In Kärntner Firmen Junge Talente als Motor für Innovationen

Das Programm "Innovationsassistenten" des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds geht in die nächste Runde. Ziel: Voneinander lernen. 4,4 Millionen Euro werden investiert.

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Auftaktveranstaltung des Programmes Innovationsassistenten im Lakeside Park in Klagenfurt. Diesmal starten 60 junge Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen © Raunig
 

60 junge Menschen, die mit ihrem Wissen, Taten- und Gestaltungsdrang für frischen Wind in Kärntner Unternehmen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen sorgen sollen: Das sind die vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) geförderten Innovationsassistenten. Die Auftaktveranstaltung hat am Donnerstag im Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt stattgefunden. Es ist ein Programm, innerhalb dessen die jungen Leute Projekte verwirklichen sollen, über welche sich das Unternehmen sonst vielleicht nicht gewagt hätte, erklärt Erhard Juritsch, Vorstand des KWF.

Ziel sei es, dass Unternehmen und Assistenten viele neue Erkenntnisse gewinnen und neue Methoden und Zugänge kennenlernen. Und das gelinge vor allem durch das Voneinander Lernen. Eines der Unternehmen, die schon seit mehreren Jahren an dem Programm teilnehmen, ist die Firma Europlast in Dellach im Drautal, die Kunststoffprodukte im Spritzgussverfahren herstellt. Geschäftsführer Helmuth Kubin sieht ebenfalls den Vorteil im Innovationsaustausch. "Innovation ist ein wesentliches Zukunftsthema. Und die jungen engagierten Leute bringen hier Input", ist er aus der Erfahrung vergangener Jahre überzeugt.

Das Ausbildungsprogramm, welches vom KWF initiiert wurde, gibt es seit mittlerweile 20 Jahren. Mit jungen Menschen zu einem zukunftsfähigen Innovationsökosystem kommen, lautet der Arbeitstitel. Und dem Land Kärnten ist diese Initiative 4,4 Millionen Euro wert. Technologiereferentin Gaby Schaunig (SPÖ) sieht in dieser Form der Förderung ein "zukunftsfähiges Modell". Die reine Investitionsförderung werde eher in den Hintergrund treten. Viel wichtiger sei es, "Netzwerke zu bilden und Kräfte zu bündeln". Weshalb das Programm, das quer durch alle Branchen gehe, in diesem Jahr noch einmal ausgeweitet und die Kapazität auf 60 Innovationsassistenten verdoppelt worden sei. Die Sachgüterindustrie ist ebenso vertreten, wie internetbasierte Dienstleistungsunternehmen.

Gaby Schaunig und Erhard Juritsch Foto © Raunig

Neue Zielgruppen

Erweitert wurde heuer die Zielgruppe. "Es liegt in der Natur der Sache, dass sich der Innovationsassistent weiterentwickeln muss, sagt Günther Karner, der Sprecher des Ausbildungsteams. Neben Unternehmen sind auch Bildungs-, Forschungs- und Vernetzungseinrichtungen angesprochen. So sind beispielsweise die Tourismusregionen von Bad Kleinkirchheim bis hin zum Wörthersee vertreten, aber auch Forschungseinrichtungen wie das Joanneum Research oder das Kompetenzzentrum Holz in St. Veit.

Eine bunte Mischung

Die Innovationsassistenten kommen ebenfalls aus den unterschiedlichsten Bereichen. Es sind Absolventen von Studienrichtungen wie Maschinenbau, Meteorologie, Kunststofftechnik und Sprachwissenschaften, Agrar- und Betriebswirtschaft. Sie sind aus ganz Österreich, aber auch aus dem Ausland, unter anderem Mexiko und Italien. Ziel ist es, so Juritsch, junge Talente nach Kärnten zu holen, beziehungsweise sie hier zu halten. Der KWF begleitet und berät die Mitarbeiter bei der Projektumsetzung, aus welchen "im Idealfall Leuchttürme" werden sollen.

Innovationsassistenten für frischen Wind Foto © Raunig

Mehr als 200 junge Talente haben in den vergangenen Jahren das Ausbildungsprogramm absolviert. Für KWF-Vorstand Juritsch ist es "ein Produkt, das die wesentlichen strategischen Schwerpunkte des KWF vereint". Innovationsassistentinnen und Innovationsassistenten seien zumeist im Forschungs- und Entwicklungsteam von Unternehmen angesiedelt, und würden so dazu beitragen, dass diese zukunftsfähig werden oder bleiben. "Und durch das Programm entstehen auch Kooperationen".

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