Wegen hoher EnergiepreiseÖkostrom-Förderbeitrag fällt 2022 aus, Haushalte ersparen sich 67 Euro

Alle österreichischen Haushalte und Unternehmen werden 2022 vom Ökostrom-Förderbeitrag befreit. Durchschnittshaushalt erspart sich gegenüber heuer fast 70 Euro.

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© (c) Jürgen Fuchs (Jürgen Fuchs)
 

Der Ökostrom-Förderbeitrag wird angesichts der hohen Energiepreise im kommenden Jahr ausfallen - alle heimischen Haushalte und Unternehmen werden 2022 davon befreit. Das hat das Klimaschutzministerium im Einvernehmen mit dem Wirtschaftsministerium beschlossen. Die betreffende Verordnung wird mit 1. Jänner in Kraft treten, teilte das Klimaschutzministerium am Donnerstag mit. Für einen durchschnittlichen Haushalt würden sich rund 67 Euro Kosteneinsparung im Jahr 2022 ergeben.

Ein durchschnittlicher Gewerbebetrieb erspare sich dadurch rund 67.000 Euro. "Das ist eine wichtige Entlastung, gerade im Anblick der steigenden Energiepreise", so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne). Voriges Jahr haben die Stromkunden rund 580 Millionen Euro unter diesem Titel zahlen müssen, hatte die "Presse" am Donnerstag in ihrem Online-Bericht zum Ausfall des Ökostrom-Förderbeitrags geschrieben. Die Zählpunkt-Förderpauschale von 35 Euro je Abnehmer bleibe hingegen unberührt, so die Zeitung. Heuer betrug die gesamte Ökostrom-Belastung für einen durchschnittlichen Haushaltskunden laut Regulator E-Control rund 110 Euro inklusive Steuern.

Spürbare finanzielle Entlastung

Der Entfall des Ökostrom-Förderbeitrags sei "eine spürbare finanzielle Entlastung der Menschen in Österreich und übersteigt den aktuellen Anstieg der Stromkosten deutlich", so das Ministerium. Gerade in Zeiten steigender Energiepreise bringe das einen wichtigen ausgleichenden Effekt. Zuletzt hätten vor allem stark gestiegene Gaspreise auch am Strommarkt zu einer deutlichen Erhöhung der Preise geführt.

Überschuss an Förderbeiträgen

Möglich sei die Befreiung des Erneuerbaren-Förderbeitrages für 2022, da 2021 ein Überschuss an Förderbeiträgen entstanden sei. "Aufgrund der hohen Energiepreise am Strommarkt waren geringere Mittel zum Ausgleich des Marktpreises notwendig", so das Klimaschutzministerium. Diese Überschüsse würden nun 2022 zur Förderung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien verwendet. So könne eine Entlastung der Menschen trotz eines weiteren Ausbaus der Erneuerbaren Energien sichergestellt werden. Denn nur dieser Ausbau mache Österreich langfristig unabhängig von russischen Gaskonzernen und saudischen Ölmultis, so Gewessler.

Kommentare (10)
Heinz-55
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Wohin ist es?

......und was ist all die Jahre mit dem Geld passiert?

umo10
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Danke Fr Gewessler

Sie denkt wirklich mit

Carlo62
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Klar,

sieht man u.a. daran, dass der dreispurige Ausbau der A9 zwischen Graz und Leibnitz vom Tisch ist. Der tägliche Stauwahnsinn zwischen 6:00 und 8:00 bzw. von 15:00 bis 18:00 (nach Süden) setzt sich fort und wird die Luftqualität im Grazer Becken nicht sehr verbessern!

Balrog206
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Naja

Die gute Dame sagt , fahrt mit dem Zug der fährt d gleiche Strecke !

Carlo62
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@Balrog

Es soll gar nicht so wenige Menschen geben, deren Ziel nicht Graz ist und die dennoch auf der A9 zwischen Leibnitz und Graz die Autobahn benützen!

clubderbunten
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Energie europäisch gestalten

Die Energiepreise steigen - damit müssen wir aktuell grundsätzlich Leben. Der Anstieg der Energiepreise ist jedoch beeinflussbar. Dies kann nur passieren indem die EU 27 Nationalstaaten - nicht weiter das Ziel verfolgen - Energiemässsig national autark sein zu wollen. Das riesige europäische Verbundnetz ist in der Lage nationale Stromschwankungen gegenseitig auszugleichen. Dies ist wirtschaftlich sehr sinnig. Die lezten 10 - 20 Prozent nationaler Energieautarkie sind für jeden Bürger in den Nationalstaaten extrem kostenintensiv. Ein europäisches autarkes Stromnetz ist auch gerade im Sinne des Ausbaues der regenarativen Energien mehr denn je erforderlich und wichtig. Die nationalen Energiekonzerne versuchen ihre eigene Bevölkerung - im Schach zu halten - ohne sie würden die Lichter ausgehen - um höhere Preise zu legitimieren.

wolte
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Berechnung!

Für diese Berechnung durchschnittlicher Gewerbebetriebe wurden sicher auch äußerst große Betriebe mit herangezogen, dadurch wird der erwähnte Betrag von € 67 000,- verfälscht! In Kärnten gibt es sehr viele Klein- und Mittelbetriebe, die kaum an die oben erwähnte Summe herankommen!!

wolte
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67 000?

Ein durchschnittlicher Gewerbebetrieb soll sich € 67 000,- ersparen??? Druckfehler, oder?? Das kann bei einem Stromverbrauch von ca 30 - 40 000 kwH für einen Gewerbebetrieb nicht ganz stimmen!! Bei jährlichen Gesamtstromkosten von ca 7 - 10 000 € geht sich das nicht aus!! Bitte nachfragen und korrigieren!!!

Kleine Zeitung
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7
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Nachgefragt

Ihre Frage/Kritik habe ich an die zuständige Redaktion weitergegeben. Mein Kollege Manfred Neuper hat geantwortet:
"Da hat er sicher recht, ich hab nur derzeit noch keine andere Berechnung aus dem Ministerium ... die sagen, dass sich das auf den (österreichweit) durchschnittlichen Gewerbebetrieb bezieht, vielleicht erhalte ich noch eine Ergänzung "
Wir bleiben dran!

Freundliche Grüße aus der Redaktion

ichbindermeinung
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Abstimmung EU-Plastiksteruer EU-Corona-Steuern/EU-Corona Zöllen machen bitte.....

es sollte bitte eine Volksabstimmung zur neuen EU-Plastiksteuer u. zu den neuen EU-co2 Importzöllen u. den neuen 30 jährigen EU-Coronasteuern gemacht werden, die die Österr. jetzt noch zusätzlich im Jahr an die EU abliefern müssen;