So ging Lenzing von BordMasken-Krimi um Hygiene Austria: Eine Trennung mit Hindernissen

Der Lenzing-Konzern hat sich vom Maskenhersteller Hygiene Austria verabschiedet und seine Anteile an den bisherigen Partner Palmers abgegeben. Ganz friktionsfrei dürfte die Trennung nach dem Skandal um Masken aus China nicht gewesen sein.

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Palmers- Vorstand Tino Wieser und Lenzing CEO Stefan Doboczky (R.) während einer Präsentation der Palmers und Lenzing AG zum 'Start einer Maskenproduktion' am Freitag, 8. Mai 2020
Palmers- Vorstand Tino Wieser und Lenzing CEO Stefan Doboczky (R.) während einer Präsentation der Palmers und Lenzing AG zum 'Start einer Maskenproduktion' am Freitag, 8. Mai 2020 © (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
 

"Freunde" waren die Geschäftspartner Lenzing und Palmers schon nicht mehr, als Anfang März die Ermittler der Wirtschafts- und Korruptionsstaatanwaltschaft mit Bolzenschneidern und Rammbock am Produktionsstandort Wiener Neudorf auftauchten. Lenzing hätte mit dem Skandal um chinesische Masken, die als österreichische in den Markt gingen, am liebsten nichts zu tun gehabt. Bei der Bilanzpräsentation des Börse notierten Konzerns drehten sich die meisten Fragen um die Hygiene Austria. Bei der Hauptversammlung am 14. April kann sich Lenzing Fragen der Aktionäre elegant mit dem Hinweis auf den Verkauf seines 50,1prozentigen Anteils ersparen.

Kommentare (1)
dieRealität2020
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4
Lesenswert?

kurz gesagt. 5 Jahre ist Lenzing noch in der gewerbe- und handelkserechlichen Verpflichtung dabei. Daraus gibts keine Befreiung.

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Lenzing erwartet sich eine spätere Begleichung der Kaufsumme durch den alleinigen neuen Besitzer. Warum nicht? Kein Problem. Es wird weiterproduziert und verkauft. Die Verkaufsstrukturen sind ja noch vorhanden.
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Für Käufer war und ist entscheidend das die Masken den gesetzlichen Voraussetzungen entsprochen habe. Wie so oft wird der Worst-Case zeigen, was nach Abzug der "Nebenkosten wie Strafen, Haftungen usw. schlicht und einfach überbleiben wird.
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Letztendlich könnte man sagen, dass unter der Prämisse dieses Sachverhaltes für das Unternehmen eine ansprechende PR herausgekommen ist:
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Hygiene Austria hat die Masken zudem noch einmal prüfen und zertifizieren lassen. Sowohl die in Österreich hergestellten als auch die aus China zugekauften seien in "jeder Hinsicht" als technisch einwandfrei beurteilt worden, heißt es in einer Mitteilung von Lenzing. Die erforderliche CE-Kennzeichnung wurde ebenfalls bestätigt, sie ist für den Verkauf der Masken wichtig.