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Minus in Österreich Geschäfte bei Vapiano laufen schlechter als erwartet

Schwache Geschäfte in Europa haben die Restaurantkette Vapiano in den ersten neun Monaten 2018 ausgebremst. Unter dem Strich rutschte die Pizza- und Pastakette in die roten Zahlen.

© vapiano
 

Eine Prognosesenkung brockt Vapiano den drittgrößten Kursrutsch der Firmengeschichte ein. Die Aktien der deutschen Restaurant-Kette fielen am Mittwoch um bis zu 10 Prozent auf 6,85 Euro. In Österreich machte die Vapiano Restaurant Betriebs- und Beteiligungs GmbH im Jahr 2017 laut FirmenCompass einen Verlust von 1,7 Millionen Euro bei einem Rohergebnis von 19,9 Millionen Euro.

Die Österreich-Betriebsgesellschaft wies zum 31. Dezember 2017 ein negatives Eigenkapital in der Höhe von minus 3,9 Millionen Euro aus. "Die Vapiano SE, Köln hat zugunsten der Gesellschaft am 18. September 2018 eine Rangrücktrittserklärung bis zu einer Höhe von EUR 4.000.000,00 und am 28. Februar 2018 eine unwiderrufliche, harte Patronatserklärung mit Gültigkeit bis die Gesellschaft kein negatives Eigenkapital ausweist und gleichzeitig die URG-Kennzahlen erfüllt, abgegeben", heißt es im Jahresabschluss 2017.

13 Millionen Euro Verlust

Zur deutschen Vapiano SE gehören in Österreich noch die Vapiano Österreich 2018 GmbH, die Walfischgasse 11 "Moulin Rouge" Gastronomie GmbH und die VAP Denmark II GmbH.

Schwache Geschäfte in Europa haben die Restaurantkette Vapiano in den ersten neun Monaten 2018 ausgebremst. Unter dem Strich rutschte die Pizza- und Pastakette in die roten Zahlen. Der bereinigte Verlust belief sich auf 13,2 Millionen Euro, wie Vapiano am Mittwoch in Köln mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Vor allem gestiegene Abschreibungen wegen höherer Investitionen sowie höhere Zinskosten waren die Gründe, was an der Expansion von Vapiano mit neuen Restaurants und Zukäufen lag.

220 Restaurants in 33 Ländern

Das Vapiano-Management hatte bereits am Vorabend seine Ziele für 2018 gesenkt. Nicht zum ersten Mal: Bereits im September hatte die Gesellschaft auch wegen einer Flaute auf dem schwedischen Markt seine Prognose reduziert. Auch im dritten Quartal stand nun ein Verlust.

Von Jänner bis September konnte Vapiano zwar seinen Umsatz dank neuer Restaurants und Übernahmen im Vorjahresvergleich um 15 Prozent auf 271,4 Millionen Euro erhöhen, auf vergleichbarer Fläche gingen die Erlöse aber um 0,3 Prozent zurück. Während es in Deutschland und außerhalb Europas besser lief, blieb Schweden auch nach neun Monaten ein Knackpunkt.

Zum 30. September betreibt das Unternehmen 220 Restaurants in 33 Ländern. Vapiano eröffnete in den ersten neun Monaten weltweit 18 Restaurants. Das Angebot zum Mitnehmen und Liefern nach Hause bietet Vapiano inzwischen an 120 Standorten in 16 Ländern an.

Kommentare (16)

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schteirischprovessa
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Das was dort geboten wird,

ist schlechte bis bestenfalls mittelmäßige Qualität zu deutlich überhöhten Preisen. Das so ein Konzept langfristig nicht funktionieren kann, entspricht eigentlich den Erwartungen.

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teacup
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Konzept

Das Essen bei Vapiano ist nicht schlecht, allerdings kommt das Konzept, sich für sein Menü in 3 verschiedene Schlangen anstellen zu müssen, generell nicht gut an. Abgesehen davon finde ich die Einrichtung nicht unbedingt einladend. Die Barhocker und hohen Tische sind einfach ungemütlich und Menschen, die sich aus welchem Grund auch immer schwer tun, sich da raufzusetzen, gehen auch lieber in ein anderes Restaurant, wo man normal sitzen kann.

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siral1000
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kein wunder

mich wundert eher, dass es die kette bei den preisen überhaupt noch gibt. für solche preise auch noch anstellen...

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Bumsdi
3
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Für selber arbeiten auch noch zahlen?

Das Preis-/Leisungsverhältnis passt für eine Selbstbedienungskette leider gar nicht. Allerdings: das Personal in Österreichs Filialen ist sicher freundlicher und netter als in D. Die allerletzte derartige Filiale befindet sich in Berlin am Alexanderplatz. Wer dort einmal war, geht wohl nie mehr in ein Vapiano ...

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levis555
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Die Preise der Ethnolokale im Innenbereich unserer Grossstädte (sind eh nur 2 oder 3, je nach Betrachtungsweise)

sind halt zu niedrig, um bei einem Gastrokonzept, welches in Deutschland funktioniert, für entsprechende Frequenz zu sorgen. Ein Pseudoitaliener aus Deutschland ist nicht unbedingt das, worauf man bei uns gewartet hat. Man erinnere sich daran, wie lange sich die McDonald Franchisenehmer bei uns in eher prekären Verhältnissen herumgefrettet haben, ehe dIe Geschmacksneuronen des Österreichers, oder des Österreich heimsuchenden Touristen, so abgestumpft waren, dass der Besuch dieser Lokalitäten über eine bestimmte kritische Masse hinausging.
Vapiano oder ähnliche systemgastronomische Heimsuchungen werden auch bei uns profitabel sein, es ist nur eine Frage, wie schnell der Anspruch an eine Mahlzeit sinkt

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styrianprawda
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@lwvis555

So so, die Preise sind zu niedrig um für Frequenz zu sorgen?

Um wieviel teurer sollen die denn noch werden, dass man sich das für Selbstbedienung "antut"?

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levis555
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Das mit dem sinnerfassenden Lesen...

....müssen Sie halt noch üben...

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styrianprawda
1
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@levis555

Was, als ein "Ethnolokal" ist Vapiano denn?

Daher: vielleicht sollten Sie die "klare schriftliche Ausdrucksweise" üben?

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Bumsdi
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wo geht es in Deutschland besser?

Auch in Deutschland schraubt Vapiano gerade die Gewinnerwartungen in den Keller.

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Ichweissetwas
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Pizza und Pasta gibt fast überall,

schneller und günstiger!

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styriafoto
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Konzept ganz einfach nicht stimmig

Die Preise sind gleich hoch wie bei einem guten Italiener mit dem Unterschied, dass man sich selbst in der Schlange anstellen muss wie in einer Heereskantine. Der fehlende Service mag zwar von so manchem/mancher als "tolles Konzept" empfunden werden - für mich bedeutet es ganz einfach weniger Komfort und das ohne Kostenersparnis. Zwei mal ausprobiert, als stressig empfunden und nun gehts ganz einfach wieder zum Don Camillo ;-)

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plolin
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Dann sollen

sie billiger werden, ganz einfach

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grabenwarter2015
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Keine Überraschung

Vapiano Murpark, Bestellung in der Eröffnungswoche : ein Mineral Zitrone bitte. Antwort : das Mineralwasser bekommen Sie bei mir (Erdgeschoß), die Zitrone müssen Sie an der Bar im 1.Stock holen. Kein Kabarett, tatsächlich so passiert.

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büffel
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nicht zu toppen

😂

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fastlife
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passt scho so...

Bewegung schadet eh net!

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Eyeofthebeholder
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Das überrascht jetzt nicht weiter,

bei dem unterirdischen Preis-/Leistungsverhältnis bei den Speisen.

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