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Verlust von 263 Mio. EuroGlücksspielriese Novomatic rutscht tief in die roten Zahlen

Corona-Pandemie legte Betrieb von Spielbanken, Casinos, Spielhallen und Wettstandorten lahm. Umsatzeinbruch um ein Drittel.

++ THEMENBILD ++ ´NOVOMATIC´
++ THEMENBILD ++ ´NOVOMATIC´ © (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
 

Die Corona-Krise hat den niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic hart getroffen. Der Umsatz brach 2020 um ein Drittel auf 1,74 Milliarden Euro ein. Unter dem Strich steht ein Verlust von 262,8 Millionen Euro, geht aus dem am Freitagabend veröffentlichten Jahresfinanzbericht hervor. Der Umsatzeinbruch resultiert aus fast allen Märkten und ist auf die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im Betrieb von Spielbanken, Casinos, Spielhallen und Wettstandorten zurückzuführen.

Das Glücksspielunternehmen sieht sich aber finanziell gut aufgestellt: "Trotz dieses schwierigen Umfelds ist es Novomatic gelungen, die Nettoverschuldung 2020 um 10,2 Prozent zu reduzieren und die Eigenkapitalquote liegt mit 27,7 Prozent leicht unter Vorjahresniveau", hieß es von dem Konzern. In der Novomatic-Hauptversammlung wurde beschlossen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2020 auszuschütten. Der Glücksspielkonzern betreibt Standorte in rund 50 Ländern und beschäftigt weltweit rund 21.000 Mitarbeiter, davon 3000 in Österreich.

Wo die Einbrüche am heftigsten ausgefallen sind 

Besonders stark ging der Umsatz der Novomatic in Italien (-199,3 Mio. Euro) und Deutschland (-174,4 Mio. Euro) zurück, gefolgt von Osteuropa (-142,4 Mio. Euro), Österreich (-112,2 Mio. Euro), übrige Märkte (-97,8 Mio. Euro), Großbritannien (-89,1 Mio. Euro) und Spanien (-67,4 Mio. Euro) sowie Niederlande (-39,5 Mio. Euro). Beim Online-Geschäfte verzeichnete das Unternehmen hingegen eine deutliche Umsatzsteigerung (+58,3 Mio. Euro).

Das Glücksspielunternehmen sieht sich aber finanziell gut aufgestellt: "Trotz dieses schwierigen Umfelds ist es Novomatic gelungen, die Nettoverschuldung 2020 um 10,2 Prozent zu reduzieren und die Eigenkapitalquote liegt mit 27,7 Prozent leicht unter Vorjahresniveau", hieß es von dem Konzern. Der Personalaufwand betrug 606,9 Mio. Euro im Jahr 2020, gegenüber 772,8 Mio. Euro ein Jahr davor. Der Rückgang sei im Wesentlichen auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Große Einsparungen machte das Unternehmen auch im Marketing, wo die Aufwendungen von 120 Mio. Euro im Jahr 2019 auf 77 Mio. Euro im Corona-Jahr 2020 reduziert wurden.

Wie Ende 2020 ist auch der Beginn von 2021 von Lockdowns und restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in zahlreichen Kernregionen der Novomatic geprägt. "Insgesamt bleibt das Geschäftsumfeld für den Novomatic AG-Konzern sehr dynamisch", heißt es im Jahresfinanzbericht. Unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen erwartet das Unternehmen, dass die Umsatz- und Ergebnisausfälle 2020 im Geschäftsjahr 2021 aber "zum Teil aufgeholt werden können".

Der heimische Glücksspielkonzern steht immer wieder im Fokus des politischen Interesses, wie im laufenden Ibiza-Untersuchungsausschuss, wo unter anderem Zahlungen der Novomatic an die Politik durchleuchtet werden. Der Konzern bestreitet, dass diese Zuwendungen einen illegalen Hintergrund haben.

Kommentare (17)
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leserderzeiten
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Kurz wirds schon richten.

Also ich mein jetzt "die" Kurz, die Schwiegertochter vom Konzern Chef.
Damit da keine Verwechslung entsteht.

8230HB
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Gibt schlimmeres...

..z.B. die ganzen Familientragödien, wenn Süchtige das ganze Geld verspielt haben. Menschen sich deshalb sogar das Leben nehmen. Mit dem Glückspiel haben sich viele goldene Paläste erbaut und Millionen und Aber Millionen Gewinn gemacht. Leider ist der Staat hier, sowie bei anderen Suchtmitteln, mehr auf das Steuergeld, als auf die Gesundheit ihres Volkes bedacht.

Salcher
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Respekt vergangen

Hatte einst große Wertschätzung für einen Österreicher der ein "Parmalat" Käppi trug. Dann trug sein Käppi plötzlich den Schriftzug vom größten "Dreckskonzern", bei dem sich auch die erfolglose Wendehals-Frau und Grünen Chefin angedient hatte. Damit wurde für mich einer, der einst größten Österreicher, plötzlich ganz ganz klein. Der Beweis, dass Geld alles und jeden in Österreich kaufen kann, scheint damit erbracht zu sein.

WASGIBTSNEUES
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Millionengewinne

und wo sind die Millionengewinne der letzten Jahre?
Ein Unternehmen das Geld damit verdient andere "Spieler" das Letzte aus der Hose zu nehmen ist unmoralisch und nicht bedauernswert

umo10
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Warum freut mich das jetzt 😜

Verluste von novomatic sind Gewinne für spielsüchtige. Und jede Menge mehr Geld für dessen Familien

SoundofThunder
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🤔

Gewinne sind Privat und Verluste zahlt der Staat. Und bei dieser Regierung schwant dem Steuerzahler übles.

haumioh
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DIE ARMEN CASINOS

SOLLEN WIR ETWAS SPENDEN- CASINO IN NOT - UND DER STAAT VERDOPPELT DANN DIE SPENDEN NOCH - MIR KOMMEN DIE TRÄNEN

selbstdenker70
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...

263 Mio Verlust und trotzdem fast 28% Eigenkapitalquote.... Mein Mitleid hält sich in Grenzen....

bam313
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Mei die Armen!

Sie spielen mit Existenzen von schwachen Menschen und beklagen sich auch noch, dass ihnen das Geschäft fehlt.
Novomatic gehört eigentlich sofort verboten, aber dann schreit der Finanzminister wieder ...

Salcher
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Umsatzersatz

Ich glaube, dass auch Novomatic vom Staat - so wie auch alle anderen Betriebe die geschlossen halten müssen - einen Umsatzersatz von 30 Prozent des Umsatzes des vorangegangenen Zeitraums unter "Normalbetrieb" erhält. - Das geht sicherlich in die Milliardenhöhe. Und wir dürfen das bezahlen! Und damit "zahlt Novomatik wieder am alle" (lt. Strache).
ES IST ZUM KOTZEN, UNSER KORRUPTER SUMPF!!!!!

Trieblhe
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@Salcher

Bitte informieren, bevor man postet. Die Beihilfen sind alle gedeckelt.

Salcher
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Schreibe bitte auch dazu bei welcher Höhe der Deckel greift!

Ehrlicherweise solltest du das tun. Also: Zuerst ehrlich sein, bevor man postet!

Trieblhe
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@Salcher

Ich mag die Novomatic und die Glücksspielbranche auch nicht. Trotzdem muss man nicht in Foren irgendwelche Vermutungen aufstellen, die man sich gerade ausgedacht hat. Das Instrument des Verlustersatzes ist mit 10 Millionen Euro gedeckelt.

Salcher
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Na toll

Nur 10 Millionen für Novomatic. Die Armen! Damit werden's grad und grad die Eva Glabischnig und ".... die Novomatic zahlt an alle .... (lt. Strache)" bedienen können.
Das ich alles einfach nur EKELHAFT!!!!

dude
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Dafür wird es bestimmt eine Casino-Härtefall-Fond...

... geben, den die Allgemeinheit zu tragen hat! Die fetten Gewinne der vergangenen Jahrzehnte blieben selbstverständlich privat...
Immer das gleich Spiel!

CloneOne
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So schnell ists aus mitn Glückspiel

jetzt sieht die Firma mal wie es so ihren Kunden geht. Aber keine Sorge, der österr. Staat wird auch diese Schulden schlucken, wetten?!

Salcher
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Woher Schulden

Achwo Schlden? Woher denn? Kriegen ja 30 Prozent Umsatzersatz! - Und haben kaum Ausgaben. Die Mitarbeiter sind alle in Kurzarbeit, das zahlen auch wir. Was natürlich die Bilanz ins Negative drehen könnte sind die "Zahlungen an alle" (lt. Strache) 😭😭😭