Das Match Tesla gegen VW Musk und Diess: Geliebter Feind, das Duell der Alphamänner elektrisiert

VW gegen Tesla: Große Rivalität, aber auch großer Respekt prägt das Match zwischen den Bossen, Elon Musk (50) und Herbert Diess (62). Es geht um die Vorherrschaft in der Elektromobilität.

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Elon Musk (50) und Herbert Diess (62)
Elon Musk (50) und Herbert Diess (62) © (c) AFP (BRENDAN SMIALOWSKI TOBIAS SCHWARZ)
 

Sie sind sich ähnlicher, als man meinen könnte, doch sie repräsentieren völlig unterschiedliche Mobilitätsimperien. Auf der einen Seite der Pionier Tesla, der sich vom lange verspotteten Eigenbrötler-Autobauer zum bewunderten Branchenprimus in der Elektromobilität entwickelt hat. Auf der anderen Seite der deutsche Volkswagen-Konzern, der trotz oder gerade wegen des Dieselskandals zu jenem Hersteller der „alten“ Autowelt geworden ist, der den Wandel in das E-Zeitalter vorantreibt.
Auf den ersten Blick halten sich die Parallelen zwischen den beiden Playern in Grenzen. Hier das 2003 (übrigens nicht von Elon Musk) gegründete kalifornische Unternehmen, das sich seine Start-up-Mentalität bis heute bewahren konnte. Dort der riesige Volkswagen-Koloss mit seiner komplexen Eigentümerstruktur und seiner bisweilen sehr verkrusteten Struktur. Die Gemeinsamkeiten lassen sich an der Spitze der Konzerne ausmachen. Tesla-Lenker Elon Musk und der gerade verlängerte VW-Boss Herbert Diess sind Rivalen, das Verhältnis ist aber von hohem gegenseitigen Respekt geprägt.

Kommentare (11)
scionescio
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„ Obwohl die Firma mehrmals vor der Pleite stand, gibt es Details, die Tesla tatsächlich besser macht. Das eigene Ladenetzwerk, die beste Software, das Kundenerlebnis mit dem großen Bildschirm.“

Das Ladenetzwerk ist tatsächlich noch ein Plus, wird aber bald ein Nachteil sein: die großen Autobauer haben sich längst verbündet und ihre eigenen Joint Ventures am Laufen (zB Ionity) und alle Fahrzeuge werden mit dem neuen Ladestellenprotokoll mit ihrer eigenen Identität direkt mit der Ladestelle kommunizieren (optimal Ladeleistung, aber auch automatische Verrechnung!) - und alle Ladestellenbetreiber werden wohl oder übel Verträge mit Ionity schließen müssen, weil sich nur Fanatiker den Wahnsinn mit einem Dutzend Ladekarten antun, um nicht im Roamingfall Mondpreise zu zahlen… nur Teslafahrer werden aus naheliegender Gründen davon ausgeschlossen sein.
Dass der Riesenbildschirm ein enormes Sicherheitsrisiko darstellt liegt auf der Hand und Alltagsfunktionen in der dritten Menuebene zu suchen empfinden auch nur Fanboys als Vorteil.
Das die Software besser sein soll, glauben auch nur Fanatiker: bei keinem anderen Hersteller sind bisher Menschen durch unausgereifte und fehlerhafte Software gestorben (sogenannter Autopilot) und die vielen Updates sind hauptsächlich dazu da, die gröbsten Fehler zu beheben- damit das nicht so auffällt, werden ein paar neue Features dazugemischt(zB furzende Blinkerhebel und Videogames …).
Wenn Tesla erst einmal mehrere Baureihen mit vielen Varianten im Feld hat, wird der liebe Herr Musk von der Update-Hölle erzählen, weil die vielen Permutationen nicht mehr qualitätsgesichert werden können… bei einem Auto kann das tödlich sein!

ikennminetguataus
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Ihr Kommentar lässt darauf schließen …

… dass Sie mit E-Mobility vor allem durch Lesen und Kommentieren vertraut sind. Stimmt‘s?

scionescio
9
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@nixauskenner: Nomen est omen …

… man sollte nie von sich auf andere schließen 😉

VH7F
9
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VW wird am Ende Tesla kaufen

oder ein anderer Autokonzern. Und Musk wird zum Mars fliegen.

ikennminetguataus
3
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Einziges Problem dabei …

… dass der Wert von Tesla fünf mal so hoch ist wie jener des Volkswagen-Konzerns. Wenn eines Tages jemand Tesla kauft, dann eher die Chinesen.

scionescio
12
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@Nichauskenner: Daimler hat gerade im zweiten Quartal über 5 Milliarden Euro Profit gemacht ….

… wie viele Milliarden Verlust hat Tesla im zweiten Quartal aus dem operativen Geschäft gemacht- trotz der sauteuren Autos legen die nach wie vor bei jedem verkauften Fahrzeug drauf und halten sich nur durch Zertifikatshandel und Bitcoins über der roten Linie … irgendwann wird sich das auch an der Börse herumgesprochen haben - und dann wird es schnell bergab mit Tesla gehen 😉

petera
5
12
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Das hat Nokia auch bevor es in der Versenkung verschwand

Was glaubst du warum alle (deutschen) Hetsteller auf E-Autos setzen und spätestens bis 2035 aus der Ölverbrennertechnologie aussteigen wollen.

Sie wollen das Nokia-Schicksal vermeiden.

Auch wenn du es nicht wahrhaben willst - die Zeit des Verbrennermotors ist vorbei.

ikennminetguataus
4
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Ich bin sogar sicher …

… dass die Börsianer alsbald auch Ihren Wissenstand erreichen werden.

ichbindermeinung
6
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das deutsche Imperium schlägt zurück..."the best or nothing"..

für Tesla wird es jetzt eng, da Mercedes und Audi jetzt richtig in Electro machen...Bsp. Mercedes EQS 2021 - Das Beste oder nichts

Pablo63
2
4
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Das deutsche Imperium schlägt zurück: "the best of nothing"

In Deutschland wir es in 10 Jahren noch einen Automobilhersteller geben, wenn überhaupt. Einfach zu lange starrköpfig gewesen. Wenn es nach manchem WKO Troll geht, soll der Verbrenner ja immer noch die große Zukunftstechnologie sein. Einfach lächerlich und ein Standort-Killer.

Stratusin
5
7
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Das ist zu hoffen,

aber leider sieht es nicht ernsthaft momentan danach aus. Nur möglichst viele Modelle schnell zu liefern ist zu wenig. Das ist Momentan der einzige Vorteil den VW aufgrund seiner Größe und vielen Werke hat. Und fast vergessen jetzt, dir engen Spaltmasse. Reicht für viele auch als das Kaufargument.