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Folie zum Kerosinsparen Lufthansa überzieht Fracht-Jets mit einer Haifischhaut

Entwicklung von BASF und Lufthansa Technik: Verminderung der Luftreibung durch Oberflächenfolie um etwa ein Prozent. Ab kommendem Jahr sämtliche Frachter der Lufthansa Cargo mit neuer Folie.

Aerial view of clouds from the sky
Aerial view of clouds from the sky © LH/(c) Getty Images/iStockphoto (franckreporter)
 

Lufthansa-Jets sollen künftig mithilfe einer neuartigen Oberflächenfolie Sprit sparen. Die von BASF und Lufthansa Technik gemeinsam entwickelte Oberfläche sei der gerippten Haut von Haifischen nachempfunden, berichteten beide Unternehmen am Montag. Mit der besseren Aerodynamik könne die Luftreibung um etwa ein Prozent gemindert werden, sodass beim Einsatz an der gesamten Lufthansa-Frachterflotte jährliche Einsparungen von 3700 Tonnen Kerosin möglich seien.

Damit würde die Emission von rund 11.700 Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) vermieden, was rund 48 Frachtflügen von Frankfurt nach Shanghai entspreche, so die Unternehmen weiter. Ab dem kommenden Jahr sollen sämtliche Frachter der Lufthansa Cargo, zehn Jets vom Typ Boeing 777, mit der neuen Folie beklebt werden. Es geht um die Rumpfunterhälfte bis zu den Seitenflächen, wo bei Frachtern keine störenden Fensterreihen vorhanden sind. Auch Teile des Flügels würden beklebt, berichtete ein Sprecher der Lufthansa Technik.

Foto © LH/(c) Oliver Roesler

800 Quadratmeter Haifischhaut pro Flugzeug

Insgesamt geht es um rund 800 Quadratmeter Haifischhaut pro Flugzeug. Bisher wurde die Folie auf rund 500 Quadratmetern am Unterrumpf eines Boeing 747-Jumbos erprobt. Dafür hatte Lufthansa Technik auch die Zulassung durch die europäische Flugsicherheit EASA erreicht.

Lufthansa Technik und BASF beabsichtigen, die neue Technologie konsequent in Richtung zusätzlicher Flugzeugtypen und noch größerer Flächen weiterzuentwickeln. In ersten Modellrechnungen ließen sich mit der Haifischhaut-Technologie bis zu 3 Prozent der CO2-Emissionen vermeiden, erklärten die Unternehmen.

Foto © LH/(c) Oliver Roesler

Kommentare (1)
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dieRealität2019
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1
Lesenswert?

Alle Achtung. da hat man sicherlich einiges dazu gerechnet.

Die Masse macht es. Und bei Lufthansa werden sicherlich einige Liter verbraucht.