Der Stromkonzern Verbund ist vor allem dank der höheren Strom-Großhandelspreise mit einem kräftigen Gewinnanstieg ins neue Jahr gestartet und ist im Ausblick auf 2022 etwas optimistischer als bisher. Im ersten Quartal lag das Konzernergebnis mit 514,4 Millionen Euro um 256 Prozent über dem Vorjahresvergleich - für das Gesamtjahr werden nun 1,55 bis 2 Milliarden Euro Nettogewinn erwartet statt der bisherigen 1,4 bis 2 Milliarden Euro, hieß es am Donnerstag.

Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde bis März ein Zuwachs um 169 Prozent auf 814,9 Millionen Euro verzeichnet - im Gesamtjahr werden nun 2,8 bis 3,5 Milliarden Euro statt bisher 2,6 bis 3,5 Milliarden Euro erwartet. Der Umsatz war im ersten Quartal mit 2,532 Milliarden Euro gut dreimal so hoch wie im Vorjahr (+210 Prozent).

Stark gestiegene Preise auf Großhandelsmarkt für Strom

Deutlich positiv auf die Ergebnisentwicklung wirkten die stark gestiegenen Termin- und Spotmarktpreise auf dem Großhandelsmarkt für Strom. Ein positiver Ergebnisbeitrag resultierte zudem aus der Vollkonsolidierung der Gas Connect Austria GmbH (GCA), des regulierten Gasfern- und Verteilnetzbetreibers in Österreich, der mit Wirkung vom 31. Mai 2021 erworben wurde. Auch der Beitrag der Flexibilitätsprodukte stieg deutlich. Im Segment Thermische Erzeugung führte der gestiegene Einsatz des Gas-Kombikraftwerks Mellach zu positiven Ergebnisbeiträgen.