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Angebot versus GrundbuchImmobilienkauf: Feilschen lohnt sich

Angebotspreise sind meist nicht die Kaufpreise. Trotz der ungebrochen starken Nachfrage nach Immobilien kann man die Preise teils kräftig nach unten verhandeln.

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Trotz der ungebrochen starken Nachfrage nach Immobilien kann man die Preise teils kräftig nach unten verhandeln. Die Kaufpreise in den Inseraten stimmen meist nicht mit den dann im Grundbuch eingetragenen Summen überein. In Wien etwa war 2018 bei Wohnungen ein Abschlag zwischen 2 und 13 Prozent drin, wie das Online-Portal willhaben.at in einer aktuellen Erhebung feststellte.

Am geringsten war die Preisschere den Angaben zufolge bei Wohnungen in Vorarlberg und bei Häusern in Tirol, dort gab es also wenig Spielraum. Generell war das Auseinanderklaffen von Angebots- und im Grundbuch eingetragenen Kaufpreisen "bei Häusern rund um große Städte oftmals ein deutlich geringeres Thema als in ländlichen Regionen", so Immobilien-Expertin Judith Kössner.

Obwohl die Preisschere im abgelaufenen Jahr laut willhaben.at bei mehr als der Hälfte aller ausgewerteten Bezirke - sowohl bei Wohnungen als auch bei Häusern - weiter zuging, lohnte sich das Feilschen je nach Strandort zum Teil immer noch sehr. Am massivsten nach unten verhandeln konnte man die Preise den Grundbuchangaben zufolge in Kitzbühel, wo eine Differenz von rund 24 Prozent erhoben wurde, Liezen (rund 18 Prozent) und Kirchdorf an der Krems (rund 17 Prozent). Mit nur einem Prozent am wenigsten Abschlag war für die Käufer in Zell am See, Voitsberg, Tamsweg, Steyr, Schärding, Mistelbach, Klagenfurt Land, Imst, Bregenz und Amstetten drin.

In Wien gab es den größten Verhandlungsspielraum beim Kauf einer Eigentumswohnung der Erhebung zufolge in den Bezirken Mariahilf und Brigittenau (beide rund 13 Prozent), Josefstadt (rund 12 Prozent) sowie in Neubau, Hietzing und Ottakring (alle rund 11 Prozent), aber auch in Floridsdorf (rund 10 Prozent). In Wieden und Simmering hingegen betrug die Differenz zwischen Angebots- und Kaufpreisen im Schnitt nur etwa 2 und 3 Prozent. Die Verkäufer mussten dort anscheinend am wenigsten Abstriche von ihren Preisvorstellungen machen.

In den Bundesländern am deutlichsten nach unten verhandeln ließen sich dafür die Wohnungspreise in Tirol. Dort zahlten die Interessenten im abgelaufenen Jahr im Schnitt laut Grundbuch um etwa 15 Prozent weniger, als ursprünglich verlangt wurde. Wesentlich günstiger als anfangs angepriesen wechselten auch Wohnungen in der Steiermark, in Salzburg und in der Bundeshauptstadt den Eigentümer - im Schnitt wurden sie um rund 13 bzw. 12 und 11 Prozent heruntergehandelt. In Vorarlberg hingegen wurden die Bleiben um nur etwa 4 Prozent unter dem durchschnittlichen Angebotspreis gekauft.

Schere klafft in der Steiermark

Bei Häusern war die Differenz zwischen den von den Verkäufern ursprünglich angestrebten Preisen und den dann verbücherten generell größer als bei Eigentumswohnungen. Am stärksten klaffte die Schere im Bundesländervergleich in der Steiermark mit etwa 26 Prozent auseinander. Dahinter folgten Niederösterreich (rund 23 Prozent), Kärnten und Oberösterreich (beide rund 22 Prozent), das Burgenland (rund 20 Prozent) und - mit etwas Abstand - Salzburg (rund 16 Prozent) und Wien (rund 12 Prozent).

Im Wiener Umland gab es zum Teil sehr hohe Abschläge zum Angebotspreis von etwa 29 Prozent in Baden, 18 Prozent in Korneuburg oder 13 Prozent in Tulln, zum Teil aber auch fast gar keine wie beispielsweise im Bezirk Mödling.

Besonders spürbar nach unten verhandeln konnte man 2018 die Preise für Häuser in Gmunden (rund 33 Prozent), Spittal an der Drau (rund 32 Prozent) und Voitsberg (rund 31 Prozent).

willhaben.at hat laut Eigenangaben österreichweit mehr als 100.000 Anzeigen in Zusammenarbeit mit IMMOunited ausgewertet und dabei die Angebotspreise in den Anzeigen den letztlich im Grundbuch eingetragenen gegenübergestellt.

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