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DiskonterAldi-Erbe erstattet Anzeige gegen seine Familie

Der Erbstreit in der Aldi-Familie erreicht neue Dimensionen. Der Sohn von Aldi-Erbin Babette Albrecht soll seine Mutter und seine Schwestern angezeigt haben. Sie sollen sich rechtswidrig Millionen aus der Familienstiftung genommen haben.

Babette Albrecht
Babette Albrecht (Archivfoto): komplizierte Eigentümerstruktur © picture alliance / dpa
 

Die Staatsanwaltschaft im deutschen Kiel geht Untreue-Vorwürfen gegen Mitglieder der Unternehmerfamilie Albrecht (Aldi Nord) und einen Rechtsanwalt nach. "Bei uns ging im August eine private Strafanzeige wegen des Vorwurfs der Untreue zum Nachteil der Jakobus-Stiftung ein", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler.

Die Anzeige stammt laut Presseberichten von Nicolay Albrecht. Er wirft seiner Mutter Babette Albrecht, seinen vier Schwestern sowie deren Anwalt Untreue vor. Die Familienmitglieder sollen sich im vergangenen Jahr Ausschüttungen in Millionenhöhe von einer Firmenstiftung genehmigt haben - mit Unterstützung ihres Anwalts.

Bei Aldi Nord tobt seit Jahren ein Erbstreit. Hintergrund ist die komplizierte Eigentümerstruktur. Das Unternehmen gehört drei Stiftungen mit Sitz in Schleswig-Holstein: der Markus-, der Lukas- und der Jakobus-Stiftung. Große Investitionen und wichtige Entscheidungen können von den Stiftungen nur einstimmig freigegeben werden.

Klage durch zwei Instanzen

Zwar können die Stiftungen durchaus Gelder an die Familie ausschütten, doch entscheidet darüber der jeweilige Vorstand. Der ist aber nach diversen juristischen Auseinandersetzungen noch immer nicht rechtmäßig besetzt. Der Jakobus-Stiftung stehen bis heute zwei Töchter Babettes sowie der Anwalt, der von der Familie die Generalvollmacht erhalten hat, vor. Das wollte Vater Berthold vor seinem Tod unbedingt verhindern. In zwei Instanzen klagten seine Nachkommen, bei beiden verloren sie. Die Urteile sind noch immer nicht umgesetzt, wonach der Vorstand hätte neu besetzt werden müssen. Nach Lesart von Nicolay Albrecht haben sich seine Mutter und seine Schwestern Gelder selbst ausgeschüttet, die sie in dieser Höhe nie bekommen hätten, wäre der Vorstand der Stiftung verändert worden.

Die Erben des 2012 verstorbenen Aldi-Gründersohns Berthold Albrecht erlitten zuletzt 2019 vor dem Bundesverwaltungsgericht eine weitere Niederlage. Die Leipziger Richter entschieden, eine Revision der Erben gegen das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts im Fall Aldi nicht zuzulassen.

Das Oberverwaltungsgericht hatte im Dezember 2017 eine Satzungsänderung in der Jakobus-Stiftung für rechtens erklärt, mit der Berthold Albrecht kurz vor seinem Tod den Einfluss der Familienerben auf die Geschicke des Diskonters eingeschränkt hatte.

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dieRealität2020
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also man kann sehen, eigentlich nichts Neues noch Aufregendes,

wenn es um Millionen geht dann wird schlicht und einfach das Recht, trotz Gerichtsentscheidungen, schlicht und einfach nicht anerkannt und gegenüber anderen Menschen abgesprochen. Erbschaftsstreitigkeiten gehen jedoch durch alle Gesellschaftsschichten.