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CoronakriseWarum Amazon-Lieferungen bald einen Monat dauern könnten

Amazon stellt in mehreren Ländern darauf um, Güter des täglichen Bedarfs zu priorisieren. Zustellungen könnten in Zukunft länger dauern.

© AP
 

Amazon nimmt in Italien und Frankreich in der Coronavirus-Krise keine Bestellungen mehr für einige Artikel an, die nicht für das tägliche Leben wichtig sind. Das hänge auch damit zusammen, dass die Mitarbeiter in den Verteilzentren mehr Abstand voneinander hielten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. "Wir müssen unsere vorhandene Kapazität auf Artikel von höchster Priorität fokussieren."

Deswegen könnten auf den französischen und italienischen Websites von Amazon vorläufig "einige Artikel mit geringerer Priorität" nicht mehr bestellt werden. Bei Händlern, die ihre Waren über die Amazon-Plattform verkaufen, aber den Versand in Eigenregie übernehmen, gelte die Einschränkung nicht.

Vorsicht auf Online-Marktplätzen

Der Großteil der auf unterschiedlichen Online-Marktplätzen angebotenen Produkte entspricht laut einer aktuellen Studie nicht den in der EU gültigen Sicherheitsanforderungen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) ruft daher zur Vorsicht auf. In einer Stichprobe von 250 Produkten erfüllten zwei Drittel der Artikel nicht die erforderlichen Sicherheitsstandards.

Bei der gemeinsamen Untersuchung mehrerer europäischer Verbraucherorganisationen (unter anderem aus Deutschland, Italien und Belgien) wurden laut Aussendung unter anderem Elektrogeräte, Spielzeug, Körperpflegeprodukte und Bekleidung geprüft. Zu den Gefahren, die von den Produkten ausgehen können, gehören neben Gesundheitsschädigungen durch hohe Schadstoffbelastung auch das Auslösen von Bränden, das Risiko von Stromschlägen oder die Gefährdung durch Strangulation. Untersucht wurden Produkte auf Amazon Marketplace, AliExpress, eBay, Wish und LightInTheBox.

"Die vorliegende Untersuchung zeigt, wie riskant es sein kann, Produkte von Drittanbietern auf Online-Marktplätzen zu erwerben", sagt Christian Kornherr, Leiter des Bereichs Untersuchung im VKI. Kornherr empfiehlt größte Vorsicht bei Käufen im sogenannten "Marketplace". Bei den dort erworbenen Artikeln sei nicht garantiert, dass die jeweiligen EU-Vorgaben für die Sicherheit von Konsumentinnen und Konsumenten erfüllt werden.

Krisenmodell

Amazon hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, in seinen Logistikzentren die Bestände von medizinischen Artikeln und Waren des täglichen Bedarfs mit Vorrang aufzustocken, während Lieferungen anderer Produktkategorien länger vor den Toren warten könnten.

Dieses "Krisenmodell" hat Folgen. Zustellungen könnten in Zukunft länger dauern, mitunter einen Monat lang.

 

Kommentare (1)

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fans61
28
46
Lesenswert?

Wozu Amazon?

Bei vielen Händlern kann man direkt hier in Österreich bestellen.

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