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Lebenswerk-Primus

"Ein Diagnostiker der Zeit und Gesellschaft"

Jochen Pildner-Steinburg hat die wirtschaftliche, politische und sportliche Landschaft der Steiermark geprägt. Der Industriekapitän und "Homo politicus" wurde mit dem Primus für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Jochen Pildner-Steinburg und Hubert Patterer
Jochen Pildner-Steinburg und Hubert Patterer © Ballguide/Pajman
 

Einer der Höhepunkte der Gala war einmal mehr der Primus für das Lebenswerk, mit dem heuer dem jahrzehntelangen Schaffen von Jochen Pildner-Steinburg Rechnung getragen wurde. In einer launigen Laudatio beleuchtete Alt-Landeshauptmann Franz Voves das Wirken des Industriellen, der heuer nicht nur als IV-Präsident das Zepter an die nächste Generation übergibt, sondern auch in seinem Unternehmen GAW technologies das Ruder an seine Tochter Nina weiterreichte.

 

Voves, Reiterer, Pildner-Steinburg, Patterer
Voves, Reiterer, Pildner-Steinburg, Patterer Foto © Ballguide/Pajman

Hubert Patterer, Chefredakteur der Kleinen Zeitung, charakterisierte Pildner-Steinburg als "Diagnostiker der Zeit und Gesellschaft".

Aus der Laudatio von Franz Voves:

  • „Ich hatte das Gefühl, dass manche unsere Freundschaft als ungewöhnlich sehen. Das wurzelt in unserer Jugend und unserer gemeinsamen Liebe zum Sport. Wir haben Werthaltungen mitgenommen.“
  • „Wir studierten beide Wirtschaftswissenschaft, er der Unternehmersohn, ich das Arbeiterkind. Jochen Pildner-Steinburg war zeit seines Lebens homo politicus. Darin bestanden die strengsten Prüfungen unserer Freundschaft. Bei den Sommerfestreden dachte ich immer: Warum bleibt er nicht höflich-penetrant, nein, er ist direkt, wohl, weil er im Eishockey Mittelstürmer wie ich war.“
  • „Wenn die Mitarbeiter am Samstag bei der Firma vorbeigefahren sind, wussten sie, dass ihr Chef arbeitet. Und sie wussten, dass erdamit auch ihren Job sichert.“
  • „Mitarbeiter haben für ihn denselben Stellenwert wie Führungskräfte. Und es kann sogar sein, dass er einen Mitarbeiter trotz Verfehlungen nicht entlässt, weil dieser sonst in ein Loch gefallen wäre. Er ist ein Verfechter der zweiten Chance, aber nicht der dritten.“

    Foto © Ballguide/Pajman
  • „Er ist kein Ideologe, er ist Humanist und Idealist. Er würde sagen, er ist ein Realist.“
  • „Gemeinsames zu tun und sich für das Gemeinwohl einzusetzen, ist ihm wichtig.“
  • „Er ist eine Person mit vielen Widersprüchen, die aber ein bewundernswertes Ganzes ergeben. Eine unglaubliche Mischung aus Herz und Hirn. Bei ihm gibt es straffe Führung und Kollegialität. Er stellt enorme Anforderungen an sich und sein Umfeld. Er ist ein Triple-A-Alphatier.
  • „Für ihn galt immer der Grundsatz: Die Steigerung von Qualität und Marktwert steht über dem Gewinn.“