Kaperung steht im RaumMehrere Schiffe im Golf von Oman sind manövrierunfähig

Sicherheitskreise: Vom Iran gestützte Kräfte könnten Transportschiff "Asphalt Princess" gekapert haben. Mehrere Schiffe sind laut Status-Meldung aufgrund außergewöhnlicher Umstände manövrierunfähig.

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Vor der Straße von Hormuz soll zumindest ein Transportschiff gekapert worden sein (Sujetbild)
Vor der Straße von Hormuz soll zumindest ein Transportschiff gekapert worden sein (Sujetbild) © stock.adobe.com
 

Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate sind nach Angaben der britischen Seeschifffahrts-Aufsicht UKMTO möglicherweise ein oder mehrere Schiffe gekapert worden. Rund 60 Seemeilen vor der Küste des Emirats Fujairah sei es zu einem "potenziellen Überfall" gekommen, teilte UKMTO am Dienstag mit, ohne weitere Details zu nennen. In Sicherheitskreisen der Seeschifffahrt hieß es, man gehe davon aus, dass Kräfte unter Kontrolle des Iran einen Tanker besetzt hätten.

Der für Verteidigung zuständige Mitarbeiter der Zeitung "The Times" twitterte, es gehe um das Schiff "Asphalt Princess". Das iranische Außenministerium nannte die Berichte in einer ersten Stellungnahme "verdächtig" und warnte davor, Stimmung gegen die Regierung in Teheran zu machen. "Sky News" zitierte wiederum eine Quelle aus britischen Sicherheitskreisen, wonach acht oder neun Bewaffnete den Tanker gekapert hätten.

Fünf Schiffe senden auffälliges Signal

Die UKMTO hatte in einer ersten Warnung Schiffe in einem Gebiet zu äußerster Vorsicht aufgerufen und offengelassen, wie viele Schiffe in den Vorfall verwickelt sein könnten. Aus Refinitiv-Schiffverfolgungsdaten vom Dienstagnachmittag geht allerdings hervor, dass mindestens fünf Schiffe ein automatisches Status-Signal gesendet haben, laut dem sie aufgrund außergewöhnlicher Umstände manövrierunfähig sein sollen. Reuters konnte zunächst keine der Angaben bestätigen.

>> Aktueller Standort der "Asphalt Princess" via MarineTraffic <<

Das Seegebiet befindet sich unmittelbar vor der Straße von Hormuz, eine Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Sie stellt ein Nadelöhr für die weltweite Ölversorgung dar. Rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte müssen die Meerenge passieren.

Die Lage in der Region ist nach einem Drohnen-Angriff auf einen Öltanker ("Mercer Street") eines israelischen Betreibers angespannt. Iran steht im Verdacht, hinter den Angriff zu stecken. Die Regierung in Teheran weist die vorwürfe zurück. Israel hat mit Konsequenzen gedroht.

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