Experte Thomas SchröckGlänzende Geschäfte: Durch Corona boomen Edelsteine als Anlageform

Kryptomillionäre, Erben, Privatiers: Immer mehr Östereicher kaufen Edelsteine, um Geld anzulegen. War die Anlageform bisher typisch für Vermögende, erreicht sie als Folge der Corona-Krise die Mittelschicht, sagt der Wiener Händler Thomas Schröck.

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© AFP
 

Nullzinsen und Inflationsangst treiben das Interesse an realen, greifbaren Anlagegütern an: Gold zum Beispiel oder Immobilien. Aber auch Edelsteine erleben während der Pandemie ein Revival. Wer alles hat, diversifiziert weiter und kauft – gerade jetzt – Smaragde, Saphire oder Rubine, sagt Gemmologe Thomas Schröck, der in Wien das Edelsteinhandelsunternehmen The Natural Gem führt. „Die Wohlhabenden bleiben in der Krise wohlhabend bzw. sie vermehren ihr Vermögen sogar“, beobachtet Schröck. „In meinem Unternehmen gehen kleinere Aufträge zurück, größere steigen.“ Schröck bietet über seine Rubin AG auch Edelstein-Genussrechte. „Aber 90 Prozent der Kunden wollen die physischen Steine, die sie in ihren Tresor geben, verstecken oder sogar vergraben.“ Edelsteine stellen einen großen Wert in kleiner Form dar, können daher leicht weitervererbt werden. Eine nicht unwesentliche Intention vieler Investoren. Schenkungs- und Erbschaftssteuer ist keine zu bezahlen.

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