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Höhere TarifeDas ändert die Post bei der Briefzustellung

Die Post kündigt für den Sommer Änderungen bei der Briefzustellung an. Es gibt drei Geschwindigkeiten und daher auch drei teils höhere Tarife.

© Jean-Pierre - Fotolia
 

Briefe und Päckchen sind bei der Österreichischen Post ab 1. Juli mit drei unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs. Kostete der Standardbrief bisher 68 Cent und wurde am nächsten Tag zugestellt, sind es nun 80 Cent ("Prio"-Tarif), hat der Versender zwei bis Tage Zeit, dann zahlt er für den "Eco"-Tarif 70 Cent.

Reichen vier bis fünf Tage auch, dann bietet sich der "Eco Business"-Tarif um 65 Cent an. Teurer wird auch der eingeschriebene Brief (2,30 statt 2,20 Euro).

Die neuen Zeitspannen für die Zustellung gelten auch für die Päckchen-Tarife. Das Medium-Päckchen mit Zustellung am nächsten Tag schlägt dann mit 4,20 statt 4,00 Euro zu Buche, dürfen es zwei bis drei Tage zur Auslieferung sein, so sind es weiterhin 4,00 Euro.

So funktioniert es

Doch nicht nur die Preise ändern sich, auch das Handling. Der "Eco"-Brief kann bei der Einzelzustellung nicht mehr in den Briefkasten geworfen werden, er muss in der Filiale abgegeben werden. Briefmarken gibt es dafür keine, das Kuvert ist schon vorfrankiert und wird in den Postfilialen verkauft.

Postchef Georg Pölzl begründete die Umstellung heute mit einer erheblichen Kosteneinsparung, ohne dass das Service darunter leide. "Wer braucht schon einen Strafzettel am nächsten Tag", so Pölzl vor Journalisten. Die Kostenreduktion entstehe durch die größere Flexibilität auf der "letzten Meile" der Zustellung. In Kombination mit der Werbepost, die seit einigen Jahren nicht mehr täglich zugestellt wird, sei so eine Reduktion der Tage, an denen einer der 9.000 Postzusteller läutet, reduzierbar.

Weniger Briefe

Außerdem müsse die Post, wolle sie weiter erfolgreich sein, auf den stetigen Rückgang beim Briefaufkommen reagieren, betonte Pölzl.

Der Rückgang des Briefgeschäftes liegt bei fünf Prozent jährlich, im Privatkundenbereich gar bei zehn Prozent. 12 Euro gibt eine Privatperson im Schnitt pro Jahr für Briefe aus, gleichzeitig empfängt sie Post im Wert von 90 Euro, rechnet die teilstaatliche, börsenotierte Post AG vor.

Einmal mehr konnte Pölzl heute zufriedenstellende Bilanzzahlen für das 1. Quartal 2018 präsentieren. Der Umsatz blieb mit 490,6 Millionen Euro stabil, wobei er im Brief- und Filialbereich um 3,5 Prozent nachgegeben hat, während es beim Paket ein Plus von 12,9 Prozent gab. Das Betriebsergebnis (Ebit) legte um 4,3 Prozent auf 56,7 Millionen Euro zu, das Vorsteuerergebnis um 7,7 Prozent auf 58,4 Millionen Euro. Die Ebit-Marge erhöhte sich im Jahresvergleich von 11,1 auf 11,6 Prozent. Der Ausblick mit einer stabilen Entwicklung über das Gesamtjahr wurde beibehalten.

Auf der Suche nach einem Bank-Partner

Zur Trennung von der BAWAG meinte Pölzl, dass jene Filialen, die noch in BAWAG-Räumen untergebracht sind, großteils durch eigene Poststellen oder Postpartner ersetzt werden. Es gäbe Gespräche mit mehreren Bankdienstleistern, mehr wollte Pölzl dazu nicht verraten. 70 Filialen seien von der Scheidung mit dem BAWAG betroffen.

Nichts Neues berichtete Pölzl über den Streit mit den Mehrheitseigentümern beim türkischen Paketzusteller Aras Kargo, an dem die Post 25 Prozent hält. Hier laufe das Schiedsgerichtsverfahren weiter.

Kommentare (13)

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H260345H
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WENN`S nur stimmt, dass der Brief

um 80 Cent am NÄCHTEN TAG zugestellt wird, denn schon bisher dauerte ein Brief um 68 Cent (angeblich am NÄCHSTEN TAG zugestellt) z. B. von HARTBERG nach BAD WALTERSDORF bis zu FÜNF Tagen, zwei Tage sind beinahe die Regel!
NICHT ANDERS wird es mit den 80 Cent-Briefen sein, das ist ganz leicht zu prognostizieren!

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wabra149a
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So ein Schmarren!

Völlig undurchsichtig! Post zu versenden ist mittlerweile schon eine Wissenschaft. Wer soll sich da noch auskennen?

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rahuder
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Idioten-Verein

Wenn geht, nur mehr mit Internet.
Was hier geschieht kann nur von einen ganz"intelligenten" Versager geplant worden sein.
Landbevölkerung ist ist für dieses "Kasperl" wohl ein Fremdwort.

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HEIGON
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gute Idee

weniger Filialen, Eco-Briefe müssen in Filialen abgegeben werden, wird immer schwieriger, hoffentlich mischen sich da auch die privaten Zustelldienste ein, damit man mehr Möglichkeiten hat. Idiotenverein die Post

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karlmayerkainach
3
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Kundennähe

Großartige Ideen, die da der Post-Chef Pölzl mit seinen Schreibtisch-Theoretikern präsentiert. Bisher hat die Zustellung am nächsten Tag reibungslos funktioniert, wenn ich den Brief in den Postkasten geworfen oder unserem sehr servicebewussten Zusteller mitgegeben habe. Da in unserem Ort keine Post mehr ist, muss ich nun mit meinem Brief zehn Kilometer weit zur Post-Servicestelle fahren, mich am Schalter anstellen, wenn der Brief am nächsten Tag beim Empfänger sein soll. Und: Darf ich da neben dem 80-Cent Brief auch meinen 70-Cent-Brief gleichzeitig aufgeben?

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bitteichweisswas
0
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ich will ja nicht schulmeistern, aber ...

Prio (80ct) = auch im gelben Briefkasten
Eco (70ct) = nur beim Post-Partner (Filialen gibt es eh fast keine mehr)

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GordonKelz
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DIE POST ....

....ändert gar nichts ,es geht nur darum das es in atemberaubender Geschwindigkeit immer teurer wird ,alles andere ist Augen=
auswischerei !!
Gordon Kelz

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Armergehtum
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Wie kennt man dann die Postler auseinander ?

Trägt der Schnelle Zusteller Sportbekleidung und Turnschuhe bzw. wird die Schneckenpost dann von jenen Beamten mit Ärmelschonern zugestellt ?
Bin gespannt wie viel Geld dann Überschüssig erwirtschaftet wird, wenn die Briefe extra gebremst werden müssen, damit sie der Geschwindigkeit angepasst, zugestellt werden.
Was geschieht dann mit dem eingesparten Geld ?

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tomtitan
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Der schnelle Zusteller trägt einen roten Schal -

das ist nämlich seine Zunge ;-))))

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lupinoklu
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Kundenvertreibung um jeden Preis!!!

Für Computerkundige empfehle ich nur: So weit wie möglich alles mittels Mail und eingescannten Dokumenten schicken, sofern dies vom Empfänger geduldet wird. Für die andern postvergewaltigten Kunden empfiehlt sich der günstigste Tarif. Schon jetzt langen in der Regel die Briefe nicht am nächsten Tag im selben Ort ein. Von außerorts rede ich gar nicht. Klar - bei den Managergehältern und Aktienhaien bei der Post ist es das Leichteste, die Kunden zu schröpfen. Und anständiges freundliches Service??? Für die Mehrzahl der Mitarbeiter ein unbekanntes Fremdwort!!!

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plolin
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Noch langsamer?

Mein Briefträger kommt sowieso nur mehr jeden zweiten Tag. Sehr kundenfreundlich. Wenn man sich beschweren will, ist niemand dafür zuständig.

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masterplan2k12
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Die Post

ist als Börsennotiertes Unternehmen nicht wirtschaftlich zu führen und gehört schnellstens wieder verstaatlicht, bevor es zu spät ist. Vielleicht wird dann die versorgung am Land auch wieder besser.

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Felicia
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Was soll das, ....

Ich gebe also z. b. zwei Briefe auf. Einmal um 0,80 Cent und einmal um 0,65 Cent.
Da bleibt der letztere dann ein paar Tage im Postamt liegen. Wie schwachsinnig ist das den. Vor kurzem musste ich von der Firma aus eine größere Menge Briefe aufgeben. Da wurde ich schon mal von einer etwas sehr frustrierenden Mitarbeiterin sehr unfreundlich angeschnauzt, ich soll das gefällst alles selber stempeln. Sie hat dafür keine Zeit. Jedoch ist sie dann daneben gestanden und hat blöd in die Luft geschaut. Mit so einer Arbeitsauffassung hätte ich z. B. schon lange keinen Job mehr.

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