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Wo das Christkindl seine Werkstatt hat

Unweit von Graz filzt und schneidert eine ehemalige Werklehrerin inmitten eines verwunschenen Gartens nützliche und schöne Kleinigkeiten, die noch dazu nachhaltig und ressourcenschonend sind.

Resi Bayer wirft nichts weg, woraus sich noch etwas machen lässt: So hat sie es gelernt und so lebt sie es auch vor © Robert Hirschmugl
 

Wenn man den naturbelassenen Garten in Hart bei Graz betritt, fällt der Blick zuerst auf eine lange Schlange, die sich um einen Ast windet. Rundherum kreucht und fleucht es, neben Insektenhotels laden gefilzte Tiere nicht nur Ohrenschlüpfer dazu ein, sich einzunisten und aus dem sicheren Versteck heraus den Läusen zu Leibe zu rücken. Der Gemüsegarten bietet selbst im Spätherbst noch Essbares und überall hocken oder thronen gefilzte Tiere. Mit Holzwolle oder Stroh gefüllt, verwittern sie mit der Zeit, gleichen sich immer mehr der Natur an und las sen keine Schadstoffe zurück. Ein ewiger Kreislauf, den Resi Bayer mit Nadel und Faden schafft, den sie aus heimischer Schafwolle filzt und aus abgelegter Kleidung gestaltet. Aus Letzterer entstehen Kinderbücher, in deren Laschen, Falten und kleinen Höhlen sich Zwerge, Mäuse oder Regenwürmer verstecken, da wird erklärt, wie Karotten wachsen und Blumen erblühen. Es sind Bücher, die Jung und Alt zum Begreifen und Bespielen einladen.

Foto © Robert Hirschmugl

Mülltroll. In ihrem Atelier im Zaubergarten setzt die ehemalige Lehrerin, unterstützt von ihrer handwerklich geschickten Tochter Maria, gerne die Vorstellungen ihrer Kundinnen und Kunden um. Gerade der Dialog ist befruchtend und bringt immer neue Ideen zum Wachsen und Gedeihen. Und so haucht sie illustren Gestalten wie Klumpat, dem liebenswerten Mülltroll oder einem seelenvollen Schneeflockenkind Leben ein. Mit diesen Puppen wird Kindern dann Wissenswertes anschaulich nahegebracht. Das Atelier ist gleichzeitig auch Schauraum und vor Weihnachten steht es nicht nur nach Vereinbarung, sondern jeden Nachmittag für alle ein paar Stunden offen: So kann man der Künstlerin über die Schulter schauen und gleich auch ein paar liebevoll verarbeitete Stücke erwerben, wie etwa flauschig warme, gefilzte Pantoffeln.

Geheimtipp des Landesinnungsmeisters Rupert Hofer

Ganz besonders stimmungsvoll präsentiert sich in der Vorweihnachtszeit das Adventdorf in der winterlichen Parklandschaft des G’Schlössl Murtal in Großlobming.
Termin: An allen Adventwochenenden sowie am 7. und 8. Dezember, jeweils von 14 bis 20 Uhr. Die Adresse lautet 8734 Großlobming, Murhof 1.
Kunsthandwerke Steiermark: wko.at/stmk/kunsthandwerke


Kummerzwerg. Resi Bayer ist von ihrer Berufung begeistert und freut sich, dass ihre Kummerbärchen und -zwerge wirklich helfen können. Ein kleiner Junge, der einen solchen von seiner Lehrerin geschenkt bekam, wurde allerdings bereits nach kurzer Zeit bei Resi Bayer vorstellig, denn sein Zwerg war völlig überlastet. Wenn man das Sackerl, in dem er steckt, ausschüttet, so erklärte sie ihm, dann fallen alle Sorgen wieder heraus.
Jeder Engel ist ein Unikat, jedes Gesichtchen sieht anders aus Foto © Robert Hirschmugl

Rabenvogel. Die Ideen sprudeln von Jahr für Jahr intensiver und so kann sich Resi Bayer gar nicht vorstellen, einmal in Pension zu gehen. Sie tut ja gerade das, was sie am liebsten macht. Mit dem kreativen Virus hat sich natürlich auch ihr Mann Kurt angesteckt, der von seinen Waldspaziergängen schöne gedrehte Zapfen oder Äste mitbringt, die aus dem Feenreich zu stammen scheinen. Einen gefilzten Raben hat Resi Bayer übrigens Charles, dem Prinzen von Wales, geschickt. Sie war von seiner Liebe zu den Spitzmäusen gerührt, für die er persönlich eine Hecke anlegte. Ihr Rabenvogel wacht jetzt in einem königlichen Garten über das Leben der winzigen Nager. Bei der Spenderin aber hängt ein stattliches Dankschreiben an der Wand. Wer im Zaubergarten vorbeischaut, darf sicher einen Blick darauf werfen.

Steirisches Kunsthandwerk: Von alten Büchern bis zum Upcycling

Nischen zu nutzen und alte Meisterwerke zu erhalten, das ist die Berufung von Gudrit Sixl, die mit ihrem Team hochwertige Buchbinderarbeiten und Restaurierungen anbietet. In ihrem Atelier in Haselsdorfberg entstehen hochwertige Kleinserien, Faksimile, Kunstbände sowie exklusive Einzelstücke. Auch das arabische Königshaus zählt zum Kundenstamm.

KK

Gudrit Sixl verfügt über einen Fundus an historischem
Buchbinderwerkzeug

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Turmaline sind ganz besondere Steine. Johann Blesl ist nicht nur wegen seiner 40-jährigen Berufserfahrung ein Meister seines Fachs. So manche Rarität wie den dreifarbigen, naturbelassenen Turmalin in der Abbildung weiß er, zwischen Diamanten, gekonnt in Szene zu setzen. Aber auch Kristalle, Quarze und Smaragde aus Österreich werden in Handarbeit zu Schmuckstücken gefasst.

Sissi Furgler Fotografie

Johann Blesl lebt seine Leidenschaft für einzigartige
Edelsteine

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Vererbt ist Gerald Hörzers Leidenschaft für Musikinstrumente auf jeden Fall. Der Fernitzer übernahm vor gut zehn Jahren den väterlichen Betrieb und kümmert sich seither als lokaler Handwerker mit Herz und Seele nicht nur um die Reparatur von Holz- und Blechblasinstrumenten, er fertigt auch individuelle Stücke nach höchsten Qualitätsstandards an.

Barbara Zapfl Foto Augenblick

Gerald Hörzer wurde sein traditionsreicher Beruf in die
Wiege gelegt

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Wohnaccessoires und Schmuck im Upcycling Design nach eigenen Ideen bietet Alicia Fischer aus Fernitz-Mellach. Unter dem Motto „aus Alt mach Neu“ lässt sie neue, ästhetische und trendige Produkte aus „Abfallmaterial“, das teilweise mit neuem Material kombiniert wird, entstehen. Natürlich trägt jedes ihrer Unikate unverkennbar die Handschrift der Architektin, die zur Künstlerin geworden ist.

Nadia Natalia Gentile

Alicia Fischer lebt in ihren Designs Nachhaltigkeit und Umweltschutz

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