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Sechs statt vier Personen pro TischDruck von Regionen: Italien lockert Corona-Regeln in Restaurants

Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza sprach sich zuletzt stets für rigorose Restriktionen aus. Jetzt aber musste er dem Druck im Land weichen und adaptiert die Corona-Bestimmungen.

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Während in Italien die Zahl der Neuinfektionen weiter sinkt und die Impfkampagne voranschreitet, ist ein Streit über die Zahl der Gäste an Restauranttischen ausgebrochen. Unter dem Druck der 20 italienischen Regionen, die auf eine entschlossene Lockerung der letzten Corona-Restriktionen drängen, hat Gesundheitsminister Roberto Speranza nachgegeben. Nunmehr sind sechs statt vier Personen pro Tisch in Lokalen erlaubt.

Der Gesundheitsminister, der sich seit jeher für rigorose Restriktionen einsetzt, musste den Regionen nachgeben, die darauf drängten, dass bis zu acht Personen pro Tisch sitzen dürfen. Nach mehrstündigen Verhandlungen einigten sich Regierung und Regionen auf sechs Gäste pro Tisch.

In den Urlaubsregionen gibt es daran weiterhin massive Kritik. "Die Restriktionen bei der Zahl der Gäste pro Tisch sind absurd. Die Infektionszahlen sinken im ganzen Land und die Krankenhäuser sind leer. Jede Einschränkung der Freiheit ist unangebracht und hat keinerlei wissenschaftliches Fundament", betonte der Präsident der Region Ligurien, Giovanni Toti.

Seit Donnerstag können sich alle Italiener ohne Altersbeschränkung impfen lassen. Der mit der Impfkampagne beauftragte Regierungskommissar Francesco Paolo Figliuolo richtete einen Appell an die Regionen und autonomen Provinzen, damit höchste Flexibilität bei der Anmeldung für die Impfung gewährleistet werde.

2 Millionen Italiener über 60 sind nicht geimpft

Während die Regionen mit der Immunisierung von Teenagern beginnen, ruft der Regierungskommissar Impfmuffel auf, sich immunisieren zu lassen. Gegen eine Impfung seien vor allem Menschen im Alter zwischen 60 und 69 Jahren wehren, klagte der Regierungskommissar. "2,1 Millionen Italiener über 60 Jahre sind noch nicht geimpft, das ist eine hohe Zahl. Wir müssen an die noch unschlüssigen Personen oder an jene Menschen denken, die mit der Technologie weniger versiert sind und sich nicht auf Plattformen für die Impfung angemeldet haben. Wir haben die Regionen aufgerufen, diese Personen aufzusuchen und ihnen zur Impfung zu verhelfen", sagte Figliuolo.

Der Regierungskommissar gab zu, dass es bei dem AstraZeneca-Vakzin "akute Nebeneffekte" gegeben habe, diese seien jedoch mit denen anderer Medikamente nicht zu vergleichen. "Der Vorteil des Vakzins überwiegt alles andere", so Figliuolo. Auch die Impfungen am Arbeitsplatz haben italienweit begonnen.

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