Die Heta Asset Resolution AG, die Abbaueinheit der Hypo Alpe Adria, wird voraussichtlich Anfang 2022 in die Liquidationsphase eintreten und damit den Portfolio-Abbau beenden. Bei der Hauptversammlung am Mittwoch wurde dies beschlossen. Die Heta unterliegt künftig nicht mehr der Aufsicht durch die FMA, das Liquidationsverfahren wird nach dem Aktienrecht weitergeführt, Eigentümer der Heta ist dann die Republik.

Laut Plan sollen bis 2030 alle offenen Ansprüche gegenüber der Heta geklärt werden, ehe diese dann aus dem Firmenbuch gelöscht werden kann, erklärt Vorstand Alexander Tscherteu. Das Beteiligungsportfolio der Heta wurde bereits von 170 Konzerngesellschaften auf zehn reduziert, die verbleibenden Töchter sollen durch Liquidation abgebaut werden. Derzeit sind noch rund 100 Gerichtsverfahren (von zuvor über 11.000) zu beenden und Garantieverpflichtungen aus Verkäufen zu erfüllen.

Über 300 Millionen für Gläubiger

Dafür gebe es Rückstellungen. 86,32 Prozent der Ansprüche von Gläubigern wurden bereits erfüllt, erwartet wird eine Quote von 89,25 Prozent. Die Heta will auch in Liquidation weitere Zahlungen an Gläubiger tätigen. Mehr als 300 Millionen Euro an Überliquidität könnten ab dem Frühjahr 2023 an Gläubiger ausbezahlt werden. Mit rund 80 Prozent der größte Gläubiger ist der Kärntner Ausgleichszahlungsfonds (KAF), an den somit rund eine Viertelmilliarde Euro fließen soll, erklärt Tscherteu.

Heta-Chef Alexander Tscherteu bleibt im Vorstand
Heta-Chef Alexander Tscherteu bleibt im Vorstand
© ©helgebauer

Auf Basis eines jährlichen Geschäftsabschlusses sollen die Liquidatoren einschätzen, ob eine Auszahlung an Gläubiger möglich ist. Das erste Mal werde sich die Frage im Frühling 2023 stellen, nach dem Abschluss für 2022.

Die Abbauphase sei deutlich besser gelaufen, als noch zu Beginn erwartet worden war, erklärten die Heta-Vorstände Tscherteu und Martin Handrich. Der Portfolio-Abbau konnte um zwei Jahre früher als erwartet abgeschlossen werden, erlöst wurden 11,1 Milliarden Euro statt der ursprünglich erwarteten sechs Milliarden Euro.

Der Vorstand soll vorerst auch in der Liquidationsphase unverändert bei Alexander Tscherteu und Martin Handrich verbleiben.