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CoronakriseKurzarbeitsgeld anteilig auch bei Krankenstand

Unternehmen in Österreich haben auf eine Spezialregelung für ''Corona-Kurzarbeit" gehofft. Und sie soll tatsächlich kommen: Das AMS übernimmt einen Teil der Kosten für Arbeitszeiten, die aufgrund von Krankenstand entfallen.

© APA/BARBARA GINDL
 

Was passiert, wenn ein Arbeitnehmern während der Kurzarbeit krank wird? Üblicherweise unterbricht ein Krankenstand die Kurzarbeit, der Arbeitgeber muss dann die Lohnkosten wieder übernehmen. Ein großes Problem für alle betroffenen Unternehmen, die von den Schließungen betroffenen sind.

Das AMS wird einen Teil der Kosten für Arbeitszeiten, die aufgrund von Krankenstand entfallen, übernehmen. Gibt es im Unternehmen Kurzarbeit und wird die Arbeitszeit etwa von 40 auf zehn Stunden reduziert, dann werden drei Viertel des Krankenstands vom AMS getragen, ein Viertel zahlt das Unternehmen, heißt es in einer aktuellen Aussendung von Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer.

Damit seien die Voraussetzung für Kurzarbeit noch besser geworden, so Mahrer und WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf in der Aussendung. Sie erinnern daran, dass Kurzarbeit unabhängig von Branche und Unternehmensgröße angewendet werden könne. "Wir gehen daher von weiterhin sehr großem Interesse an der Corona-Kurzarbeit aus", wird Kopf in der Aussendung zitiert.

Teure Extrem-Szenarien

Die Agenda Austria ha Szenarien in Sachen Kurzarbeit in Österreich ausgerechnet. Demnach kann Kurzarbeit wöchentlich bis zu einigen hundert Millionen Euro kosten.

Beispiel 1: Wenn zehn  Prozent der Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit um 70 Prozent reduzieren, würde das 100 Millionen Euro pro Woche kosten, hat die Agenda Austria errechnet.

Beispiel 2: Werden zehn Prozent der Arbeitskräfte zur Kurzarbeit angemeldet und reduzieren sie im Schnitt ihre Arbeitszeit um 90 Prozent, dann entstehen pro Woche 161 Millionen Euro an Kosten. Die von der Regierung versprochenen 400 Millionen Euro würden also keine drei Wochen reichen.

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