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Marke zu verkaufenVier Interessenten für insolventen Modehändler Stefanel

In den 1990er-Jahren hatte der Stefanel-Konzern noch 1000 Filialen in 56 Ländern. Wer ihn jetzt haben will, muss zum Insolvenzverwalter.

© PUCH JOHANNES
 

Vier Unternehmen haben Interesse an der Übernahme des insolventen italienischen Modekonzerns Stefanel signalisiert. Die Interessenerklärungen trafen bei dem zuständigen Insolvenzverwalter Raffaele Cappiello ein. Verbindliche Angebote müssen bis Mitte September eingereicht werden.

Interessenten können Angebote für den gesamten Modekonzern oder für zwei getrennte Unternehmensbereiche einreichen: Die Marke Stefanel, mit dem Hauptquartier im norditalienischen Ponte di Piave und einem Netz aus 30 Shops in Italien, und für die Gesellschaft Interfashion, die Mode mit der Marke HIGH produziert.

Im April hatte Stefanel Österreich beim Handelsgericht Wien einen Antrag auf die Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. 52 Mitarbeiter sind betroffen. Die Umsätze in Österreich waren zuletzt sehr rückläufig. Dazu kam nun der Coronastillstand.

In den 1990er-Jahren hatte der Stefanel-Konzern noch 1000 Filialen in 56 Ländern. Damals war er auch noch in einer Reihe von kleineren österreichischen Bezirksstädten vertreten. Zuletzt gab es noch 400 Niederlassungen in 13 Ländern. Der Konzernumsatz brach von 2011 bis 2017 um etwa ein Drittel ein.

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