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Alles fürs Fan-Herz, Mission inklusive

Bei FanArt Design in Scheifling entsteht von Stickarbeiten auf Textilien bis hin zu Autobeklebungen alles, was man an Werbeartikeln benötigt. Der Betrieb leistet dabei beispielhafte Inklusionsarbeit.

Aktuell sind bei FanArt Design 14 Mitarbeiter tätig, vier davon mit Beeinträchtigung © (c) Ballguide | Klaus Pressberger
 

Der Werbeartikelhersteller FanArt Design wurde nicht nur aus einem wirtschaftlichen Gedanken heraus gegründet, sondern vor allem aus einem sozialen. Als Lydia Bartelmuss noch im Musikproduktions- und Managementunternehmen ihres Mannes, Stall-Records, tätig war, kam es bei Bestellungen von Merchandiseartikeln immer wieder zu Verzögerungen und anderen Mängeln. Darüber hinaus war es nicht möglich, sämtliche benötigte Artikel von einem einzelnen Anbieter zu beziehen. Gleichzeitig musste Lydia Bartelmuss beobachten, wie ihr Sohn, der von einer Störung aus dem austistischen Spektrum betroffen ist, größte Schwierigkeiten hatte, eine Arbeitsstelle zu finden.

So entstand schließlich die Idee, FanArt Design zu gründen. Ein Unternehmen, das so gut wie sämtliche Merchandise-Produkte herstellt, mit höchsten qualitativen Ansprüchen. Wer im Betrieb eingestellt werden sollte, war klar: Jeder, der gewillt und grundsätzlich fähig ist, die Tätigkeiten der jeweilig freien Stelle auszuführen. Es galt, Arbeitsplätze für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zu schaffen. „Unsere Mitarbeiter werden bei uns sehr gefördert. Es ist schön zu sehen, welch große Lernbereitschaft sie zeigen, wie fröhlich und ausgeglichen sie sind. Jeder einzelne ist mit vollem Einsatz dabei und ein vollwertiger Mitarbeiter", erzählt Lydia Bartelmuss. Wer mit ihr spricht, merkt schnell, dass die Geschäftsführerin mit ihrem Betrieb eine Mission verfolgt, die ihr sehr am Herzen liegt.

Lydia Bartelmuss, die Geschäftsführerin von FanArt Design Foto © (c) Ballguide | Klaus Pressberger
Während FanArt Design zu Beginn nur über eine Einkopf-, Vierkopf- und Textildruckmaschine verfügte, kann heute durch den CO2-Laser, Direktdruck, Digitaldruck, Sublimationsdruck und UV-Druck eine große Bandbreite an Produkten gefertigt werden: „Am meisten werden Stickverzierungen und Textildruck bei uns nachgefragt. Wir machen aber auch Autobeklebungen, Visitenkarten, Briefpapier, Kugelschreiber, Feuerzeuge, Arbeitsbekleidung, Vereinswesten und noch viel mehr."

Dabei kaufen nicht nur Unternehmen und Vereine, sondern ebenso Privatkunden bei FanArt Design ein. „Wir produzieren ab einem Stück. Privatkunden geben bei uns gerne kreative und persönliche Geschenke in Auftrag, aber zum Beispiel auch T-Shirts für einen Gruppenurlaub oder ähnliches." Die Fertigung geht schnell vonstatten. Bei Einzelstücken dauert diese zirka einen Tag.

Bei FanArt Design werden Unternehmen, Vereine und Privatpersonen fündig. Sie bieten Individualisierte Produkte mit Qualität Foto © (c) Ballguide | Klaus Pressberger
Für die Qualität der Produkte spricht vor allem einer der ungewöhnlicheren Aufträge des Unternehmens. „Vor sechs Jahren hat sich bei uns eine Dame aus der Schweiz gemeldet, um für die Yacht ihres Arbeitgebers bestickte Kuschelsocken zu bestellen, da es nicht erlaubt ist, das Schiff mit Schuhen zu betreten." Seitdem bestellen diese Kunden jährlich 300 Paar bestickte Socken. Außerdem zählen viele Stars aus der Schlagerszene zum Klientel, so
z. B. Andreas Gabalier.

Obwohl der Betrieb in den letzten Jahren bereits um einiges gewachsen ist, ist er der breiteren Masse dennoch unbekannt. „Mir ist es ein großes Anliegen, anderen Betrieben in Sachen Inklusion ein Vorbild zu sein und unsere Bekanntheit bei potentiellen Neu-Kunden zu steigern. Durch mehr Aufträge ist es mir möglich, weitere Mitarbeiter einzustellen", verdeutlicht Lydia Bartelmuss.

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Entdeckungsreise

Geheimtipp des Landesin- nungsmeisters Rupert Hofer:

Im Grazer Universalmuseum Joanneum findet man etwa im Museum für Geschichte viele kunsthandwerkliche Schätze. Das Schaudepot beherbergt im Bereich „Kleiden & Schmücken" schöne Goldschmiedearbeiten. Auch Glanzstücke von Uhrmachern und Instrumentenbauern gibt es im Schaudepot – z. B. im Teilbereich „Musizieren". In der Landesbibliothek kann man bei Führungen Einblicke in die Buchbinderei erhalten.

wko.at/stmk/kunsthandwerke

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