Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

In der Steiermark229 Männer und 45 Frauen schafften 2020 die Meisterprüfung

2020 stieg die Zahl der positiv absolvierten Meister- und Befähigungsprüfungen in der Steiermark um 21 Prozent. Die Meisterprämie in der Höhe von 1000 Euro gibt es auch 2021.

© Ballguide
 

In der Steiermark wurden 2020 674 Meister- und Befähigungsprüfungen  abgelegt. Das sind um 117 oder um 21 Prozent mehr als im Jahr davor –  trotz Covid19-Pandemie. „Das zeigt, wie groß der Wert einer Top-Ausbildung ist, gerade in schwierigen Zeiten. Die Meisterprüfung steht für Qualität, und das braucht es jetzt ganz besonders“, freuen sich WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk und Hermann Talowski, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk. Die vom Land Steiermark und der Stadt Graz im letzten Jahr ins Leben gerufene Meisterprämie von 1.000 Euro pro Absolvent/in wird 2021 verlängert.

274 junge Menschen (229 Männer, 45 Frauen) dürfen sich nun Meisterin bzw. Meister nennen. Dazu kommen noch einmal 400 Absolventinnen und Absolventen (268 Männer, 132 Frauen) von Befähigungsprüfungen. „Die Zahlen zeigen, dass die Coronakrise in diesem Bereich als Bildungschance genutzt wurde“, betont Herk. „Qualifikation ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Gestiegen ist auch die Zahl der positiv absolvierten Unternehmerprüfungen, und zwar von 365 im Jahr 2019 auf 404 im Jahr 2020. Die Unternehmerprüfung ist ein fixer Teil fast aller Meister- und Befähigungsprüfungen und sorgt für das unternehmerische Know-how.

Die überwiegende Zahl aller Meister- und Befähigungsprüfungen wird in der Sparte Gewerbe und Handwerk abgelegt, wo die klassischen Handwerksberufe dominieren. Der Unterschied liegt dabei lediglich in der gewerberechtlichen Zuordnung, fachlich gesehen entsprechen sowohl Meister- als auch Befähigungsprüfung der höchsten Qualifikationsstufe, die in den jeweiligen Lehrberufen erreicht werden kann. „Die Lehre schafft die Basis und die Meisterprüfung ist die Krönung. Es ist sehr erfreulich, dass die Zahlen der Absolventinnen und Absolventen erneut gestiegen ist. Die Krise wird irgendwann einmal vorbei sein – und dann braucht die Wirtschaft Meisterleistungen in allen Branchen“, so Talowski.

Großer Beliebtheit erfreut sich die im Jahr 2020 eingeführte „Meisterprämie“ des Wirtschaftsressorts des Landes Steiermark. 2021 geht diese Meisterprämie nun in die Verlängerung: 1.000 Euro warten erneut auf alle, die eine Meister- oder Befähigungsprüfung positiv absolvieren. Die Stadt Graz übernimmt dabei die Hälfte der Prämie für Absolventinnen und Absolventen mit Hauptwohnsitz in Graz. Der Antrag dafür kann bei der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG gestellt werden und muss spätestens drei Monate nach dem Prüfungstag eingereicht werden. „Das ist ein wichtiges und notwendiges Zeichen der Wertschätzung auf dem Weg zur Gleichstellung von beruflicher und schulischer Ausbildung“, so Herk und Talowski. Die Meisterprämie dient dazu, einen Teil der Kosten für vorbereitende Kurse auf die Prüfungen abzudecken – Kosten, die es bei der schulischen und universitären Ausbildung nicht in dieser Höhe gibt.

Meister auf derselben Stufe wie Bachelor

Der Meistertitel wurde in den vergangenen Jahren immer wieder aufgewertet, um seine wirtschaftliche Bedeutung zu unterstreichen. Seit 2018 steht er auf Stufe 6 im Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) und damit auf derselben Stufe wie der Bachelor. Der NQR ordnet Ausbildungen insgesamt acht Stufen zu, was vor allem der internationalen Vergleichbarkeit dient. Für die Wirtschaft ist dies enorm wichtig, da bei Ausschreibungen der Nachweis gewisser Qualifikationsniveaus gefordert wird.

Darüber hinaus können seit 21. August 2020 alle, die eine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt haben, die Bezeichnung „Meisterin“ bzw. „Meister“ auch vor ihrem Namen führen, und zwar als „Mst.“ und „Mst.in“ bzw. auch in ausgeschriebener Form. Der Titel kann auch in amtlichen Urkunden eingetragen werden. Im vergangenen Jahr wurde die höchste Stufe der beruflichen Bildung in der Steiermark in insgesamt 47 Berufen erklommen.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren