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Am MittwochSephora schließt US-Filialen für Anti-Rassismus-Schulung

R&B-Sängerin SZA wurde in einem Sephora-Laden in Los Angeles des Diebstahls verdächtigt: zu Unrecht. Sephora ist Teil des französischen Luxuskonzerns LVMH.

Kosmetikmarke Sephora
Kosmetikmarke Sephora © Sephora/KK
 

Die französische Kosmetikkette Sephora schließt am Mittwoch all ihre Filialen, Vertriebszentren und Verwaltungsbüros für eine Anti-Rassismus-Schulung in den USA. Grund ist ein Tweet von R&B-Sängerin SZA, sie sei in einer Sephora-Filiale in Los Angeles des Diebstahls verdächtigt worden. Der Sicherheitsdienst sei gerufen worden, "um sicherzustellen, dass ich nichts gestohlen habe", schrieb SZA.

Sie zeigte sich nicht nachtragend. "Wir hatten ein langes Gespräch. Hab' einen gesegneten Tag, Sandy", schrieb sie auf Twitter, offenbar an eine Mitarbeiterin adressiert. Die R&B-Sängerin SZA war bereits mehrfach für den Grammy nominiert, in diesem Jahr unter anderem für den besten R&B-Song.

Sephora reagierte umgehend: Der Konzern nehme Beschwerden wie diese sehr ernst und arbeite mit seinen Mitarbeitern daran, die Lage sofort zu verbessern, twitterte das Unternehmen. Am Mittwoch werde es "Workshops für alle Angestellten" geben. "Diese Werte stehen seit jeher im Zentrum von Sephora, und wir freuen uns auf jeden, wenn wir wieder öffnen."

Beispiel Starbucks

Sephora, Teil des französischen Luxuskonzerns LVMH, folgt mit der Anti-Rassismus-Schulung dem Beispiel der US-Kaffeekette Starbucks. Diese hatte dafür im Mai vergangenen Jahres die mehr als 8.000 Filialen in den USA für jeweils vier Stunden geschlossen. In einer Starbucks-Filiale in Philadelphia waren zuvor zwei Afroamerikaner unberechtigt festgenommen und in Handschellen abgeführt worden. Das löste eine Welle der Empörung, Proteste und Boykott-Drohungen aus. Starbucks büßte Schätzungen zufolge zwölf Millionen Dollar (10,7 Millionen Euro) an Einnahmen ein.

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