OECD-StudieÖsterreich bei Berufsbildung auf Platz eins

Vor allem bei den Berufsbildenden höheren Schulen gilt Österreich als internationales Vorbild. Zwei Unis unter den Top 200.

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CORONA: SCHULE IM HERBST - MASSNAHMEN F�R DAS KOMMENDE SCHULJAHR: FASSMANN
Bildungsminister Heinz Faßmann © (c) APA/HANS PUNZ
 

Österreich ist weltweit Vorreiter in der Berufsbildung. Das zeigt die OECD-Bildungsstudie "Education at a Glance". Demnach erreicht Österreich mit 75,6 Prozent den ersten Platz im Ranking der Schülerinnen und Schüler, die eine Sekundarstufe II mit einer beruflichen Qualifikation absolvieren. Dieser Wert liegt weit über dem OECD-Schnitt von 38,4 Prozent und auch über dem EU-Schnitt von 43,5Prozent.

Bildungsminister Heinz Faßmann sagt: "Das ist ein ausgezeichnetes Zeugnis für unsere Berufsbildenden höheren Schulen. Die attraktiven BHS sind ein Erfolgsmodell und machen uns zu einem Vorreiter. Die Absolventinnen und Absolventen haben nicht nur eine Matura in der Tasche, sondern auch eine fertige Berufsausbildung. Damit sind sie für den Arbeitsmarkt ausgesprochen attraktiv und sie haben gute Chancen, schnell den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen."

Weit unter dem Schnitt liegt Österreich daher in der Arbeitslosenquote der Absolventinnen und Absolventen, die einen Abschluss einer Sekundarstufe II aufweisen. Die Quote liegt bei 5,6Prozent, im OECD-Schnitt sowie auch im EU-Schnitt bei 8,9Prozent.

Schulen blieben länger offen

Ein weiteres Ergebnis der OECD-Studie: In der Covid-Krise waren die österreichischen Schulen zwischen 1. Jänner 2020 und 21. Mai 2021 länger geöffnet als im OECD-Schnitt. Die elementarpädagogischen Einrichtungen waren nie zur Gänze geschlossen (OECD: 56). Die Volksschulen und die Sekundarstufe I hatten 74 Schließtage (OECD: 79 VS, 94 SEK I). In der Sekundarstufe II waren die Schulen 105 Tage im Homeschooling, der OECD-Schnitt liegt hier mit 102 Tagen knapp darunter.

In der Tertiären Bildung sticht Österreich mit einem hohen Anteil an internationalen Studierenden hervor. 17,6 Prozent kommen im Tertiärbereich aus dem Ausland, im Hochschulbereich sind es 21,1 Prozent. Stark vertreten sind die Wirtschaftswissenschaften sowie die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.

Faßmann: "Das Ergebnis zeigt uns, dass Studieren in Österreich den ausländischen Studierenden auch während der Corona-Pandemie möglich war. Die Universitäten haben den Betrieb so gut wie möglich aufrechterhalten."

Im "Times Higher Education Ranking" hatten es zuletzt erstmals zwei österreichische Universitäten in die Top 200 geschafft: die Medizin-Uni Graz auf Platz 196 und die Universität Wien auf Rang 137.

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Heike N.
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