahre, obwohl Frauen eine um mehr als fünf Jahre längere Lebenserwartung haben. Das frühere Frauenpensionsalter sollte historisch die Doppelbelastung und andere Nachteile von Frauen ausgleichen.

Kommentare (12)
Hgs19
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Ungerecht!

Das derzeitige Pensionssystem ist absolut männerdiskriminierend. Was will die AK da noch weiter Frauen begünstigen. Die AK soll mal auf die alleinerziehenden Väter schauen die heute auch die historischen Doppelbelastungen haben und 65 als Pensionsantrittsalter haben.

umo10
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Alte Frauen werden (im Handel) gekündigt

Sie sind nicht attraktiv genug für die Kunden, so schaut’s aus!

melahide
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Natürlich

ist es fair und gerecht, dass die Pensionsantrittsalter für alle Geschlechter gleich zu halten. In einer perfekten Welt würde ich mir persönlichen einen "Pensionskorridor" wünschen. Der von 60 bis 70 Jahre geht. Wenn ein Mensch mit 68 noch fit ist und gerne arbeitet, dann soll er weiter arbeiten. Wer mit 60 nicht mehr kann, der soll sich mit 60 schon verabschieden können. Ohne Abschläge! Wichtiger wäre mir persönlich da eher die Zeit, die einbezahlt wird. Wer 45 Jahre einbezahlt hat, der soll sowieso in Pension gehen können.

melahide
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Und die

generelle Arbeitszeitverkürzung für Frauen ist natürlich ein Blödsinn. ELTERN sollten ihre Arbeitszeit in den ersten 7 Jahren verkürzen dürfen, und dafür einen Ausgleich erhalten. Derzeit kann man ja "nur" auf Elternteilzeit wechseln, verzichtet damit aber natürlich auf viel Geld. Wenn es hier zB einen Steuerbonus gäbe, oder ein Teil des Ausfalls übernommen wird, bringt das viel mehr.
Warum sollte eine 20 jährige Frau 30 Stunden als "Vollzeit" haben? Was da wieder gefordert wird ...

Eine generelle 35-Stunden-Woche wäre sowieso einmal ein Anfang...

livius
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Angleichung des Regelpensionsalters

Es wird immer wieder vergessen, dass eine von der SPÖ geführte Bundesregierung 1995 per 2034 das Regelpensionsalter der Frauen dem der Männer angeglichen hat. Umgekehrt wäre es besser gewesen, denn dann würden die Männer um 5 Jahre weniger einzahlen und hätten automatisch auch wesentlich niedrigere Pensionen.
Heute ist es sogar so, dass Männern bei gewissen Pensionen der VERPFLICHTENDE PRÄSENZDIENST NICHT angerechnet wird, dadurch sind sie diskriminiert!
Warum immer alle Frauen, egal ob mit Kind oder ohne Kind immer gleich behandelt werden, ist auch nicht nachvollziehbar. Kinder müssten wesentlich stärker bei der Pensionsberechnung berücksichtigt werden, ebenso der Präsenzdienst.

Ifrogmi
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... entstand historisch gesehen...

... aus der Doppelbelastung?
Ich dachte, die waren alle Hausfrauen und durften gar nicht arbeiten gehen?
Oder wird hier je nach Bedarf und Windrichtung argumentiert?
Von chronisch Kranken oder zum dauerhaften Rehafall niedergearbeitete Männer müssen auch bis 65 durchhalten, sonst gibt es grobe Abzüge.
Sprich: diese Männergruppe muss auf fast 1/6 der Pension verzichten und darf nichts dazuverdienen.
Frauen, die mit 60 gehen und gleich viel einbezahlt haben, kriegen die volle Pension und dürfen dazuverdienen.
Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Mein Graz
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@ifrogmi

"Historisch gesehen" muss sich nicht aufs Mittelalter beziehen!

Meine Mutter (jetzt 92 J.) hat ihr Leben lang gearbeitet, 4 Kinder großgezogen, den Haushalt geführt, Haus gebaut - und das mit einem Mann, der außer zur Arbeit zu gehen NICHTS getan hat.

Auch in meiner Generation haben beide Elternteile gearbeitet, und obwohl der Mann im Haushalt seinen Beitrag geleistet hat blieb immer viel mehr Arbeit an der Frau hängen.

Und keiner fragt, ob auch die Frauen an chronischen Krankheiten leiden und "niedergearbeitet" sind, denn Frauen und besonders Mütter müssen "funktionieren".

Das hat sich bis heute kaum verändert.

DAS ist die Realität, die viele nicht sehen wollen.

hortig
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@Mein Graz

Vollkommen richtig, es gibt gerade in der Generation der 8o jaehrigen Frauen sehr viele , die sich mit einer Mini Pension durchs Leben schlagen müssen, das ist keine Wählerschicht, daher werden sie vergessen

Schrofranz
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Fehlende Beitragszeiten

Es wird nur immer vom Pensionsantrittsalter gesprochen.
Wie errechnet sich die Pension?
Von den Beitragsjahren und vom Einkommen während der aktiven Zeit.
Somit: Wenig Beitragsjahre schlecht, wenig Einkommen schlecht.
Zu den Maennern: Wenn Mann mit 62 in Pension geht und nur 44 Beitragsjahre hat, so hat er 15,3 % Abschlag, wo sind die Privilegien?
Dieser hat seine Pension sicher schon zweifach erarbeite.

SoundofThunder
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🤔

Und ab 2024 wird das Pensionsantrittsalter der Frauen an das der Männer angeglichen. Das verschlimmert die Lage für die Frauen noch.

alher
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Wenn knapp die Hälfte der Frauen den Pensionsantritt schaffen

Was ist dann mit uns Männer wenn die Frauen ja laut Statistik 5 Jahre älter werden???

sigridmaria
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Gleichstellung

das kann erst Thema sein wenn für Frauen eine Gleichstellung bei Einkommen, Karrieremöglichkeiten, etc. erfolgt ist.