Kritik von Jürgen Roth„Brauchen den ganzen Blumenstrauß, um Klimaziele zu erreichen“

Als weltfremd kritisiert Jürgen Roth das Aus von Verbrennungsmotoren. Der Chef der E-Fuel-Allianz in Österreich fordert Akzeptanz für synthetische Kraftstoffe.

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JÜRGEN ROTH
JÜRGEN ROTH © (c) KURT KEINRATH
 

Beim Klimagipfel in Glasgow haben 31 Länder und elf Autobauer unterschrieben: 2035 sollen auf den großen Märkten alle Neuwagen emissionsfrei sein. Warum bezeichnen Sie dieses Papier als weltfremd?
JÜRGEN ROTH: Man kann nicht ein Verbot von Verbrennungsmotoren in den Raum stellen, wenn man noch kein Szenario für Alternativen hat.

Kommentare (18)
Stratusin
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Der Firma Saubermacher wird es weiter gut gehen,

weil man Batterien recyceln wird. Das Ölgeschäft wird aber immer kleiner werden.

Pablo63
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Hochachtung vor dem Einsatz von Jürgen Roth!

Leider reitet er ein totes Pferd. Möglichst rasches Outphasing von Verbrennungsmotoren ist die einzige vernünftige Lösung. Der Markt wird das regeln. Das Interesse am Verbrenner schwindet von Tag zu Tag.

Peterl123
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Herr Roth

Das Klimaziel ist doch nur global zu lösen. Mit dem Aus für Verbrennungsmotoren und Gasheizungen funktioniert das nicht. Die Kohlekraftwerke die in Deutschland geschlossen werden bauen die Chinesen in Afrika auf. Eine bestimmte Lobby macht jetzt das große Geld.

huckg
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Versuch die öffentliche Meinung durch Halbwahrheiten zu manipulieren

Vorweg, ja E-Fuels werden einen Beitrag zur Energiewende leisten (müssen).
Es wird spezielle Anwendungen geben, wo in Zukunft extrem teure, synthetische Kraftstoffe mangels Alternativen eingesetzt werden (müssen). Zu behaupten, dass zuwenig elektrischer Strom für Elektroautos vorhanden wäre, aber E-Fuels, die ebenso aus Strom, mit zusätzlichen Verlust von 20% hergestellt und dann in einem 4 bis 5 Mal ineffizienteren Motor verbrannt werden, wäre die Lösung für PKWs ist stark und zeigt nicht gerade von ehrlicher Diskussion. Desweiteren wird, im Gegensatz zum Akku-betriebenen Elektroauto erst CO2 dem System beigemengt, dass später wieder in die Atmosphäre entlassen wird. D.h. CO2 welches bereits (die große Hoffnung der Zukunft) "aufgefangen" wurde und irgendwie dem System entzogen werden sollte, wird wieder freigesetzt und heizt den Planeten zusätzlich auf. Ist das sinnvoll? Oder geht's nur um Gewinne Herr Roth?

scionescio
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@Hulk: "Was ist mit der Skalierbarkeit? Auch die E-Fuels-Produktion benötigt erneuerbare Energie. Dazu kann man überall auf der Welt dorthin gehen, wo viel Sonne, Wind und Platz ist. Man muss nur die Anlagen bauen, keine neue Infrastruktur, keine neuen Leitungen, keine neuen Autos. Nur die Anlagen."

Was daran hast du nicht verstanden?

huckg
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Versuch doch mal sachlich zu bleiben

Skalierbarkeit ist sicher möglich, ändert aber nichts am Hauptproblem: Dem schlechten Wirkungsgrad des Verbrennermotors. Die von dir angesprochene erneuerbare Energien ist Vorraussetzung für jeder Form der zukünftigen Primärenergiegewinnung und kein Vor- oder Nachteil von E-Fuels, also im Vergleich irrelevant. Und, auch wenn du das, warum auch immer so darstellst, es geht nicht um den Altbestand der PKWs, (ob diese ohne Anpassung mit E-Fuels überhaupt betrieben werden können sei dahin gestellt) es geht um den Verkauf und die Produktion von Neuwagen! Ja, ein Vorteil von E-Fuels ist die Möglichkeit der Lagerung, aber ein Transport von Energie ist auch mit Stromtrassen möglich, nicht über die Grenze von Kontinenten, aber das ist auch nicht nötig. Vielleicht solltest du dich Mal ernsthaft mit der Sache beschäftigen, und nicht deine "kleine Welt" hinaus posaunen.

scionescio
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@hulk: "aber ein Transport von Energie ist auch mit Stromtrassen möglich"

Du verstehst es wirklich nicht: alles ist theoretisch möglich - aber gerade die Verteilung, Speicherung und Netzsynchronität ist das große praktische Problem ... und das machen BEVs nur schlechter - im Gegensatz zu Wasserstoff und eFuel!

Allerichtungen
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Roth Imperium..

Durchwegs herabwürdigende Argumente ohne mögliche Lösungsansätze helfen nicht. Als Kraftstoffbetreiber allerdings nicht verwunderlich. Auch auf den Mond zu kommen hielten unsere Großeltern nicht für möglich.

dathaler
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Das Problem mit dem Blumenstrauß ist,…

…dass die Pflanzen schon geschnitten sind. Aber vlt sieht er getrocknet auch noch fesch aus.

scionescio
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Wen interessiert schon die Realität, wenn Politikwissenschaftler als Umweltminister von den Lobbyisten der Energieversorger fremdgesteuert werden….

…. Europa sackelt sinnlos die eigenen Bürger aus und erreicht dabei trotzdem genau nichts im Kampf gegen den Klimawandel, weil China, USA, Indien, etc. außer Lippenbekenntnissen nichts dazu beitragen und im Gegenteil sogar noch Öl ins Feuer gießen, weil sie die Chance sehen, die Europäer wirtschaftlich anzuhängen.

Naive und ahnungslose Träumer richten gerade gewaltigen Schaden in Europa an und bewirken dabei trotzdem nichts im Kampf gegen den Klimawandel!

Patriot
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@scio...: Jo, eh!

Und was sollten wir Ihrer Meinung nach gegen den Klimawandel tun?
Den Kopf in den Sand zu stecken, weil die bösen, bösen Chinesen, Inder und Amerikaner eh nicht mittun, wird wahrscheinlich zu wenig sein!

scionescio
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@patriot: ich habe das schon oft genug geschrieben: Ohne internationalen Zwang auf die Klimasünder wird es nicht funktionieren ...

... ordentliche Strafzölle auf die Produkte aus China und Übersee und das Thema ist in kürzester Zeit erledigt.

Ich weiß schon um die internationalen Handelsverflechtungen, aber wenn sich Europa einig ist, lässt sich das lösen und der Klimawandel noch verlangsamen - sonst ist die europäische Selbstkasteiung reine (sehr kostspielige) Symbolpolitik ohne reale Auswirkungen!

Patriot
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"@scio...: Die Die Chinesen in die Knie zu zwingen, ist in so kurzer Zeit aussichtslos!

Wir müssen es ohne sie schaffen, sonst haben alle nächsten Generationen ein riesen Problem!
D. h., wir müssen uns noch mehr anstrengen und vieles, was an Produktion an China ausgelagert wurde, nach Europa zurückholen. Und das ganz schnell! Das hätten die westl. Industriestaaten in der eigenen Hand!
Und, je schneller die Verbrenner von der Straße verschwinden, desto besser. Ist doch logisch!

zweigerl
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Schmeichelmetaphern

Lustig, wie die Autoindustrie, der die Felle davonschwimmen, sich mit floralen Metaphern ("Blumenstrauß") einzuschmeicheln versucht. Die Forderung lautet jedoch: Ende mit der Herumfahrerei in einer kaputtgestunkenen, klimaruinierten und niederasphaltierten Welt. Nicht die Autoindustrie erblühe, sondern die geschundene Natur.

wi1950
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@zweigerl

mit Ihrem Kommentar zeigen Sie die wahren Gründe für die Ablehnung der e- fuels durch Grüne auf. Die Vernichtung des Individualsverkehrs. Nur mehr Begüterte sollen sich ein eigenes Auto keisten können. Aber das Diktatorische und Jakobinertum luegt in den Genen der Grünen. Dabei ist es doch das Nachhaltigste ubd ökologisch Sinnvollste, das Vorhandene weiter zu betreiben, wenn doch kein zusätzliches CO2 generiert wird

zweigerl
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Auto und Natur

Bin kein Grün-Fundi. Aber mir wird jedesmal übel bei den Autowerbespots, wo man diese SUVs mitten in eine Naturidllye hineinpreschen sieht, mit der Botschaft, Autos seien nicht die Faust aufs Auge, sondern die adäquate Ergänzung zu den letzten Inseln einer intakten Naturlandschaft.

wi1950
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@zweigerl

das würde sich wohl mit batteriebetriebenen Fahrzeugen nicht ändern. Denn solche SUV leisten sich in der Regel Begüterte

zweigerl
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Dieses System ist einfach krank.

Kenne auch Mercedesfahrer (wie meine frühere Hausmeisterin), die auf diese Weise Ihren Status mit einem fetten Auto auffetten. Leasing macht's möglich. Und überhaupt das Beste: Meiner 78jährigen Mutter haben Sie ohne Führerscheinnachprüfung und nach 40jähriger Fahrabstinenz einen Neuwagen eingeredet. Der war dann oft im Straßengraben. Bevor sie die Seniorenkasko mit doppelter Prämie einführen würden, nahm ich ihr vorsorglich den Autoschlüssel weg. Andernfalls wäre sie weitergefahren, bis sie die ersten Fußgänger in den Graben (oder ins Grab) expediert hätte. Dieses ganze Autosystem ist einfach krank. Und von C02 reden wir da noch gar nicht.