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BrexitBritische Unternehmen starten Notfallpläne

Britische Konzerne rüsten sich für einen ungeordneten Brexit: Der Staubsaugerhersteller Dyson verlegt seinen Hauptsitz nach Singapur, die Reederei P&O flaggt ihre Schiffe um. Und Easyjet will heimische Aktionäre loswerden.

Wolken über London
Wolken über London © APA/AFP/JUSTIN TALLIS
 

Die Sorgen vor einem ungeordneten Brexit werden größer. Die Reaktionen aus der Wirtschaft folgen: Mehrere prominente britische Firmen kündigten Maßnahmen an.

Dyson will in Singapur E-Autos bauen

Der britische Staubsaugerhersteller Dyson etwa will seinen Hauptsitz nach Singapur verlegen. Er betont zwar, das habe nichts mit dem bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu tun, sondern mit der hohen Nachfrage in Asien. Dennoch ist das Timing der Ankündigung zumindest auffällig. Dyson-Gründer James Dyson ist ein Befürworter des Brexit. Er hatte bereits vergangenes Jahr angekündigt, er werde in Singapur Elektroautos produzieren.

 

James Dyson
James Dyson Foto © APA/AFP/CHRISTOPHE ARCHAMBAULT

Der britische Fährenbetreiber P&O kündigte an, seine im Ärmelkanal fahrenden Schiffe künftig auf Zypern zu registrieren. Betroffen seien insgesamt vier von insgesamt 20 Fähren. Die Umflaggung vor einem möglichen ungeordneten Brexit werde zu "weniger Inspektionen und Verspätungen" führen und damit zu einer höheren Frachtrate. Man werde so zudem die EU-Steuerregeln weiter anwenden können.

Eine P&O-Fähre verlässt den Hafen von Dover
Eine P&O-Fähre verlässt den Hafen von Dover Foto © APA/AFP/GLYN KIRK

Vorbereitungen für den Brexit

Der britische Billigflieger Easyjet treibt seine Vorbereitungen für den bevorstehenden Brexit ebenfalls voran. Wie die Rivalin Ryanair aus Irland versucht das Unternehmen, einen Teil seiner Aktionäre aus Großbritannien und anderen Ländern außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums loszuwerden.

Easyjet-Chef Johan Lundgren will sicherstellen, dass die Fluggesellschaft spätestens am 29. März - dem geplanten Brexit-Termin - mehrheitlich Eignern aus dem EU-Wirtschaftsraum gehört. Dies gilt als Voraussetzung dafür, dass seine Airline auf Strecken innerhalb der EU fliegen darf.

Der britische Autohersteller Bentley warnt seine Anleger und Kunden, dass ein ungeregelter Brexit dem Unternehmen die geplante Rückkehr in die Gewinnzone verderben könne. "Der Brexit ist der Killer", sagt Unternehmenschef Adrian Hallmark.

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