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OMBUDSMANN

Hunde dürfen nicht ans Bike gebunden werden!

Rechtlich ist es nicht erlaubt, die Tierschutz-Expertin rät davon ab: Hunde am Fahrrad mitzuführen, mag praktisch sein; man sollte es aber dennoch unterlassen! Von Peter Filzwieser

Experten raten: Selbst auch laufen, nicht fahren!
Experten raten: Selbst auch laufen, nicht fahren! © Illustration: Sinisa Pismestrovic
 

Unser Leser ist täglich mit seinem Hund und dem Fahrrad, auf dem ein sogenannter „Dogrunner“ befestigt ist, unterwegs. „Mit Feder und kurzem Leinenstück am Rad rechts wird der Hund gezwungen, knapp am Rad parallel mitzulaufen. Dabei passe ich mich dem Tempo des Hundes an“, berichtet der Mann. „Wie ich jetzt hörte, wäre dies nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) verboten, da das Anleinen von Tieren an Fahrzeugen nicht erlaubt ist“, erzählt der Tierfreund weiter. Was ihn aber unsicher macht: In einigen Foren gebe es dazu unterschiedliche Meinungen und auch die Exekutive ist ihm bei seinen Ausflügen mit Zweirad und Vierbeiner schon begegnet: „Die Polizei hat mich noch nie darauf angesprochen!“ Auch die Tatsache, dass man den „Dogrunner“ im Fachhandel erwerben könne, weist für den Leser auf Legalität hin. Ist das Ganze also doch erlaubt?

Ein Fahrrad ist ein Fahrzeug

„Unter dem StVO-Begriff ,Fahrzeug‘ fallen nicht nur Kraftfahrzeuge, sondern auch Fahrräder. Daher ist die Bestimmung des § 99 Abs. 3 lit. f StVO grundsätzlich auch für das Anhängen von Tieren an Fahrrädern anzuwenden“, stellt Gabriele Zöscher vom ÖAMTC fest. Dass ein bestimmter Gegenstand am Markt erhältlich ist, bedeute nicht automatisch, dass es auch rechtlich in Ordnung sei, diesen zu verwenden, ergänzt die Verkehrsjuristin. Und auch vom Standpunkt des Tierschutzes aus wird von der Verwendung dringend abgeraten: „Wenn der Hund vom Fahrrad aus bewegt wird, wird er unweigerlich zu einem rascheren - im Optimalfall gleichbleibenden - Tempo gezwungen. Dabei hat das Tier keine freie Wahl zwischen langsamerem Tempo oder auch mal stehenzubleiben oder gar ein Stück zurückzulaufen, um eine interessante Stelle zu beschnüffeln oder das Tempo selbst zu bestimmen, sondern der Hund wird zu einem schnelleren Tempo gezwungen!“, erläutert Gertraud Odörfer von der Tierschutzombudsstelle.

Expertenfrage

Warum ist die Verwendung eines Geräts, mit dem Hunde an Fahrrädern mitgeführt werden, aus Ihrer Sicht nicht zu empfehlen?

Barbara Fiala-Köck, Tierschutz-Ombudsfrau: Das natürliche Verhalten von Hunden umfasst laufen, traben, gehen, erkunden, schnüffeln und sich lösen. Es gibt in der Natur kein natürliches Verhalten, das eine gleichmäßige Trab- oder Galopp-Bewegung erfordert. Hunde laufen von sich aus nicht über längere Zeit in einem schnellen Tempo. Erkundungsverhalten ist so nicht möglich, das Ganz-langsam-Werden bzw. Abschnallen ist umständlich, wird daher tendenziell voraussichtlich nicht gemacht. Daher ist die Verwendung mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Zwang verbunden. In jedem Fall müsste man seinen Hund auch vorher entsprechend „trainieren“.

„Die Verwendung von Gerätschaften wie dem „Dogrunner“, wobei der Hund an ein Fahrzeug angebunden ist und weder die Möglichkeit hat, sein eigenes Tempo zu wählen, noch seinen natürlichen Bedürfnissen wie Kot- und Harnabsatz bzw. schnüffeln nachzugehen, ist aus Sicht der Tierschutzombudsstelle abzulehnen“, so die Tierärztin. Mit einem lauffreudigen, gesunden Hund könne man selbst laufen; dazu brauche man kein Fahrrad. Dieses bringe dem Menschen den Vorteil, schneller von A nach B zu kommen und sich dabei weniger anzustrengen. „Das natürliche Interesse des Hundes am Schnüffeln, Erkunden, anderen Hunden begegnen oder sich zu lösen, wird dadurch nicht befriedigt“, meint die Expertin.

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Danke für Ihr Verständnis.

adrianklafu
3
1
Lesenswert?

und

was wenn ich den hund mit der leine an der hand halte beim radfahren? was ist mit schlittenhunden? was ist mit pferdekutschen? was ist mit hunden die ein großes laufbedürfniss haben wie huskys? selbst wenn ich nur normal mit meinem hund durch die stadt spaziere gehe ich nicht vor und zurück und lass mich von meinem hund durch die gegend ziehen und renn dorthin wohin er will. was ist das problem wenn ich mit meinem hund 15-20 min am radweg zum see fahre und dort dann mit ihm spazieren gehe. selbst wenn ic mit meinem hund mit dem rad fahre zeigt er mir deutlich wnen er mal muss und ich werde sofort langsam und ermöglich ihm sich zu erleichtern. das ist absolut problemlos. ich versteh die aufregeung nicht und aus diesem artikel ist auch nicht herauszulesen ob es nun wirklich strafbar ist oder nicht.