Die BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt hat im ersten Halbjahr 2022 einen Periodenüberschuss von 30,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Im ersten Halbjahr 2021 lag der Überschuss noch bei 36,6 Millionen Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich durch Ausbau beim Einlagen- und Kreditgeschäft um 1,2 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro.

"Durch das gute operative Geschäft können wir über einen auf 69,6 Millionen Euro (plus 3,2 Prozent) gestiegenen Zinsüberschuss vor Risikovorsorge berichten. Angesichts der herausfordernden Zinssituation ein Top-Ergebnis", erklärte Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer. "Allerdings haben wir aufgrund der sich eintrübenden makroökonomischen Faktoren die Risikovorsorge von 9,5 Millionen auf 13,4 Millionen Euro angehoben. Daher war der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge von 56,3 Millionen Euro um 3 Prozent rückläufig."

Die Forderungen an Kunden stiegen um 2,7 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Stockbauer: "Angesichts der sich eintrübenden Konjunkturlage sind wir mit diesem Anstieg zufrieden." Die Primäreinlagen erhöhten sich seit Jahresbeginn von 8,1 auf 8,2 Milliarden Euro. "Nach wie vor werden Liquiditätsreserven und Erspartes vor allem in Form von Termin- und Sichteinlagen gehalten, auch wenn diese ebenso wie Spareinlagen von der Geldentwertung durch die hohe Inflation stark betroffen sind", so Stockbauer. "Der Zinsschritt der EZB federt dies nur in geringem Maße ab."

Die Emissionen der BKS überstiegen erstmals die Ein-Milliarden-Euro-Marke. Der Provisionsüberschuss von 35,4 Millionen Euro (plus 6,1 Prozent) trug wesentlich zum Ergebnis bei, wobei nur Provisionen aus Zahlungsverkehrsdienstleistungen und Kreditgeschäft zulegten. Das Provisionsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft war rückläufig. Sichtbar wurden die kontinuierlichen Kursrückgänge auch im geringeren Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.