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WeltwirtschaftsforumWer heute zum Gipfel nach Davos kommt - und wer nicht

3000 hochkarätige Teilnehmer beim am Dienstag starteten Weltwirtschaftsforum in Davos: Wer kommt - und wer heuer fehlt.

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© APA/AFP/FABRICE COFFRINI
 

Rund 3000 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft werden ab heute beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos erwartet - Politiker, Topmanager und Wissenschaftler aus 110 Ländern. Wer ist dabei, wer nicht?

Die Liste der „Hochkaräter“ ist bemerkenswert, dennoch dominierten im Vorfeld vor allem jene großen Namen, die dem Treiben heuer fernbleiben: US-Präsident Donald Trump (hat mit dem Haushaltsstreit samt „Shutdown“ zu kämpfen), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der mit den Gelbwesten-Protesten konfrontiert ist, und natürlich die Brexit-gebeutelte britische Premierministerin Theresa May. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz wird indes ebenso mit dabei sein wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sowie Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. Zudem werden u. a. der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe sowie der umstrittene brasilianische Präsident Jair Bolsonaro erwartet. Aus der Wirtschaft reisen etwa die Top-Managerinnen Sheryl Sandberg (Facebook) und Ruth Porat (Google) in die Schweiz.

IWF sieht dunklere Wolken aufziehen

Es hat schon Tradition, dass am Tag vor der Eröffnung der Internationale Währungsfonds (IWF) eine gesamtwirtschaftliche Bestandsaufnahme präsentiert. Und diese fiel heuer äußerst durchwachsen aus. So senkte der IWF seine Wachstumsprognose für 2019 nochmals um 0,2 Punkte auf nun 3,5 Prozent. IWF-Chefin Christine Lagarde bemühte sich dennoch gleich zu Beginn der Präsentation um Beruhigung und betonte: „Eine globale Rezession steht sicher noch nicht vor der Tür.“ Dennoch sei aber „das Risiko eines stärkeren Rückgangs des weltweiten Wachstums sicherlich gestiegen“.

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Christine Lagarde Foto © APA/AFP/FABRICE COFFRINI

Kräftig abgesenkt wurde abermals die Wachstumsprognose von Österreichs wichtigstem Handelspartner Deutschland, sie wurde von 1,9 auf 1,3 Prozent nach unten korrigiert.

Neben dem schwelenden Handelskonflikt führt der IWF auch die Hängepartie um den EU-Austritt Großbritanniens und die Haushaltsschieflage in Italien, das abgeschwächte Wachstum in China sowie Turbulenzen an den Finanzmärkten als Gefahrenherde für die Konjunktur an. Lagarde forderte die Staaten zudem dazu auf, ihre Schulden abzubauen.

Auch der WEF-Präsident Børge Brende versprühte im Vorfeld des Forums keinen Konjunkturoptimismus. Er sieht die globale Konjunktur schwerwiegenden Bedrohungen ausgesetzt, wie er in der „Süddeutschen Zeitung“ ausführte. „Das globale Wachstum verlangsamt sich, es gibt viele dunkle Wolken da draußen.“ Er sprach von „geopolitischen Verwerfungen, die die Welt vergiften“. Es gebe zudem kaum Spielraum der Notenbanken gegenzusteuern.

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Sicherheitsvorkehrungen im Schweizer Nobelort Foto © APA/AFP/FABRICE COFFRINI

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