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Hygienekonzepte vorhandenWintertourismus vor dem Abgrund: Betriebe drängen auf Öffnung

Bisher gab es keine Wintersaison. Tourismusbetriebe fordern Öffnung für Semesterferien und Ostern.

Skipisten sind offen, Hotels nicht
Skipisten sind offen, Hotels nicht © APA/BARBARA GINDL
 

Es ist Mitte Jänner und im Tourismus ist die Wintersaison wegen Corona de facto noch nicht angelaufen. "Wir haben den Lockdown, wir haben die Weihnachtsfeiertage gehabt - es hat sich nichts abgespielt", betonte der Branchensprecher in der Wirtschaftskammer Österreich, Robert Seeber, und drängte auf eine zügige Öffnung der Betriebe. "Es sieht jetzt so aus, dass wir am 25. Jänner durchstarten können", meinte er mit Blick auf das erhoffte Ende der behördlichen Schließungen.

"Es ist nichts anderes als ein kalkuliertes Risiko, wenn wir jetzt aufsperren - wir haben ja bewährte Präventions- und Hygienekonzepte und bieten flächendeckende Tests an", argumentierte der Obmann der WKÖ-Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. "Wir müssen uns jetzt auf das Semester- und Ostergeschäft konzentrieren." Das gelte auch für den Städtetourismus und die Veranstalterbranche.

Deutsche Urlauber fehlen

Dem könnte allerdings die Infektionslage - vor allem die jüngste Ausbreitung der noch infektiöseren, britischen Mutationsvariante des Coronavirus - einen Strich durch die Rechnung machen. Der seit Mitte dieser Woche kolportierte Plan der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), den Lockdown in Deutschland bis Ostern zu verlängern, ist eine weitere Hiobsbotschaft für die ohnedies schon geknüppelte Branche. Denn aus dem nördlichen Nachbarland kommt normalerweise das Gros der Gäste in den heimischen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen.

"Ohne den ausländischen Touristen geht es nicht - die großen Skigebiete in Westösterreich sind natürlich geprägt vom ausländischen Gast", räumte Seeber ein. Dort gebe es in diesem Winter "Ausfälle von über 90 Prozent, teilweise sogar über 90 Prozent, wegen dieser Ausländerabhängigkeit". Es fehlen vor allem die Deutschen und die Niederländer. Österreichweit belaufe sich das Minus auf etwa 80 Prozent.

"Das verheißt für Österreich nichts Gutes, wenn sich um Österreich herum das Infektionsgeschehen so gestaltet", weiß Seeber. Doch auch Österreich selbst gilt als Risikogebiet und ist mit zahlreichen Reisewarnungen seitens anderer Länder konfrontiert. "Wenn tatsächlich nochmal ein Lockdown kommen sollte, würde ich mir von der Politik erwarten, dass es entsprechende zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen gibt", so der Branchensprecher. Sollten die Hotelschließungen über den 24. Jänner hinausgehen, "ist unsere Forderung ganz klar: Umsatzersatz für den Jänner - da werden wir mit dem Fixkostenzuschuss nicht mehr das Auslangen finden".

Massive Umsatzeinbußen

Die bisherige Bilanz der Branche ist insgesamt ernüchternd, wie auch aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts market hervorgeht, die Anfang Jänner durchgeführt wurde. Die Sorge um einen möglicherweise verlängerten Lockdown in Deutschland bis in den April ist darin also noch gar nicht abgebildet. Rund zwei Drittel der befragten Tourismusbetriebe rechnen für den heurigen Winter, zwischen Dezember und April, mit Umsatzeinbußen von "mindestens 50 Prozent" gegenüber dem Vorjahr. Der Rest erwartet sogar ein Minus von "mindestens 76 Prozent". Die aktuelle Stimmungslage betreffend Tourismus wurde unter rund 1.000 Österreichern und 500 Betrieben erhoben.

Die weitere Zukunft für das Geschäft ist düster: Für die verbleibenden Monate Jänner bis März sehen die Betriebe im Schnitt einer Auslastung von 30 Prozent entgegen. 42 Prozent der Befragten befürchten sogar, dass es lediglich "bis zu 10 Prozent" werden. "Von zehn Gästebetten ist da nur eines befüllt und neun stehen leer", verdeutlichte market-Vorstand David Pfarrhofer bei der Präsentation der Umfrage. Die Auslastungs- und Umsatzerwartungen seien "katastrophal".

Kein Winterurlaub

Nur ein Viertel der befragten Österreicher hat vor, heuer einen Winterurlaub zu machen. Vergangenes Jahr buchte den Angaben zufolge jeder Zweite. Die Kurzfristigkeit der Buchungen nimmt angesichts der Coronapandemie weiter zu, kostenloses Storno infolge einer geänderten Infektionslage wird erwartet und angereist wird individuell, mit dem Auto. 70 Prozent können sich auch das "Reintesten" vorstellen.

"Ich hoffe, wir bekommen möglichst schnell die Rückmeldung, dass wir jetzt öffnen, damit wir aus dem psychologischen Tief herauskommen", bekräftigte Seeber. "Wir müssen einfach raus aus dem Lockdown, dieses ewige Zusperren macht einen fertig, das geht auf die Psyche", sagte der Branchensprecher, der selbst eine Reihe von Gastronomiebetrieben in Linz führt. "Es sind 100.000 Einzelschicksale, die damit verbunden sind und es stehen viele mit dem Rücken zur Wand."

Hoffnung spenden jedenfalls die Aussicht auf verfügbare Impfstoffe und die von der Regierung geplante Ausweitung der Coronatests. "Die Teststrategie ist ein wichtiger Überbrückungsschritt - es ist eine Hilfe", ist sich der Tourismusobmann sicher. "Das 'Reintesten' ist der richtige Ansatz - auch für Veranstaltungen, größere Gruppen und Formate mit größerer Teilnehmerzahl." Kritisch sieht Seeber allerdings die Pläne für die Gastronomie: "So wie es angedacht ist - Antigentests durchzuführen - ist es meines Erachtens nicht praktikabel", meinte er. "Ein Antigentest für einen Prosecco oder schnellen Kaffee", setzte er erklärend nach. Hier müsse man die Kirche im Dorf lassen.

Weitere Hilfen

Insgesamt vermissen die Unternehmer Eckpunkte einer Öffnungs-, Coronatest- und Impfstrategie seitens der Politik, also konkrete Rahmenbedingungen, an denen sie sich orientieren können, um vom "ewigen Stop-and-go und Stand-by" loszukommen. Doch die Regierung habe mit den Maßnahmen, die sie bereits getätigt habe, "eine gute Performance hingelegt". Ohne Unterstützungsmaßnahmen würde es viele Betriebe jetzt nicht mehr geben, so Pfarrhofer. Am meisten geholfen hätten der Umfrage zufolge der Umsatzersatz, gefolgt von Fixkostenzuschuss, Steuerstundungen, Härtefallfonds und Kurzarbeit. "Wenn weiter nicht aufgesperrt werden kann, ist es aus der Sicht der Betriebe eine Selbstverständlichkeit, dass die Hilfen weitergehen", so ein weiteres Ergebnis der Umfrage.

Dieses Wochenende will die Regierung entscheiden, wie es mit dem harten Lockdown weitergeht, also welche Öffnungsschritte es ab dem 25. Jänner geben soll. Heute finden noch Gespräche mit den Landeshauptleuten und den Sozialpartnern statt.

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Danke für Ihr Verständnis.

Patriot
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Das Problem sind die Wirte selbst!

Ihnen darf man auf keinen Fall vertrauen. Das haben sie leider schon zigmal bewiesen.

Gedankenspiele
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In dem Artikel "Viele Skigebiete ohne Strategie in Corona-Saison gestartet"...

...auf der Internetseite vol.at vom 12.01.2021 stand:

"Wie eine Befragung der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) zusammen mit der TU Wien und dem Fraunhofer Institut zeigt, hatten im Dezember 2020 mehr als 90 Prozent der Liftbetreiber noch keine Pandemiestrategie. Ein Drittel hatte dies auch gar nicht vor."

Mehr braucht man eigentlich nicht mehr zu wissen, um dem Skiliftwahnsinn endlich ein Ende zu setzen!

Werte ÖVP, auch der Skitourismus muss endlich bei der Bekämpfung der Pandemie seinen Beitrag leisten!

herwag
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!!!

dass es so aussieht mit dem aufsperren ist seitens des tourismus wohl ein wunschtraum - test und die super konzepte sind sinnlos wenn sie nicht eingehalten überprüft gestraft werden - man hat es ja bis dato gesehen - klar dass von der wirtschaft das blaue vom himmel versprochen wird aber wenns wieder losgeht ist nichts mehr zu bremsen

herwag
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!!!

italien verschiebt die schipistenöffnung auf 15.februar !!!

Buero
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Und

Warum müssen dann andere zusperten?

FB4
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Naja

dafür gebe es das Freitesten, bei negativ können sie die nächsten 72 Stunden oder eventuell eine Woche die Geschäfte betreten, aber da ist das Problem der Disziplin und der Kontrolle. Alle zu kontrollieren würde nur mit eine APP gehen.
Das Problem ist ja die Disziplin, wie so oft bewiesen wird.
Alles nicht ganz einfach.
Permanente Teststationen sind ja dafür eh schon da!!!!

erstdenkendannsprechen
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freitesten für eine woche?

dann kann ich es gleich lassen, wenn ich mich auf einen eine woche alen antigentest berufen kann. der gilt genau für den tag - an dem tag, an dem er negativ ist, ist die viruslast so gering, dass man keinen anstecken kann (ob infiziert oder nicht sagt er nämlich nicht).

FB4
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Und

Ihre Lösung?

MM1995
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Weil die bis jetzt zT offen hatten!

Was sagen denn zB Reisebüros? Die haben seit 1 Jahr keine Umsätze!

FB4
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Wo

ist da Problem, öffnen, Belegung zu 50 %, Anreise nur mit negativen Test, wiederholen jede Woche, Liftkarten nur wenn jemand auch eine Buchung von mehr als 2 Nächten vorweisen kann, sprich ausschließlich übers Hotel, keine Tagestouristen!!!!
Erleichtert die Kontrolle für die Behörden und wenn dagegen verstoßen wird, extrem hohe Strafen, bei Wiederholung schließen des Betriebs.
Hilft auch gegen illegale Vermietung.

Hilft vermutlich auch den Betrieben.

Kleine Schigebiete könnten explizit genannt werden, Anzahl der zugelassenen Schifahrer vorgeben und nur im Vorhinein buchbar.
Dann könnten auch die Lokale an den Pisten geöffnet haben und zwar jene die nicht mit den Pkw erreichbar sind.
Eintritt und Verkauf ausschließlich unter vorweisen der gültigen Liftkarte. Aber auch dies kann kontrolliert werden.

erstdenkendannsprechen
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wenn die kleinen schigebiete

auf die tagesgäste verzichten müssen, dann zahlt sich aber der liftbetrieb überhaupt nicht aus.

FB4
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Nicht

gelesen oder nur nicht verstanden, Entschuldigung

lombok
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Das sehe ich auch so!

Ihrem Post ist nichts hinzuzufügen!

MM1995
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FM4 ... Sie gehören in die Regierung!

Ich bin voll bei Ihnen! Man hat von unserer Regierung den Eindruck, sie will das Logische absichtlich kompliziert machen. Ich komme nur nicht drauf, was dahinter steckt.

ronin1234
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Reaktion

Hygienekonzepte vorhanden! Dann bitte aber auch umsetzen und nicht nur reden. Das kann es nicht sein das Seilbahnbetreiber z.b. die Sache beim anstellen nicht unter Kontrolle bringen können wenn schon manche Leute zu blöd sind Abstand zu halten.

MM1995
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Bringen die Seilbahnen eh hin!

Oder reden wir noch immer von dem einen Tag am Kreischberg als der Weltcupzirkus zu Gast war???

Man kann doch nicht die hunderten Seilbahnbetreiber in die böse Ecke treiben. Und eines ist auch klar: Die Gebiete öffnen bedeutet, die Menschen auf die Gebiete zu zerstreuen. Es geht ja eh nur um die Österreicher ... Alle anderen Länder ( va Deutschland) fallen heuer eh zu 100 Prozent aus. Die Hotels können dadurch - unabhängig von den teuer erstellten Hygienekonzepten - locker die Vorgaben erfüllen.

Mir ist lieber, Einrichtungen zu öffnen, bei denen es keine Gefahr gibt, als die Tausenden Hotels mit weiteren Milliarden unterstützen zu müssen.

herwag
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???

wo sind die milliarden die in der hotellerie in den letzten jahren erwirtschaftet wurden ?

miranda02
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Betriebe drängen auf Öffnung?!

Gehts noch? Lesen die keine Nachrichten???

lombok
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Sie verstehen aber schon auch die andere Seite??

Zuerst mussten die Hotels viel Geld für die geforderten Hygienekonzepte in die Hand nehmen und dann ist genau diese Regierung dagegen??? Ich verstehe schon auch die andere Seite! Neutral betrachtet ...

So geht es halt leider auch nicht!

fans61
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Einfach alles zusperren....

ist doch ganz egal ob Betriebe in die Pleite rutschen
ist doch egal wenn die Menschen ihre Jobs verlieren
ist doch egal wen die Menschen verinsamen
ist doch egal ob wirnoch Grund- und Freiheitsrechte
ist doch egal ob wir noch eine Demokratie haben

Unfassbar wie lenkbar und beeinflußbar heute die Menschen sind.

lacrima
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Mit Angst……

………erreicht man sehr viel, wie man jeden Tag erleben kann. Die Menschen sind total gefangen, sie denken nicht mehr eigenständig!! Leider………