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Corona-LockdownHotelier mit Klage wegen Betriebsunterbrechung erfolgreich

Der Tiroler Hotelier hat in erster Instanz am Landesgericht Innsbruck gegen seine Versicherung gewonnen, bei der er eine Seuchen-Betriebsunterbrechungs-Versicherung abgeschlossen hatte.

© APA/DPA/STEFAN SAUER
 

Ein Tiroler Hotelier hat offenbar erfolgreich gegen eine Versicherung wegen einer Corona-bedingten Betriebsunterbrechung infolge eines Lockdowns geklagt. Laut einem Urteil des Landesgerichts Innsbruck in erster Instanz muss die Versicherung für die Betriebsunterbrechung aufkommen, teilt die Erste Allgemeine Schadenshilfe AG (EAS) am Dienstag mit.

Der Hotelier hatte die Allianz Versicherung geklagt, bei der er vor Jahren eine derartige Betriebsunterbrechungsversicherung abgeschlossen hatte. Der Anwalt des Hoteliers machte den Unterbrechungsschaden im Zusammenhang mit der Covid-19-Gesetzgebung geltend. Das Gericht habe nunmehr ausgesprochen, dass der Hotelier seine Forderung zu Recht stellt. Sämtliche Einwendungen der Versicherung seien verworfen worden.

Rechtsanwalt Hans-Jörg Vogl hielt die Wahrscheinlichkeit, dass das nicht rechtskräftige Urteil in der Instanz hält, für sehr groß: "Nach unserem Dafürhalten können Hoteliers, die eine sogenannte Seuchen-Betriebsunterbrechungs-Versicherung abgeschlossen haben, im Falle eines Prozesses mit Optimismus in die Zukunft blicken. Mit einigen Versicherungen ist es uns übrigens zusätzlich gelungen, einen tragfähigen Vergleich herbeizuführen". Versicherungsunternehmen würden bei Betriebsunterbrechungsversicherungen oft taktieren und Versicherte mit niedrigen Summen abspeisen, kritisiert EAS-Vorstand Manfred Rädler.

Kommentare (1)
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dieRealität2020
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15
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generell gesehen, darum schließt man ja eine Betriebsunterbrechungsversicherung ab,

da sehe ich nach meineer Meinung keine Hindernisgründe warum die Versicherung nicht zahlen sollte. Natürlich wird es dazu eine Menge Details geben. Wie im Detail die Ursache aus meiner Sicht genannt wird ist genaugenommen unwesentlich. Ob durch Seuche oder Pandemie wo sollte da eine Unterschied aus betriebswirtschaftlicher Sicht sein?