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Vertrag unterzeichnetKooperation: Bozen errichtet Talentcenter nach steirischem Vorbild

Wirtschaftskammer Steiermark und Handelskammer Bozen haben ein Kooperationsabkommen für die Errichtung eines Talentcenters in Bozen nach weiß-grünem Vorbild unterzeichnet.

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WKO Vertrag Bozen
WKO Vertrag Bozen © (c) Foto Fischer
 

Kooperation zwischen der Steiermark und Südtirol: Die Präsidenten der steirischen Wirtschaftskammer und der Handelskammer Bozen, Josef Herk und Michl Ebner, haben ein Kooperationsabkommen für die Errichtung eines Talentcenters in Bozen unterzeichnet. Dieses Zentrum für Berufsorientierung soll dabei nach steirischem Vorbild gestaltet werden. Darüber hinaus will man Forschung und Entwicklung im Bereich der Berufsorientierung künftig gemeinsam vorantreiben.

Am Talentcenter der WKO in Graz haben mittlerweile rund 75 Prozent der steirischen Schüler bzw. knapp 8000 Jugendliche eine Berufsorientierung durchlaufen. 2019 wurde das Konzept beim World Chambers Congress in Rio de Janeiro als weltbeste Bildungsinitiative ausgezeichnet. Die Corona-Pandemie hat aber natürlich auch hier zu Einschränkungen geführt, erst seit kurzem dürfen Testungen im Schulklassenverband wieder angeboten werden. Und das schon bald nicht nur in Graz, sondern auch in Bozen.

Talentecheck
Talentecheck Foto © (c) Stefan Pajman

"Transfer von Know-how"

Die von der steirischen Wirtschaftskammer gemeinsam mit der Grazer Karl-Franzens-Universität entwickelte Einrichtung wird nun erstmals exportiert. Die Handels-, Industrie-, Handwerks- und Landwirtschaftskammer Bozen wird nämlich ein Talentcenter nach Grazer Vorbild errichten. Ein entsprechendes Kooperationsabkommen wurde am Dienstag vom steirischen Wirtschaftskammerpräsidenten Josef Herk und seinem Südtiroler Pendant, Michl Ebner, unterzeichnet. „Aufgrund des Transfers von Know-how vonseiten der WKO Steiermark muss die Handelskammer Bozen bei der Einrichtung des Talentcenters in Südtirol nicht bei null anfangen. In Zukunft werden wir diese Kooperation weiter forcieren“, wird betont. So sei die Kooperation "nicht nur auf die Entwicklung und Durchführung der Talentchecks beschränkt, sondern auch im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung sowie der internationalen Vernetzung angedacht". Dies umfasse unter anderem "die Organisation von Praktika für Schüler und Lehrlinge im jeweils anderen Land“, so WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg und WIFI-Chef Martin Neubauer, der die operative Leitung des Talentcenters  verantwortet. Jugendlichen soll dadurch die Möglichkeit geboten werden, wichtige internationale Erfahrungen zu sammeln, welche sie dann in die heimischen Betriebe miteinbringen können.

Das Talentcenter

An der Schwelle zur ersten konkreten Berufs- und Ausbildungsentscheidung liefert das Talentcenter für alle 13- bis 15-Jährigen eine fundierte und objektive Entscheidungsgrundlage.

Dabei werden nicht nur Interessen, sondern auch, anhand von adaptiven Verfahren, Fähigkeiten und Stärken der Jugendlichen miteinbezogen und mit den unterschiedlichsten Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten abgeglichen.

Die Ergebnisse bekommen die Jugendlichen in individuellen Talentereports aufbereitet, der auch konkrete Berufsempfehlungen zu den jeweiligen Talenten und Fähigkeiten beinhaltet.

„Unser Talentcenter ist damit ein einzigartiges Leuchtturmprojekt. Denn gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es besonders wichtig, den Jugendlichen ihre Talente aufzuzeigen. Oft stecken unentdeckte Fähigkeiten in einem, die es zu heben gilt“, betont WK-Präsident Josef Herk.

Foto © WKO

 

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