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Thomas CookBei Österreich-Tochter gibt es ab 1. November keine Reisen mehr

Bei Thomas Cook Austria gibt es ab 1. November keine Reisen mehr. Die deutsche Thomas Cook sagte indessen alle Reisen bis Ende des Jahres ab.

© APA/AFP/OLI SCARFF
 

Mehr als zwei Wochen nach der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook sind alle Urlauber aus Großbritannien, die zum Zeitpunkt der Insolvenzerklärung unterwegs waren, wieder in der Heimat. Die letzte Maschine mit zurückgeholten Reisenden landete aus Florida kommend am Montagmorgen in Manchester. An Bord waren 329 Menschen. Damit ist die größte Rückholaktion der britischen Nachkriegszeit abgeschlossen. Insgesamt mussten mit der "Operation Matterhorn" rund 140.000 britische Kunden von Thomas Cook wieder nach Hause gebracht werden. Beteiligt waren 150 Maschinen von 150 Partnern weltweit.

Als nächstes will die Behörde nun ihr größtes Programm zur Wiedererstattung von Reisekosten starten. Dabei geht es um Pauschalurlauber, die durch die Air Travel Organiser's Licence abgesichert sind. Diese hätten Anrecht auf eine "komplette" Rückerstattung ihres Geldes.

"Können Durchführung nicht gewährleisten"

Inzwischen hat der insolvente deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook hat alle Reisen bis einschließlich 31. Dezember abgesagt. Das gilt auch, wenn sie bereits teilweise oder gänzlich bezahlt wurden. "Wir bedauern sehr, dass wir diese Reisen absagen müssen, können aber deren Durchführung nicht gewährleisten", sagte Stefanie Berk, Vorsitzende der Geschäftsführung. Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, ab 1. Dezember 2019 wieder operativ tätig zu sein und dann auch Reisen ab dem Jahresbeginn 2020 wieder anbieten zu können.

Der Versicherungsabwickler der Österreich-Tochter, Allianz Partners, hat unter Berufung auf Insolvenzmasseverwalter Günther Hödl mitgeteilt, dass nun auch alle Reisen ab Anfang November 2019 nicht mehr durchgeführt würden. Bis dahin waren Reisen bis Ende Oktober endgültig abgesagt gewesen.

Extrem hohe Haftungen

Über die Österreich-Tochter Thomas Cook Austria wurde das Konkursverfahren am 26. September eröffnet. Im Gegensatz zur deutschen Gesellschaft ist für die österreichische keine Sanierung angestrebt - wegen extrem hoher Haftungen für verbundene Gesellschaften muss das gesamte unternehmerische Vermögen liquidiert werden.

Suche nach Investoren

Für die deutsche Thomas-Cook-Gruppe liefen indes Gespräche mit Investoren. Es gebe zahlreiche Interessenten sowohl für die gesamte deutsche Thomas-Cook-Gruppe als auch für einzelne Unternehmensteile.

 

 

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