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Verfügbarkeit verlangtSpar will Mindestbestellmengen von Lieferanten nicht mehr akzeptieren

Die Lebensmittelkette verlangt von seinen Partner, um Weihnachten verfügbar zu sein.

© dpa/Kay Nietfeld
 

Der Handelskonzern Spar will Mindestbestellmengen von seinen Lieferanten nicht länger akzeptieren. Spar ersuche um Verständnis dafür, dass "ab sofort und bis auf weiteres keine Mindestbestellwerte" akzeptiert würden, zitierte der "Standard" am Wochenende aus einem Brief der Hauptzentrale in Salzburg an die Lieferanten. Zugleich verlangt die Lebensmittelkette von seinen Partner um Weihnachten verfügbar zu sein.

Wie die Zeitung berichtet, lässt der österreichische Handelskonzern die Unternehmer in dem Schreiben wissen, dass er künftig keine Lieferbeschränkung, keine Betriebsschließung und keine nicht verfügbare Ware während der Weihnachtsfeiertage dulden werde. "Wenn wir mit unseren 45.000 Mitarbeitern an die Leistungsgrenzen gehen, dann dürfen wir das auch von unseren Lieferanten erwarten."

Für kleinere Hersteller würden die Vorgaben höhere Kosten verursachen, etwa in der Logistik. Auch bedeuten Mindestbestellwerte für Lieferanten Planungssicherheit, die es etwa vor allem beim Anbau von saisonalem Obst und Gemüse braucht. Für die Lebensmittelhändler sind Mindestbestellmengen riskant, wenn sich Produkte nicht so gut verkaufen und die Händler auf der Ware sitzen bleiben.

Das Handelsunternehmen verteidigte gegenüber dem "Standard" den Brief. Spar habe rund um den Jahreswechsel 2019 unter erheblichen Versorgungsproblemen bei manchen Lieferanten gelitten. Diese hätten über Weihnachten Betriebsurlaub gemacht. Der Lebensmittelhandel habe über die Feiertage bis Heilige Drei Könige absolute Hochsaison. "Das ist, als würde in Schladming ein Hotel mitten in den Semesterferien schließen", sagte Pressesprecherin Nicole Berkmann.

Kommentare (27)

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FamDeutsch
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Was gilt für Konsumenten?

Logisch weitergedacht müssten dann auch Kunden 2 Kartoffel kaufen können und nicht unbedingt gleich einen ganzen Sack.

SagServus
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Logisch weitergedacht müssten dann auch Kunden 2 Kartoffel kaufen können und nicht unbedingt gleich einen ganzen Sack.

Kartoffeln liegen beim Spar zum Teil auch Lose auf. ;-)

Miraculix11
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Spar verlangt von seinen Lieferanten viel

Denn wenn die keinen Betriebsurlaub machen können heißt das ja nur dass Spar zu geizig ist sich Lager anzulegen.

paulrandig
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Was für ein Satz ist denn DAS, bitte?

"Zugleich verlangt die Lebensmittelkette von seinen Partner um Weihnachten verfügbar zu sein."

Seppkeindepp
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wenn du dir eine Schlange ins Bett holst

mußt damit rechnen das sie dich beißt

grötenwanderung
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regional

die gier ist ein schwein.

ronin1234
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Reaktion

Dann gibt es eben das Produkt im Moment nicht. Wird ja wohl kein überlebens notwendiges Produkt sein.

VH7F
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Spar wird mir immer unsympathischer,

Gewinnmaximierung mit Hilfe Marktmacht.

bimsi1
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Spar ist meine Lieblingsfirma.

Einfach tolle und regionale Qualität.

schteirischprovessa
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Die reden von regional und beziehen die Waren

Insbesondere für ihre Eigenmarken von Großunternehmen aus dem Ausland.
Die reden von kurzen Transportwegen und Umweltschutz, verkaufen manche Produkte als mit österreichischen Rohstoffen hergestellt, lassen die Zutaten über viele hundert km nach Italien liefern und die fertigen Produkte um genau so viele zurück nach Österreich.
Da muss man die Verpackung schon sehr genau lesen und fast Fachmann sein, um das mitzubekommen. Das gibt's auch bei der hauseigenen Biomarke.

melahide
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Reden

von regional - alle! Und verkaufen im September zu unserer Haupterntezeit schon Mandarinen und Satsumas ... wo es die besten Pfirsiche und Zwetschgen gibt ..

pesosope
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Ich glaube, da haben die Leser (Poster) einiges bzw. den Sinn der Sache nicht ganz verstanden

Spar akzeptiert keine Mindestbestellmenge mehr und wird DADURCH AUCH KEINE WAREN MEHR, WENN SIE NICHT VERKAUFT WERDEN KÖNNEN, VERNICHTEN MÜSSEN.
Zuerst verurteilen alle die Lebensmittelhändler, weil sie Waren vernichten müssen, jetzt ändern sie das System und werden dafür wieder kritisiert......oder haben einige das vielleicht gar nicht verstanden

SagServus
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.oder haben einige das vielleicht gar nicht verstanden

Im Grunde spart sich Spar mit der Vorgehensweise nur seine Lagerkosten.
Weil die Ware soll ja weiterhin in entsprechender Menge verfügbar sein. Nur halt beim Lieferanten.

glashaus
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@pesosope

damit fälkt ja das Risiko für Spar weg, etwas nicht zu verkaufen. Damit wird ja die Kalkulation leichter, wird jetzt dieser Vorteil an den Lieferanten oder Kunden in Form von günstigeren Preisen weitergegeben. Oder, was eher der Fall sein wird, er wird zur Gewinnmaximierung verwendet.

markus144
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Das Problem verschiebt sich aber nur...

Wenn die Lebensmittelketten die Mindestmengen nicht abnehmen, dann bleiben sie eben den Produzenten übrig und werden dort weggeworfen. Damit ist das Problem höchstens aus dem Kundensichtfeld verschwunden, aber letzten Endes noch immer da.

pesosope
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markus

Na dann müssen sie halt weniger, eben dem Markt entsprechend, produzieren. Es kann doch nicht sein, daß der Kunde mehr kaufen muss, weil der Produzent halt mehr produzieren will. Guter Mann, so dämlich ist die Welt noch nicht, aber drehen wir es einmal um und sie als Kunde MÜSSEN eine Mindestmenge kaufen, obwohl Sie wissen, dass Sie es nicht brauchen und einen Teil wegwerfen müssen. Würden Sie dann trotzdem dort kaufen?

HPHP
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aber Spar

will im gleichen Gegenzug keine Lieferbeschränkung und keine Nichtverfügbarkeit.
Das heißt der Lieferant trotzdem die Mengen produzieren, bleibt aber darauf sitzen und kann sie nicht so leicht verkaufen.
Spar hätte da doch noch die Möglichkeit diese vergünstigt abzugeben.
Und wenn du als Lieferant nicht verfügbar bist, wirst hat im nächsten Jahr nicht mehr auf der Lieferantenliste stehen.

Amadeus005
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Finde ich gut

Große Mindestbestellmengen implizieren Überproduktion und weggeworfene oder verdorbene Ware. Dann gibt es halt einmal manche Produkte nicht immer. Dann halt nicht für jeden ein Filetsteak zu Sylvester. Müssen halt manche zu Huftsteak oder Chicken Wings greifen. Oder umgekehrt.
Rahmenverträge mit unterem und oberen Limit gehen eh.

HPHP
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aber das will ja Spar auch nicht

sie verlangen von ihren Lieferanten eine Verfügbarkeit.

Hildegard11
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Der Kunde...

...als "Erzieher" hat halt völlig versagt und die Kleinen verschwinden lassen.

josepe62
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Das war von den Riesen ja zu erwarten!!!

Jeder soll sehr, sehr genau überlegen, wo er einkauft. Geht zu den kleinen Regionalversorgern oder zu den Direktvermarktern. Dort wisst ihr was ihr kauft, woher die Ware kommt und ihr bekommt auch ohne Punkte, Megaaktion und "alles fast geschenkt" einen guten Preis. So stärkt ihr die regionale Wirtschaft und nicht die Konten einiger Großaktionäre. Und für die Umwelt ist obendrein auch noch gut, wenn nicht alles kreuz & quer transportiert wird

Robinhood
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Boykott als Antwort auf Erpressung

Na dann werden wir halt nicht mehr beim Spar einkaufen.

kropfrob
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Na, und wo dann?

Glauben Sie, dass Rewe viel besser ist? Oder soll ganz Graz jeden Samstag zum Direktvermarkter aufs Land fahren?

styrianprawda
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@kropfrob

Die Direktvermarkter kommen so schon in die Stadt.
Nennt sich "Bauernmarkt".

Nur zu Ihrer Erhellung.

karher63
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Der Superkonzern

Was muss so eine Firma wie Spar in Österreich machen damit sie so mächtig werden ,der große Gewinner des Jahres 2020,das stinkt doch zum Himmel?????

petera
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Ja, die Helden müssen wieder ran...

... zur Maximierung des Gewinns der Handelskonzerne.

 
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