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In drei WerkenWarnstreiks der deutschen Metaller erreichen BMW-Standorte

Mehr als zwei Dutzend weitere Betriebe betroffen. Deutschlandweit 4 Prozent mehr Lohn gefordert.

© (c) AP (MARTIN MEISSNER)
 

Nach den Autozulieferern rückt die deutsche Gewerkschaft IG Metall die Autohersteller ins Zentrum ihrer Warnstreiks. Für Mittwoch rief die Gewerkschaft BMW-Mitarbeiter zu größeren Aktionen auf. "Im BMW-Werk Regensburg beendet die Spätschicht zwei Stunden früher die Arbeit, im BMW-Werk Wackersdorf die Frühschicht", kündigte die IG Metall an. Das BMW-Forschungszentrum in München ist auch betroffen.

Auch beim Flugzeugbauer Premium Aerotec in Augsburg, beim Maschinenbauer Linde Hydraulics in Aschaffenburg, beim Autozulieferer FTE Valeo in Ebern und zwei Dutzend weiteren Betrieben rief die IG Metall Bayern am Mittwoch zu Aktionen auf. Sie fordert deutschlandweit 4 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten - wenn es in einem Betrieb schlecht läuft, in Form von Lohnausgleich bei einer Senkung der Arbeitszeit. Außerdem sollen die Arbeitgeber bei Stellenabbau und Werksschließungen fortan immer einen betrieblichen Zukunftstarifvertrag mit Garantien für künftige Produktion abschließen müssen.

"Es gibt etwas zu verteilen"

Die Arbeitgeber bieten nach einer Nullrunde in diesem Jahr noch unbezifferte Lohnerhöhungen erst ab 2022 an. In der Rezession gebe es nichts zu verteilen. Darüber hinaus fordern sie, dass Krisenbetriebe bei bestimmten Bilanzzahlen ohne Nachverhandlungen mit der IG Metall automatisch und ohne lange Nachverhandlungen im Einzelfall vom Tarifvertrag abweichen können.

IG-Metall-Bezirksleiter Johann Horn sagte: "Es gibt in den meisten Betrieben viel Arbeit, es gibt Gewinne, es gibt etwas zu verteilen. Die Beschäftigten verstehen die Welt nicht mehr, weil die Arbeitgeber ihnen eine Lohnerhöhung für 2021 verweigern wollen." In Bayern arbeiten rund 840.000 Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie.

Kommentare (1)
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hermannsteinacher
0
1
Lesenswert?

Bravo,

IG Metall !