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Firmen planen KündigungenBerater alarmiert: "Es wird zu einer Pleitewelle kommen"

Wenn die Firmen keine zusätzlichen Liquiditätsreserven mehr haben, wird es spätestens im nächsten Jahr zu massiven Engpässen kommen, warnt Branchenvertreterin Claudia Strohmaier im Ö1 Morgenjournal.

 

Knapp 35 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen sind in Österreich entweder ausbezahlt oder zumindest zugesagt. Erst am gestrigen Donnerstag hat die Regierung den Ausfallsbonus verlängert, dennoch befinden sich viele Betriebe in Schieflage. Das zeigt eine Umfrage unter Unternehmensberatern der Wirtschaftskammer, berichtet das Ö1 Morgenjournal.

Mehr als die Hälfte der Befragten hat Unternehmen beraten, die planen, Mitarbeiter zu kündigen. Ein Viertel musste gar schon konkrete Schließungspläne erarbeiten. Die Stimmung sei trist, sagt Branchenvertreterin Claudia Strohmaier.  Vor allem viele kleine Unternehmen würden erwägen, sich von Mitarbeitern zu trennen. Das sei ein Warnsignal, so Strohmaier.

Im Vorjahr habe es sehr wenige Pleiten gegeben, das werde sich aber heuer ändern, erklärt die Unternehmensberaterin weiter. Wenn die Firmen keine zusätzlichen Liquiditätsreserven mehr haben, werde es spätestens im nächsten Jahr nach Auslaufen der Stundungen zu massiven Engpässen kommen. Sie rechnet mit einer Pleitewelle in Österreich.

Kommentare (14)
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Hapi67
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Diese Pleitewelle

klingt nach Panikwelle von Beraterseite.

IT, Logistik, Bau, Gewerbe, Handwerk, Pflege, Reinigung, Ernzehelfer, Reinigung, Handel, Gastro und Tourismus nach Öffnung, Lehrlinge in fast allen Branchen-in diesen Bereichen wird aktuell händeringend mit vollen Auftragsbüchern nach Mitarbeitern gesucht-daran kann man die angekündigte Pleitewelle erahnen.

Dazu durch Corona zusätzlich igMilliarden auf der Bank, die auf Investitionen warten.

Treffen wird es zu 95% jene, die ohnehin keine Zukunft haben-Ende der Vorstellung.

Vielen Dank

joe1406
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Es gibt immer zwei Seiten

Auf der einen die Wirtschaftsmärchensendung des ORF ECO und auf der anderen Seite die Realität, Weiterwursteln ist immer ein Thema in der Wirtschaft für 70% aller Firmen - schon lange vor Corona. Jetzt wird es halt zur Champions League. Goldene Zeiten für Berater, die halt so lange beraten bis es vorbei ist mit den Kunden und noch schnell ein bisschen was für das eigene Konto heraus holen.

Lepus52
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Panik auf sehr hohem Niveau!

Völlig verzweifelt, eine zerstörte Generation? Die europäische Aufbaugeneration hatte ein zerstörtes Europa vorgefunden, 7 Millionen Heimatvertriebene, in jeder Familie Kriegsopfer (mehr als 70 Millionen Tote) zerstörte Städte, Wohnungsnot und Obdachlosigkeit, Hunger, Brennstoffmangel, keine Infrastruktur, mangelhafte Verwaltung, kalte Schulen, Familien ohne arbeitsfähige Männer, Kinder ohne Eltern, ohne Väter, mit traumatisierten Vätern uvam. Ich schäme mich für das Jammern von heute.

Miraculix11
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Du hast völlig recht

Die Zeiten sind viel weniger schlimm als nach dem 2. Weltkrieg, aber die Leute schaffen es nicht. Man braucht sich nur die Zeit vor Corona anschauen: Wieviele bauen ihr Haus noch selber? Lieber bauen lassen und sich nicht dreckig machen. Wieviele Jugendliche verdienen noch ihr Taschengeld dazu. Lieber die Eltern zahlen lassen. Wieviele Arbeitslose nehmen jeden Job? Nein danke, sie bleiben lieber daheim und leben von der Arbeitslosenunterstützung. Und wenn das Geld nicht mehr ohne Anstrengung fließt sind sie verzweifelt.

X22
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Wie schauts mit der Zeit davor aus und zu was führte sie

das sollten sie in ihren Überlegungen mit einfließen lassen, sei es wie sei, dass das Gejammer gegenüber der Nachkriegszeit übertrieben sei, was mir jedoch auffällt ist die Tatsache, dass wir bei übervoller Auftragslage, Aufträge nicht durchführen können, weil benötigtes Grundmaterial nicht lieferbar ist, Liefertermine mit 2-3 Monaten ohne Gewähr zugesagt werden oder einfach mit "schau ma mol was ma mochen kann", die Preise Monat für Monat steigen, usw.
Wenn man sich den Wohlstand, den wir noch haben, Spiralen förmig vorstellt, und der Strudel sich durch immer mehr "Verlierer" vergrößert, immer mehr reinsaugt, nicht über Wochen, Monate gedacht, sondern über mehrere Jahre, auch die Abhängigkeit von Globalplayern zB. China, die durch ihre erlangte Macht, mit Europa Pingpong spielen könnte, zB. Verdrängungswettbewerb im Bau und anderen Sparten ( über die südlichen zuerst betroffenen finanzschwächeren Länder, schon seit längeren in Österreich angekommen zB. aktuelles Thema "Terminal Werndorf"), kann sich auch vorstellen, dass es wieder zu Zeiten kommen kann, die im Endeffekt ihr beschriebenes Aufräumen des Übriggebliebenen durch Übriggebliebene beschreibt, also soll man schon auf mehr achtgeben und ihr ihren Wert in der Gesamten Ansicht geben.

hbratschi
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lepus,...

...du willst jetzt ernsthaft den weltkrieg mit dieser pandemie vergleichen? gratuliere...

Lepus52
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Sie interpretieren falsch!

Ich Vergleiche nicht die Ursache, sondern die Reaktionen. Nach dem unvergleichlich schlimmeren 2. Weltkrieg habe ich weniger jammern und sich bedauern gehört. Da hat man angepackt und gearbeitet und zwar jeder der konnte und war froh, dass man arbeiten konnte und hat sich als Überlebender als Gewinner gesehen und nicht als Opfer. Heute sieht sich jeder Hotelbesitzer, der mehrere Hotels besitzt als Opfer, selbst wenn er gerade aus Südafrika vom Golfen zurückkommt. Viele morbide Betriebe wurden durch Steuermittel des letzten Jahres am Leben gehalten und viele Betriebe wurden übergefördert. Viele, die sich als Opfer darstellen sind Gewinner der Pandemie.

hbratschi
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die, wie du schreibst,...

..."morbiden" betriebe, sind meist familienbetriebe bei denen alle zusammenhalten und sich den arsch aufreißen, damit sie überleben. und die tun mir leid, denn genau diese fleißigen werden jetzt massive probleme bekommen. die von dir angesprochenen "golfenden hoteliers", die haben eh keine probleme, die sind eh das klientel von den türkisen und werden dementsprechend bedient...

lilith73
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Hotel ist kein Goldesel

Der Hotelbesitzer hat Profit, wenn das Hotel voll belegt ist. Ist es aber leer muss er es trotzdem heizen reinigen, gegebenenfalls warten und renovieren, Personal bezahlen, Betriebskosten,.... das ohne Einkünfte. Eine Zeit lange geht das aus den Reserven, doch wenn die aufgebraucht sind und trotzdem die Rechnungen ins Haus flattern ist es aus mit dem Hotelbetrieb. Ein kleinerer ist früher aus dem Rennen als ein großer. Die Gäste werden auch wenn Öffnung ist, nicht 3 Portionen essen, weil sie nachholen müssen,...

harri156
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Ach was!

Denen, die an eine gewisse Partei gespendet haben, wird schon geholfen! Die anderen sind zu dumm um die Formulare auszufüllen... Kennen wir ja schon.

hbratschi
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es wurde leider...

...immer nur auf die täglichen "horror"zahlen geschielt. die menschlichen, sozialen und wirtschaftlichen folgen der "maßnahmen" wurden (und werden auch jetzt noch) völlig unterschätzt. nicht nur von der politik sondern auch von der bevölkerung. aber wenn man das schrieb, wurde man bisher von kurzfristig denkenden gemaßregelt, nur weil sie nicht in der lage waren, den preis den wir und vor allem unsere kinder dafür zu bezahlen haben werden, zu erkennen...

lilith73
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Lockdown Knockdown

Ist die Frage was der Gesellschaft mehr schadet, Corona oder die Maßnahmen dagegen. Letzte Lockdowns halfen nicht mehr wirklich. Impfungen mit Nebenwirkungen, und nicht sicher ob wirksam. Wirtschaft ruiniert, Schulden zu hauf, Existenzen ruiniert. Arbeitslose massenhaft. Eine Generation die an der sozialen Distanzierung psychisch und in sachen Schule und Bildung leidet. Ob das jetzt besser ist, als mehr Tote ist die Frage die uns wohl keiner beantworten kann und will.

pescador
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Berater alarmiert

Wird nicht ganz so dick kommen. Natürlich versucht man jetzt noch die staatliche Unterstützung höchstmöglich zu nutzen.

Miraculix11
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Es wird genauso kommen

Die derzeit hohe Arbeitslosenzahl wird noch höher werden. Da kommt eine riesige Lawine auf uns zu.