Gemeinsamer AppellAkuter Personalmangel: Supermärkte gegen FFP2-Pflicht für Mitarbeiter

10.000 unbesetzte Stellen: Branche appelliert in einem gemeinsamen Schreiben an die Regierung für Entfall der FFP2-Maskenpflicht für Beschäftigte bei Vorlage eines 2G-Nachweises. Auch Gewerkschaft und Betriebsräte für Ende der FFP2-Pflicht.

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© (c) AP (Ronald Zak)
 

Der Lebensmittelhandel sieht sich mit einem nie dagewesenen Personalmangel konfrontiert. Derzeit gebe es fast 10.000 unbesetzte Stellen in der Branche. Die großen Handelsfirmen Spar, Rewe, Hofer, Lidl und Unimarkt sowie der Handelsverband appellieren daher in einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesregierung für den Entfall der FFP2-Maskenpflicht für Beschäftigte bei Vorlage eines 2G-Nachweises.

"Acht Stunden täglich mit den dicht sitzenden FFP2-Masken zu arbeiten, das erschwert die Arbeitsbedingungen der Handelsangestellten enorm", heißt es am Montag in einer Aussendung des Handelsverbands. In Handelsfirmen abseits des Lebensmittelhandels gilt die FFP2-Maskenpflicht nicht. In dem Schreiben wird eine rechtliche Gleichstellung des Personals des Lebensmitteleinzelhandels mit dem allgemeinem Handel gefordert. Die kürzlich eingeführte Differenzierung verschärfe den Personalmangel in der Branche eklatant, so die Handelsvertreter. Im Lebensmitteleinzelhandel sind derzeit rund 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, der Großteil davon Frauen.

"Ärger unter den Beschäftigten ist groß"

Auch die Gewerkschaft GPA und Betriebsräte sprechen sich für ein Ende der FFP2-Maskenpflicht für Geimpfte und Genesene aus. Der offene Brief des Handelsverbandes gemeinsam mit den Vertretern von Handelsketten zeige, "wie dringend die Forderung nach Erleichterungen für die Beschäftigten umgesetzt werden muss", wird in einer Aussendung betont. „Der Ärger unter den Beschäftigten im Lebensmittelhandel über die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen ist groß. Überdurchschnittlich viele Angestellte haben sich impfen lassen und haben nun endlich Erleichterungen erwartet. Stattdessen müssen nun wieder alle eine FFP2-Maske tragen, die nachweislich eine extreme hohe Belastung für körperlich schwer arbeitende Menschen darstellt. Viele sind nach über 17 Monaten Ausnahmesituation am Ende ihrer Kräfte angelangt“, so die beiden stv. Vorsitzenden Werner Hackl (Betriebsratsvorsitzender Billa und Billa Plus) und Sabine Eiblmaier (Zentralbetriebsratsvorsitzende Interspar) im Wirtschaftsbereich Handel in der Gewerkschaft GPA fest.

Kommentare (6)
grundner10
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Keine Arbeitslosen mehr

Eigentlich sollte es in Österreich Vollbeschäftigung geben, bei diesen vielen unbesetzten Stellen.

OE39
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Voriges

Jahr hat das aus den Chefetagen auch keinen gekümmert. Habe oft die Mitarbeiterinnen klagen gehört über Halsweh, Sauerstoffmangel, Kopfweh und nicht mögliche - aber offiziell stattfindende - Pausen. Zitat: "Das ist den Herren da oben wurscht!!" Jetzt ist es nicht mehr wurscht, weil es um die Kohle geht (Stichwort Verdrängungswettbewerb) und nicht um die Mitarbeiter. Eigentlich gibt es eh viel zu viel Handelsfläche, auch im Lebensmittelbereich...

zill1
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FFP2 Pflicht

Ich arbeite 8 Stunden mit dieser Maske ! Bin 2 mal geimpft und teste regelmäßig! SEIN VERSPRECHEN war das für geimpfte die Pandemie vorbei ist ! Danke fürs Lügen ! Aber das ER nicht gerne die Wahrheit sagt weiß ich erst seit dem ich weiß das ich in 6 jahren mit 62 jahren und 47 Arbeitsjahren mit grossen Abschlägen in Pension gehen darf! Als Danke für 47 Jahre Arbeit

Patriot
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@zill1: Wann kommen die ArbeitnehmerInnen endlich drauf,

dass sie IHM und den Türkisen total wurscht sind? IHN interessiert nur seine Familie und die reichen ParteispenderInnen!

wischi_waschi
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zill1

Bin Jahrgang 1968, stelle mich drauf ein , das es bis dahin nicht mehr die vorgeschriebene Pension geben wird....
Arbeite seit meinem 15 Lebensjahr.........
Aber es wird sich nicht ausgehen, da kann man rechnen wie man will!

stern000
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Ganz einfach

Wenn alle Kunden Masken tragen braucht das Personal nur MNS- wäre das nicht die Lösung?