Handels-EinbußenWirtschaft ruft nach rascher Verlängerung der Hilfen

Handelsobmann Trefelik warnt vor Streit im Handel wegen Sortimentsabgrenzung - Handelsverband: Beginnendes Weihnachtsgeschäft "in Schwebe".

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Handelssprecher Rainer Trefelik © (c) APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)
 

Noch während die heutige Pressekonferenz der Bundesregierung zu der morgen gültigen Corona-Verordnung lief, hat sich bereits die Wirtschaftskammer (WKÖ) mit der Forderung nach einer raschen Verlängerung der Förderungen und Erleichterungen gemeldet. "Jetzt braucht es rasch eine Verlängerung der Wirtschaftshilfen für die besonders betroffenen Branchen und eine schnelle Umsetzung der schon seit langem geforderten positiven Anreize für die Impfung", so WKÖ-Chef Harald Mahrer.

Vor hohen Einbußen warnte heute einmal mehr Handelssprecher Rainer Trefelik: "Mit dieser Maßnahme müssen Fachgeschäfte rund 35 Prozent an potenziellen Kunden aussperren, hohe Umsatzverluste sind damit vorprogrammiert." Insbesondere Handelsunternehmen, die von Veranstaltungen abhängig sind, hätten im vergangenen Jahr Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent verkraften müssen. Ähnlich kritisch sei die Situation bei Händlern in Innenstadtlagen, in touristischen Gebieten und für die Markthändler.

Und er schneidet ein Kapitel an, das schon im Vorjahr für Streit innerhalb des Handels sorgte. Dieses "unerfreuliche Thema der Sortimentsabgrenzung wird wieder massiv schlagend", warnte er Sonntagnachmittag. "Ungeimpfte können in Supermärkten und Drogeriemärkten von der Waschmaschine, über Textilien bis hin zum Spielzeug alles kaufen und beim Fachhandel müssten sie abgewiesen werden. Die Kunden brechen weg, die laufenden Kosten wie Miete und Personal bleiben aber in voller Höhe bestehen. Das ist eine untragbare Situation", so Trefelik.

Der private Handelsverband wies heute zum wiederholten Male darauf hin, dass er einen Umsatzverluste von bis zu 350 Mio. Euro pro Woche erwartet. Der Verband fordert einen Umsatzersatz "neu" für alle betroffenen Händler. Denn nun würden die Weihnachtsgehälter anstehen, das beginnende Weihnachtsgeschäft sei "in Schwebe".

Beruhigende Worte kamen indes von Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) bei der heutigen Pressekonferenz. Er verwies auf diverse Hilfsprogramme wie den Verlustersatz oder die Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie, die bis Jahresende weiter gehen würden. "Der Finanzminister hat gesagt, er wird sich das anschauen", so Schallenberg. Er verwies auf die ohnehin schon geltende 2G-Regel, die großteils der heute präsentierten Corona-Verordnung vorgegriffen hätte. "Wir wollen doch einen sicheren Winter", mahnte der Kanzler ein.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) gab sich zum genauen Ablauf der 2G-Kontrollen im Handel zurückhaltend. Grundsätzlich ändere sich für die Beschäftigten nichts - bis darauf, dass die Polizei kontrollieren werde. Dies geschehe nach Augenmaß, als Beispiel nannte er einen kleinen Händler mit vollem Lokal, für den es nicht einfach sei alle zu kontrollieren.

Kommentare (8)
ronin1234
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Reaktion

Vorsorglich gleich mal nach Hilfe rufen. Kann ja nicht schaden.

Ragnar Lodbrok
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Wir wissen genau, wer nicht geimpft ist

bzw zur Impfverweigerung aufruft - die sollen zur Kasse gebeten werden. Wie kommen 60% dazu, sich von 40% in Geiselhaft nehmen zu lassen!

lilith73
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Selber schuld

wenn ihr 40% der Kunden aussperrt, und hofft, dass dann die Infektionen runter gehen. Daweil werden sich die Geimpften und genesenen vergnügen und gegenseitig anstecken. Viel Spaß

Kein Groschen Förderung zahlts euch das selber.

oetti68
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Oje

Die Einbussen sollen bei denen eingefordert werden die dafür verantwortlich sind.
Den Ungeimpften und hoffnungslosen Querulanten und bei Kickl und den NEOS.

Patriot
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Keine Geschenke mehr!

Die haben schon mehr als genug an Corona-Entschädigungen bekommen! Die meisten wurden ohnedies überfördert! Bei der Kurzarbeit haben auch sehr viele geschummelt. Auf Kosten der SteuerzahlerInnen.
Es ist höchste Zeit, dass der Rechnungshof endlich die COFAG prüft!

Amadeus005
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Schaun wir uns an. Wer bei 2G mitmacht ist Kandidat

Wer‘s nicht begreift, fällt auch um Unterstützungsanspruch.
Im generellen sehe ich es so, dass die im Gesundheitswesen einmal Cash auf der Kralle haben müssen, bevor noch irgendwer einen neuen Antrag stellen kann. - Die warten seit Beginn.

Balrog206
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Es

Arbeitet keiner dort gratis od ! Nehme an das jede Sekunde bezahlt wird ! Bonus gibts für sie erschwerte Lage !

HRGallist
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Handels-Einbußen

Natürlich wird sofort nach „Hilfen“ geschrien, hat in der Vergangenheit ja auch funktioniert. Die AUA hat viel zu viel Staatshilfe bekommen, waren sicher gute Freunde im Vorstand. Ob die das je zurückzahlt, oder in irgendwelchen Kanälen versickern lässt? Bei tatsächlich Bedürftigen ist kaum etwas angekommen. Oberlobbyist Freund Mahrer hat sich wieder zu Wort gemeldet und findet sicher bereitwilliges Gehör in der „Familie“. Vielleicht meldet sich auch Wirtschaftprofi Frau Schramböck mit einer überflüssigen Wortspende.