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GeoblockingEU: Millionen-Strafen gegen Hersteller von Computerspielen

Weil Spiele nur geografisch begrenzt nutzbar waren, müssen mehrere Spieleentwickler nun Strafe zahlen, auch ein Unternehmen aus Österreich.

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Symbolbild © Anastasia - stock.adobe.com
 

Der Tiroler Computerspieleentwickler Koch Media soll ebenso wie Valve und vier andere Verleger von Videospielen nach dem Willen von EU-Wettbewerbshütern eine Strafe in der Höhe von insgesamt 7,8 Millionen Euro zahlen. Wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte, sei gegen EU-Kartellrecht verstoßen worden. Valve besitzt und betreibt die bekannte Spieleplattform Steam. Zu den weiteren betroffenen Firmen gehören den Angaben zufolge Bandai Namco, Capcom, Focus Home und ZeniMax.

Valves Strafe in der Höhe von 1,6 Millionen Euro sei im Gegensatz zu den Strafen für die anderen betroffenen Unternehmen nicht um 10 bis 15 Prozent reduziert worden, da der Steam-Betreiber nicht wie die anderen Firmen mit der EU-Kommission zusammengearbeitet habe, hieß es. Koch Media mit Sitz in Höfen in Tirol muss 977.000 Euro zahlen.

Verbotenes Geoblocking

Grob geht es darum, dass die Unternehmen Verbraucher daran gehindert hätten, Videospiele auch in anderen EU-Ländern zu nutzen. Konkret soll es Absprachen gegeben haben, die unter anderem dazu geführt hätten, dass Aktivierungscodes, die zum Freischalten von Spielen benötigt werden, nur innerhalb bestimmter Landesgrenzen funktioniert hätten. Sprich: Ein in Land A gekauftes Spiel sei in Land B nicht aktivierbar gewesen. Seit Dezember 2018 ist ein sogenanntes Geoblocking untersagt, das beim Verkauf etwa von PC-Spielen auf CD oder DVD die Nutzung geografisch beschränkt.

"Von den Geoblocking-Praktiken waren ungefähr 100 Computerspiele verschiedener Gattungen betroffen, darunter Sport-, Simmulations-und Actionspiele", heißt es in der Mitteilung der Kommission. Die amerikanische Spieleschmiede Valve betreibt mit Steam eine der größten Plattformen für Computer- und Videospiele am PC.

 

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