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Schallplatten feiern in Japan ein Comeback

Die LP-Produktion ist in Japan um das Zwölffache gestiegen: auf 1,2 Millionen Platten im vergangenen Jahr. In Österreich wurden im Jahr 2019 rund 340.000 Schallplatten verkauft.

Vinyl Schallplatten
© APA/dpa/Oliver Berg
 

Die gute alte Schallplatte feiert auch im Hightechland Japan ein Comeback. Mit dem Erscheinen der CD hatten die Vinyl-Scheiben lange Zeit ein Schattendasein gefristet - doch offenbar reicht vielen Japanern der Sound ihrer Smartphone-Kopfhörer nicht mehr aus. Inzwischen erfreuen sich Schallplatten wieder wachsender Popularität, wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Montag berichtet.

Die Produktion sei in den vergangenen zehn Jahren um das Zwölffache gestiegen: auf 1,2 Millionen Platten im vergangenen Jahr. Viele Künstler brächten neue Songs und Alben als Schallplatteheraus.

Das Wechseln der Scheiben und Aufsetzen der Nadeln des Plattenspielers nehme zwar Zeit in Anspruch, sagt ein Japaner, der in der Plattenabteilung eines Musikgeschäfts in Tokio nach japanischer Schlagermusik suchte. Doch gerade Schallplatten vermittelten ihm das Gefühl, echte "Musik zu hören".

Schon seit längerem im Trend liegt Vinyl auch in den USA und Europa. So wurden im ersten Halbjahr 2020 in den USA erstmals seit dem Jahr 1986 wieder mehr Schallplatten als CDs verkauft. In Österreich wurden im Jahr 2019 rund 340.000 Schallplatten verkauft, was einem Marktanteil von sechs Prozent entsprach.

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