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900.000 Haushalte betroffenWie in Österreich nach dem Gasausstieg geheizt werden soll

Vor allem in Städten sind Gasthermen weit verbreitet. Bis 2040 soll damit Schluss sein. Der Umbau auf andere Heizsysteme ist eine Mammut-Aufgabe.

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Symbolbild
Symbolbild © (c) imago images/blickwinkel (imago stock&people via www.imago-images.de)
 

Als im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine im Winter plötzlich die Gas-Lieferungen nach Österreich in der Schwebe waren, konnten die Gasversorger schnell versichern: Es gibt genug Reserven. Und tatsächlich lagert genug Gas für 95 Terrawattstunden (TWh) Arbeitsleistung in Österreichs Speichertanks.

Kommentare (24)
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Gruselbusel
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Da bin ich aber einmal neugierig

Die thermische Sanierung inkl. Tausch des Heizungssystems würde bei meinem Haus ca. 100.000 € kosten; Dafür bekomme ich dann wieviel Förderung? 10.000?

Nope, das mache ich dann wohl nicht. Ich bin ja schon neugierig wie man mich dazu zwingen will.

vitruvius
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Natürlich machen Sie das nicht.

Wer ist denn schon so blöd und trägt selber was bei, um den Ausstoß von CO2, an dem er beteiligt ist, zu reduzieren. Das sollen gefälligst die anderen machen!

huckg
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Förderungen sind aber kein Menschenrecht

Es geht ganz einfach und wird früher oder später auch so passieren: Nennt sich "Verursacherprinzip".
Einfach die Umweltkosten auf den entsprechenden Energieträger aufrechnen und schon wirst du gerne dein Haus auf eigene Kosten dämmen, deine Ölheizung auf Wärmepumpe umbauen und aufs Dach eine PV-Anlage installieren. Wenn du es dirs nicht leisten kannst, kannst du dir auch kein Eigenheim leisten und wirst dein Haus verkaufen. Nur, wie kommt die Allgemeinheit dazu dir durch Förderungen eine neue Heizung zu kaufen? Wie kommt die Allgemeinheit dazu sich von dir dir Umwelt zerstören zu lassen, die Luft verpesten zu lassen?
Ob wir die Umweltkatastrophe noch erleben oder nicht, die Politiker wachen schön langsam auf und irgendwer wird das Ganze finanzieren müssen.

Gruselbusel
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Na dann rechnen Sie einmal vor

Welche Umweltkosten meinen Sie? Vermehrt auftretenden Atemwegserkrankungen durch die erhöhte Feinstaubbelastung durch die Pelletsheizung meines Nachbarn?

Ich bin über 40 Jahre ohne Auto ausgekommen und lege meine täglichen Km mit Öffis, Fahrrad oder zu Fuß zurück. Aber ich heize mit Solar und Öl. Wenn Sie 10 wie mich hernehmen, haben wir bestimmt einen kleineren ökologischen Fußabdruck als 2 E-Bike und Tesla fahrende Bobos die sich ihre Superfoods vom anderen Ende der Welt ankarren lassen.

hfg
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Was ist das dann wenn

Z.B die HOLDING GRAZ Anschlüsse mit sogenannten „Naturgas“ anbietet??

Ragnar Lodbrok
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Da ist mit Sicherheit nicht das letzte

Wort gesprochen. Der Neueinbau soll verboten werden - aber funtionierenden Gasthermen das Gas abdrehen? Das schau ich mir an. Sitzen dann Tausende in kalten Wohnungen oder Häusern? Das schau ich mir an...

Morpheus17
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Da kauf ich mir glatt noch einen Gasbrenner

Gas verbrennt zu Wasser und Co2. Also die ökologischte Form der Verbrennung.

Carlo62
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Und Wasserstoff...

...verbrennt zu Wasser! Man kann mit Überschussenergie aus PV-Anlagen mittels Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff und Sauerstoff gewinnen. Der Wasserstoff komprimiert in Stahlflaschen gespeichert kann über eine Brennstoffzelle wieder zu Wärme und Strom verbrannt werden. Ohne Feinstaub, ohne CO2. Außerdem könnte man sogar sein eigenes H2-Auto damit betanken. Illusorisch? Nein, gibt es schon!

Ifrogmi
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schön für den herrn, dass er ...

... eine fussbodenheizung betreibt. der verdient halt erstens besser als die meisten von uns und hat zweitens, nicht so wie wir, eine tramdecke im haus. vom lärm ganz schweigen. immerhin erzeugt eine wärmepumpe tagsüber 50 - 60 dezibel (kommt schon an einen lkw heran, und nachts immer noch mindestens 25 dezibel. er ist also entweder taub oder nie zuhause und plagt nur eventuelle nachbarn. bei 25 dezibel werden bereits der schlaf und die konzentration gestört. sogar wesentlich niedrigere, aber dauerhafte lärmereignisse stressen nachhaltig und sind gesundheitsschädlich.

Morpheus17
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Abgesehe davon, optisch wirklich grauslich

Wenn ich nicht fürs Pool die Wärmepumpe brauchen würde, ich hätte Sie sicher schon abbauen lassen.

PoetschSt
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Eine Heliotherm liegt in 3m Entfernung bei 18 db(A)

Also in 3 m Entfernung unter der Wahrnehmbarkeitsgrenze.

bb65
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lfrogmi

Die Wp kann auch in Kombination mit Heizkörpern betrieben werden, Mein Bruder hat in einem alten Haus in Mureck so eine Anlagern schon vor 10 Jahren installiert und die arbeitet super. Das Haus ist ein Altbau und nicht einmal gut isoliert. Die WP ist in einem kleinen „Technikraum“ (die alte Heizung hängt ja auch nicht im Schlafzimmer bei dir, oder? ) Mit Heizkörpern ist es nicht die bevorzugte Variante, aber es geht. Und für die Kosten müssen wie einst bei den Fenster umbauten in den 90er Landes/bundes-kredite und/oder Zuschüsse kommen.

9956ebjo
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@BB65

Von was von einer WP redest du?

Eine LWP wirds nicht sein, die ist in einem Technikraum ganz falsch.

Das man mit einer LWP einen Altbau auf Radiatoren betreiben kann ist mir auch neu.

bb65
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@9956

Wie gesagt, die ist schon >10Jahre alt. Ist eine LWP und hat auch einen durch Glykol Leitungen verbundenen Außenteil wo der Wärmeaustausch erfolgt.
Mit 50 Grad Vorlauftemperatur kann man ganz gut Radiatoren betreiben. Wie gesagt, ist nicht optimal, aber funktioniert. Er hatte die Radiatoren schon montiert, darum die Variante.

9956ebjo
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bb65

Ja, wenn Stromkosten keine Rolle spielen...

Ein Grad mehr Vorlauftemperatur bedeutet einen zusätzlichen Energiebedarf der Wärmepumpe von 2,5%.

Also wenn man jetzt aus ökologischer Sicht von Gas und Öl weg will ist das genau der falsche Weg und meiner Meinung nach kontraproduktiv.

bb65
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9956

Also 10 Grad mehr Vorlauf gibt deiner Rechnung nach dann 25% mehr Engie Aufnahme, van einem System das nur rund ein Viertel braucht (WP Faktor ) eine Akzeptable wenn auch wie schon eingangs erwähnt nicht optimale Lösung. Aber sicher nicht kontra produktiv.

Ich führe das Beispiel ja nur an weil lfrogmi in seinem Posting schreibst das es unmöglich ist wie er ja eine Tramdecke hat und behauptet dass er darum keine Wp haben kannst, abgesehen von seinen Schlafstörungen.

peso
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bb65

Also wenn diese WP einen Faktor von 1:4 hat, dann fress ich nicht nur einen Besen, sondern die ganze Putzkolonne dazu .....und selbst wenn es eine Erd- oder GrundwasserWP ist, wäre diese Leistung im Altbau ohne Isolierungen und mit Heizkörpern nicht möglich!

bb65
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@peso

Aber selbst wenn der Faktor 1 zu 3 ist (und das waren die ersten Luft Wasser WP ) ist es immer noch sehr gut

bb65
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@poso

Der WP Faktor ist der Faktor zwischen aufgenommener Elektrischer Energie und der Abgegeben Heiz bzw. Kühlleistung. Dieser ist völlig unabhängig vom Gebäude das von der WP beheizt wird, Das Gebäude gibt die benötige Heiz/Kühllast vor und dadurch die WP Selektion. Mahlzeit!

peso
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bb65

Sie haben es nicht so mit Physik oder?
Die Arbeitszahl ist natürlich der Faktor von aufgenommener zu abgegebener Energie, ABER, und um das geht es bei WP, die abzugebende Energie muss erst einmal erzeugt werden und wenn die externen Parameter (Außentemperatur, Dämmung, gewünschte Temperatur) nicht optimal sind, dann spielt sich die Arbeitszahl 1:4 oder 1:3 nicht mehr, sondern bewegt sich bei 1:2. Und ganz schlimm wird es, wenn die Außentemperatur sehr tief liegt (-20°C), dann kann die WP nämlich kaum mehr Leistung erbringen und braucht die eingebaute Strom-Direktheizung,(AZ 1:1) sonst kühlt das Gebäude aus. Was glauben Sie, warum seriöse Installateure in solchen Fällen keine WP einbauen und auch das Gesetz den Einbau eigentlich verhindert?

PoetschSt
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Wird Fernwärme in Graz dann auch verboten?

Eine Gastherme hat einen höheren Wirkungsgrad als Fernwärme! Womit betreibt man die Fernwärme, wenn man aus Gas aussteigt? Verbieten wir mal, das Problem wird schon jemand lösen.

nemo4
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Unsinniges Verbot

Na dann heizen wir halt mit Strom (Wärmepumpe=Stromheizung), der im Winter aufgrund des Mangels an erneuerbaren Quellen und Wasserkraft erst wieder mit Gas hergestellt werden muss. Abgesehen davon, dass es für den Konsumenten empfindlich teurer wird (bei stetig steigenden Strompreisen+Investitionskosten) gibt es für die Umwelt keinen Nutzen.
Und am schlimmsten sind überhaupt die Holz- und Pelletsheizungen - wenn man eine solche in der Nachbarschaft hat, hat man eine Luftqualität wie in Bangkok oder Neu Delhi - Fenster aufmachen unmöglich, da es dann sofort wie in einer Rauchkuchl stinkt.

PoetschSt
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Wärmepumpen ...

... gewinnen aus einer kWh Strom das 3- bis 5-fache an Wärme. Selbst wenn der Strom mit Gas erzeugt wird, eine CO2-Einsparung, die ansonsten keine Heiztechnologie erreicht. Ab 2030 wird kein Strom mehr aus Gas erzeugt. Und zusammen mit PV ist eine Wärmepumpe unschlagbar, bei den Kosten und bei der Umweltfreundlichkeit.

bb65
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@Poetsch

Das siehst du genau richtig. Selbst die Luft- Wasser Wp werden immer effizienter. Ich arbeite in der Haustechnik für Großobjekte in Holland. Halland ist ein Erdgases produzierendes Land und hat vor ein paar Jahren beschlossen aus dem Erdgas auszusteigen, Dort wird bei Neubauten massiv auf die Kombination von Luft-Wasser Wärmepumpen mit PV gesetzt. Dazukommender Bonus für den Nutzer ist die Klimaanlagen Funktion der WP im Sommer. Auch wird endlich besser gebaut in den Niederlanden mit dem Auge auf Energieverbrauch, also Richtung Niedrig Energiehaus. Wir haben ein Heer von Arbeitslosen wie schon langen nicht, Staatschuldenmachen ist problemlos wie schon langen nicht (kosten und Hemmschwelle extrem nieder, weltweit, da sollten wir doch in der Lage sein Facharbeiter zu schulen.