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British SteelGroßbritanniens zweitgrößter Stahlproduzent ist pleite

Der Stahlkonzern British Steel ist zahlungsunfähig. Für ihn gibt es keine Staatsgarantien. Er wurde unter Zwangsverwaltung gestellt. Tausende Arbeiter bangen um ihre Jobs.

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Arbeiter verlasen das Stahlwerk von British Steel in Scunthorpe © APA/AFP/LINDSEY PARNABY
 

Großbritanniens zweitgrößter Stahlkonzern British Steel ist pleite. Der Betrieb wird unter Zwangsverwaltung gestellt: Insolvenzverwalter von EY sicherten zu, den Geschäftsbetrieb der 5000 Mitarbeiter zählenden Gesellschaft aufrecht zu halten, viele davon in Scunthorpe rund 290 Kilometer nördlich von London.

Der Stahlhandel und die Belieferung der Kunden geht den Verwaltern zufolge weiter. Gleichzeitig würden die vom Gericht eingesetzten Insolvenzverwalter Optionen für die Sanierung prüfen. Die Gehälter der Mitarbeiter seien gesichert. Außer den 5000 Beschäftigten von British Steel müssen rund 20.000 Mitarbeiter bei Zulieferern um ihre Jobs bangen.

Stahlwerk von British Steel in Scunthorpe
Das Stahlwerk von British Steel in Scunthorpe steht jetzt unter Zwangsverwaltung Foto © APA/AFP/LINDSEY PARNABY

Keine Staatsgarantien

Das Unternehmen hatte sich in den vergangenen Tagen vergeblich um Staatsgarantien bemüht. Einem Insider zufolge hätte die ehemalige Tata Steel-Tochter eine kurzfristige staatliche Finanzzusage in Höhe von 30 Millionen Pfund (34 Millionen Euro) benötigt, um den Kollaps zu vermeiden. Bemüht hatte sich der Konzern um Staatsgarantien im Umfang von 75 Millionen Pfund (85 Millionen Euro). Das Unternehmen hatte zuletzt bereits ein Darlehen in Höhe von rund 120 Millionen Pfund aufgenommen.

"Schwierige Zeit"

Die Regierung habe alles versucht, um British Steel zu retten, sagte Wirtschaftsminister Greg Clark. Für eine finanzielle Unterstützung gebe es aber strenge Regeln. Es wäre illegal gewesen, den Anträgen der Firma nachzukommen. "Dies wird eine sehr schwierige Zeit für Tausende engagierte Stahlarbeiter, Zulieferer und in den Gemeinden", so Clark. Er werde mit dem Konkursverwalter und British Steel zusammenarbeiten, um die Zukunft der Standorte zu sichern.

In einem Brief an die Mitarbeiter machte Vorstandschef Gerald Reichmann in der vergangenen Woche die Unsicherheit über den Brexit sowie die schwache Nachfrage und hohe Rohstoffpreise für die Schwierigkeiten verantwortlich.

Der Name British Steel erinnert an den großen britischen Stahlhersteller, der 1967 durch die Verstaatlichung aus kleineren Privatfirmen entstand. Die Firma wurde aber 1988 privatisiert und fusionierte 1999 mit dem niederländischen Stahlwerk Koninklijke Hoogovens zu Corus. Corus wurde wiederum 2007 von Tata Steel gekauft, das heute der größte britische Stahlproduzent ist und zur indischen Tata-Gruppe gehört. 2016 wurden große Teile der britischen Tata-Steel-Aktivitäten wiederum an den privaten Investor Greybull Capital veräußert und als British Steel weitergeführt.

Kommentare (1)

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ichbindermeinung
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Briten sparen sich die 5,5 Milliarden an die EU

nachdem die Briten mit ca. 66 Millionen EW aus der EU austreten brauchen sie auch nicht mehr die ca. 5, 5 Milliarden im Jahr netto an die EU schicken u. somit dürfte es kein Problem mehr geben um Obiges zu lösen

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