Sabine JungwirthGrüne Wirtschaft-Chefin: „Windräder muss man unbedingt nutzen“

Sabine Jungwirth, Chefin der Grünen Wirtschaft, über den Boykott der WKÖ-Beiträge und die „Schönheit von Windrädern“. Harte Kritik an Sebastian Kurz.

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Sabine Jungwirth: "Ich finde Windräder schön"
Sabine Jungwirth: "Ich finde Windräder schön" © Helge Bauer
 

Die Bundesvorsitzende der Grünen Wirtschaft Sabine Jungwirth fordert eine Neuausrichtung der Wirtschaftskammer in Sachen Klimaschutz. Ihren Protest gegen die Haltung der Kammer-Spitze, die in ihren Augen keinen Wert auf Klimaschutz lege, drückt die Fraktion der Grünen im Wirtschaftsparlament in einem Boykott der WKÖ-Mitgliedsbeiträge aus. Wie viele Kammermitglieder die Beitragszahlung tatsächlich stoppten, kann sie nicht beziffern: „Direkt im Büro haben sich an die 100 Menschen gemeldet.“

Kommentare (14)
ErichGolger
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Kleinkariertes Denken

Da wird von Klimakrise, von Windrädern, von Wasserkraftwerken, von Bodenversiegelung und gleichzeitig von Wirtschaftswachstum und der heiligen Globalisierung, etc. herumdiskutiert, ohne das auch nur ein Artikel die Gesamtproblematik beleuchtet.

Bald wird jedes zweite Kraftfahrzeug auf unseren Straßen ein LKW sein, der Güter von einem bis zum anderen Ende sparzieren fährt, sofern er überhaupt beladen ist. Die Besinnung auf den notwendigen Transport von Gütern quer durch die Kontinente und über die Weltmeere bleibt weitgehend auf der Strecke. Ein einziges querstehendes Schiff im Suezkanal sollte uns aufgezeigt haben, wie leicht verwundbar der die globalisierte Weltwirtschaft durch die Konzentration der Produktion in ferne, billig produzierende Länder geworden ist.

Jetzt mit Schlagwörtern, wie Klimakrise, das Allheilmittel Elektromobilität, Windkrafträder, etc. der Bevölkerung Halbwahrheiten zu verkaufen ist weder fair noch zielführend.

Ich verwehre mich gegen den Begriff Klimakrise. Der durch unsere Gesellschaft (mit ausuferndem und globalisiertem Wirtschaftswachstum) hervorgerufene immer schneller werdende Klimawandel MUSS einer Änderung unterzogen werden, die nicht durch Schlagwörter, sehr wohl aber durch einen weltumspannenden und umfassenden Plan in den Griff zu bekommen sein wird. Dazu wird Punkteprogramm zu erstellen sein, dass gegen den Klimawandel vor allem die gesamte Gesellschaft von der Notwendigkeit umfassender Änderungen überzeugen kann.

Lesen Sie bitte weiter

ErichGolger
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Fortsetzung

Ich sehe den internationalen Handel mit seiner ausufernde Transportwirtschaft, das Wirtschaftswachstum, vor allem wenn unsere Konsum- und Gebrauchsgüter nur mehr in Schwellenländern produziert werden, aber auch die Überproduktion als erste Hebel, die betätigt werden müssen, um überhaupt Änderungen zugunsten des Klimawandels in die Wege zu leiten.

Um das zuvor gesagte in Angriff zu nehmen, müssen die großen Industrieländer der Erde einmal realisieren, wer die Ansprechpartner für die in den letzten Jahrzehnten gemachten Fehler und deren Korrektur zuständig sind, zumal ja die Handelsabkommen zwischen den Ländern zu den grundsätzlich verantwortlichen Schadfaktoren zählen. Da kommen als allererstes die großen Namen der verantwortlichen Länder in Frage.

Erst danach kann man auf nationaler Basis ansetzen und die erforderlichen Maßnahmen erörtern: ohne plakative Schlagwörter, aber wieder mit einem Punkteprogramm, das aufzeigt, wo die Politik ihre Arbeit in Angriff zu nehmen hat. Und da ist die Elektromobilität bei Weitem nicht an erster Stelle zu nennen. Um die E-Autos in einigen Jahrzehnten in der Überzahl auf unseren Straßen fahren zu lassen, wird eine elektrische Infrastruktur benötigt, weil es vom Windrad nicht direkt in die Steckdose geht - und wenn kein Wind bläst, schon gar nicht. Auch die Sonne scheint nur an schönen Tagen...

In der Zwischenzeit ist zu überlegen, wie der LKW-Transport reformiert werden muss und wie der Individualverkehr korrigiert werden kann.

Heute Ende

crawler
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Wenn sich für die GrünInnen

innerhalb kürzerer Zeit nurmehr E-Autos bewegen dürfen, müssen sie natürlich auch die Windradlobby ohne wenn und aber unterstützen. Woher denn sonst den benötigten Strom. Deshalb keine neuen Häuser mehr, sondern nur mehr Autobahnen auf die Berge und Betonfundamente. Alles für die Windräder. Die GrünInnen schlagen sich mit den eigenen Waffen.

Cveno
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Science busters

Die grüne Politikerin sollte sich mal mit dem Herrn Gruber (Ex science buster) zusammensetzen, der kann ihr erklären wie grün Windräder wirklich sind. Man benötigt Neodym, Dysprosium usw. für die permanenten Magneten (Generator). Als Abfallprodukt, bei der Herstellung fällt radioaktives Thorium an.

Arnold.Gutsche
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"und der Strom kommt aus der Steckdose"

bissl naiv die Frau, die Aussage "Sie lehne Windräder jedenfalls nicht ab: „Vor allem die neueren, großen Anlagen sind extrem effizient“. Der Verbrauch von Fläche sei so minimal, „dass man Windräder unbedingt nutzen muss.“

sagt ja wohl alles, die soll sich mal den Bau so einer Anlage am Berg live ansehen und vor allem was da alles rundum vernichtet wird bzw. was an Energie reingesteckt wird bis so ein Projekt am Laufen ist. Die Ökobilanz wird sich nie ausgehen. Aber das muss wahrscheinlich so sein, für Politiker wäre eine positive Bilanz ja ohnehin Hexenwerk 😂

Laser19
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Eine Führungskraft der Grünen

"Blödsinn: Niemand spricht von Verzicht. Das ist eine Erfindung von Kurz.“ Man müsse nicht auf „jeden Rülpser“ reagieren"
Sie leugnet, dass überall von Verzicht gesprochen wird, obwohl es jeder lesen konnte und sie meint der Bundeskanzler rülpst. Sie meint zur politischen Elite zu gehören.

Elli123
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Windräder...

haben mir schon als Kind gefallen, besonders die bunten😉

umo10
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Das Fundament eines Windrades ist 5x5 m

Um dieselbe Menge Strom zu gewinnen bräuchte man ein ganzes Fußballfeld verbaut , wobei der Wind auch in der Nacht über die Berge pfeift

Don Papa
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@umo10

Sie sind ein ganz lustiger mit 5x5m 😂. Knapp unter der Erde schaut es anders aus. Da fahren ca. 200 LKW pro Windrad auf 2000m Seehöhe rauf nur für das Fundament. Im Flachland ja aber doch nicht auf den Bergen sollen diese gebaut werden.

umo10
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Verbaut mit fotovoltaik Paneelen

😊

ichbindermeinung
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lieber die Wasserkraft ausbauen

für mein Dafürhalten lieber in die Wasserkraftwerke investieren....

1804591reit
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Falsch

Die Wasserkraft ist in Österreich zu einem so hohen Prozentsatz ausgebaut, dass man höchstens die letzten kleinen naturbelassenen Flussläufe mit sehr geringer Energieausbäute verbauen könnte.
Es machen nur mehr Speicherkraftwerke Sinn, die Windkraft und Photovoltaikenergie speichern und ausgleichen können.
Leider gibt es dafür viele unwissende Gegner, siehe Koralmkraftwerk.

umo10
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Wir brauchen von beidem mehr

Nicht entweder oder !

goergXV
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genauso ist es !!!

aber auch neue (Wasser)Speicherkraftwerke sind notwendig.
Wasserkraftwerke alleine werden für die Zukunft LEIDER nicht reichen.